Bild: Marylène Brito

Was machen eigentlich Kirchenvorstände?

Der Kirchenvorstand vertritt eine Pfarrgemeinde im rechtlichen Sinn nach außen. Er ist außerdem der "Herr" des gesamten Pfarrvermögens. Das Pfarrvermögen besteht u.a. aus den vom Erzbistum überwiesenen Kirchensteuern und dem Bestand der Pfarrei (Gebäude, Barvermögen). Er hat daher alle finanziellen Fragen einer Pfarrgemeinde zu entscheiden. Das bedeutet z.B. die Vergabe von Gewerken an Firmen oder Arbeitsaufträge an Privatleute. Der Kirchenvorstand kann auch als Arbeitgeber auftreten, z.B. der Pfarrsekretärin, der Küsterin, der Kindergärtnerinnen. Der Kirchenvorstand trägt damit eine große Verantwortung. Im Zweifelsfall haftet jedes Mitglied des Kirchenvorstandes mit ihrem/ seinem Privatvermögen.  

Die Mitglieder erfüllen ihre Aufgaben ehrenamtlich. Sie werden von den Gemeindemitgliedern gewählt. Wahlen finden alle drei Jahre statt, dabei werden jeweils vier Mitglieder neu gewählt. Der Leitende Pfarrer aller vier MiNor-Gemeinden ist Vorsitzender aller vier Kirchenvorstände. Um ihn von alltäglichen Entscheidungen zu entlasten, gibt es jeweils einen "Geschäftsführenden stellvertretenden KV-Vorsitzenden".