Bild: Marylène Brito

Was machen eigentlich Kirchenvorstände?

Der Kirchenvorstand vertritt eine Pfarrgemeinde im rechtlichen Sinn nach außen. Er ist außerdem der "Herr" des gesamten Pfarrvermögens. Das Pfarrvermögen besteht u.a. aus den vom Erzbistum überwiesenen Kirchensteuern und dem Bestand der Pfarrei (Gebäude, Barvermögen). Er hat daher alle finanziellen Fragen einer Pfarrgemeinde zu entscheiden. Das bedeutet z.B. die Vergabe von Gewerken an Firmen oder Arbeitsaufträge an Privatleute. Der Kirchenvorstand kann auch als Arbeitgeber auftreten, z.B. der Pfarrsekretärin, der Küsterin, der Kindergärtnerinnen. Der Kirchenvorstand trägt damit eine große Verantwortung. Im Zweifelsfall haftet jedes Mitglied des Kirchenvorstandes mit ihrem/ seinem Privatvermögen.  

Die Mitglieder erfüllen ihre Aufgaben ehrenamtlich. Sie werden von den Gemeindemitgliedern gewählt. Wahlen finden alle drei Jahre statt, dabei werden jeweils vier Mitglieder neu gewählt. Der Leitende Pfarrer aller vier MiNor-Gemeinden ist Vorsitzender aller vier Kirchenvorstände. Um ihn von alltäglichen Entscheidungen zu entlasten, gibt es jeweils einen "Geschäftsführenden stellvertretenden KV-Vorsitzenden".

 

Energie und Klimaschutz in St. Clemens

Neue Aktivitäten des Kirchenvorstands

Der Klimawandel ist in aller Munde. Als Christen sind wir mit der Schöpfung besonders verbunden und somit ist konkretes Handeln zu ihrem Erhalt gefragt und gefordert. Daher will auch der Kirchenvorstand der neuen, großen Pfarrei St. Clemens sich dieses Themas annehmen. Dazu wurde ein Ausschuss „Energie und Klimaschutz“ eingerichtet. Dieser Ausschuss will sich mit dem Energieverbrauch, den Energiebezugsverträgen und den Heizungsanlagen der Gebäude befassen, aber dann auch den Bogen weiterspannen und ein Konzept entwickeln, wie St. Clemens bis 2050 CO2‐frei sein kann. Auf dem Weg dahin können z.B. Photovoltaikanlagen auf kirchlichen Gebäuden installiert, alte Heizungsanlagen durch umweltfreundliche ersetzt und der Energiebedarf von Gebäuden durch bessere Isolierung reduziert werden. Hilfe dafür bekommen wir aus Köln: Im Generalvikariat ist eine Stabsstelle „Umweltmanagement“ eingerichtet worden, über die die Pfarreien Unterstützung erhalten können. So fand bereits ein erstes Gespräch zur Installation einer Photovoltaikanlage auf einem Gebäude statt, weiterhin ist die Überprüfung einer Heizungsanlage durch einen unabhängigen Fachmann geplant. Über Ideen und Anregungen freuen wir uns. Bitte sprechen Sie mich als Leiter des Ausschusses über das Pfarrbüro an.

Norbert Eichhorn