Aus den Kirchenvorständen

Seit ungefähr einem Jahr sind die neu gebildeten Kirchenvorstände von Sankt Clemens und Sankt Johannes der Täufer im Amt. Bis auf wenige Ausnahmen fanden alle Sitzungen während der Pandemie digital statt.
Eine wichtige Rolle bei der Arbeit der beiden Kirchenvorstände kommt den neu gebildeten Ausschüssen zu, die sich einerseits aus Mitgliedern der Kirchenvorstände, aber auch aus interessierten und engagierten Nichtmitgliedern zusammensetzen. Ohne die intensive Arbeit der Ausschüsse wären die vielfältigen Themen und Aufgaben in den beiden großen Gemeinden nicht zu bewältigen.
So beschließen die Ausschüsse für KiTas/Personal, Finanzen, Bau/Immobilien und Friedhof eigenständig über laufende Themen und Aufgaben im Rahmen ihrer Bevollmächtigung und bereiten darüber hinaus Beschlussvorlagen und Entscheidungshilfen vor, über die dann in den Kirchenvorstandssitzungen beraten und entschieden wird.
Unsere Arbeit in den beiden Gremien begann mit einigen Fragezeichen. Wie würde wohl die Zusammenarbeit der Mitglieder aus verschieden Kirchorten funktionieren? Die Themenkreise waren ja bisher in den ehemaligen kleineren Kirchenvorständen überschaubarer und vertrauter. Oder: Können wir der gewachsenen Verantwortung organisatorisch, zeitlich und personell überhaupt gerecht werden?
Nach fast einem Jahr haben sich viele Bedenken zerstreut. Die Herausforderungen sind nicht kleiner geworden, doch es ist spürbar, dass alle Beteiligten gemeinsam für die jeweils eine, neue Kirchengemeinde nach Lösungen suchen. Dies ist insgesamt eine sehr schöne Erfahrung.
Die Kommunikation untereinander spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Plattform „Cocuun“ ermöglicht uns schnelle und kurze Informationswege und ist aus unserer Arbeit nicht mehr wegzudenken.
Vielleicht lässt dieser kurze Bericht erahnen, wie vielschichtig die Arbeit in den neuen Kirchenvorständen ist. Und die Herausforderungen werden sicher nicht weniger, bleiben aber spannend.
Hans‐Georg Honnef

Bild: Marylène Brito

Was machen eigentlich Kirchenvorstände?

Der Kirchenvorstand vertritt eine Pfarrgemeinde im rechtlichen Sinn nach außen. Er ist außerdem der "Herr" des gesamten Pfarrvermögens. Das Pfarrvermögen besteht u.a. aus den vom Erzbistum überwiesenen Kirchensteuern und dem Bestand der Pfarrei (Gebäude, Barvermögen). Er hat daher alle finanziellen Fragen einer Pfarrgemeinde zu entscheiden. Das bedeutet z.B. die Vergabe von Gewerken an Firmen oder Arbeitsaufträge an Privatleute. Der Kirchenvorstand kann auch als Arbeitgeber auftreten, z.B. der Pfarrsekretärin, der Küsterin, der Kindergärtnerinnen. Der Kirchenvorstand trägt damit eine große Verantwortung. Im Zweifelsfall haftet jedes Mitglied des Kirchenvorstandes mit ihrem/ seinem Privatvermögen.  

Die Mitglieder erfüllen ihre Aufgaben ehrenamtlich. Sie werden von den Gemeindemitgliedern gewählt. Wahlen finden alle drei Jahre statt, dabei werden jeweils vier Mitglieder neu gewählt. Der Leitende Pfarrer aller vier MiNor-Gemeinden ist Vorsitzender aller vier Kirchenvorstände. Um ihn von alltäglichen Entscheidungen zu entlasten, gibt es jeweils einen "Geschäftsführenden stellvertretenden KV-Vorsitzenden".

 

Energie und Klimaschutz in St. Clemens

Neue Aktivitäten des Kirchenvorstands

Der Klimawandel ist in aller Munde. Als Christen sind wir mit der Schöpfung besonders verbunden und somit ist konkretes Handeln zu ihrem Erhalt gefragt und gefordert. Daher will auch der Kirchenvorstand der neuen, großen Pfarrei St. Clemens sich dieses Themas annehmen. Dazu wurde ein Ausschuss „Energie und Klimaschutz“ eingerichtet. Dieser Ausschuss will sich mit dem Energieverbrauch, den Energiebezugsverträgen und den Heizungsanlagen der Gebäude befassen, aber dann auch den Bogen weiterspannen und ein Konzept entwickeln, wie St. Clemens bis 2050 CO2‐frei sein kann. Auf dem Weg dahin können z.B. Photovoltaikanlagen auf kirchlichen Gebäuden installiert, alte Heizungsanlagen durch umweltfreundliche ersetzt und der Energiebedarf von Gebäuden durch bessere Isolierung reduziert werden. Hilfe dafür bekommen wir aus Köln: Im Generalvikariat ist eine Stabsstelle „Umweltmanagement“ eingerichtet worden, über die die Pfarreien Unterstützung erhalten können. So fand bereits ein erstes Gespräch zur Installation einer Photovoltaikanlage auf einem Gebäude statt, weiterhin ist die Überprüfung einer Heizungsanlage durch einen unabhängigen Fachmann geplant. Über Ideen und Anregungen freuen wir uns. Bitte sprechen Sie mich als Leiter des Ausschusses über das Pfarrbüro an.

Norbert Eichhorn