Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten
Liebe Leserinnen und Leser,
zwischen Himmelfahrt und Pfingsten – das muss eine seltsame Zeit für die Apostel gewesen sein. Gerade war Jesus, der Messias, ihr Freund und Lehrer, noch unter ihnen und hat ihnen gezeigt, was Auferstehung bedeutet, da ist er schon wieder weg.
Nun fühlt es sich für die Frauen und Männer so an, als seien sie auf sich gestellt. Sie wissen, was Jesus ihnen aufgetragen hat zu tun, aber sie schaffen es nicht sofort. Sie warten noch auf die Kraft dazu, die ihnen verheißen wurde, den Heiligen Geist. Erst als sie diesen spüren können, trauen sie sich hinaus zu den Menschen, um ihnen von Gott und von der Geschichte seines Sohnes zu erzählen.
Mit etwas weniger Dramatik kenne ich solche Situationen ganz gut. Ich kenne Momente, in denen ich es nicht schaffe „Vollgas zu geben“, in denen ich eigentlich weiß, was das Richtige ist, es aber nicht umsetzen kann. Ich kenne Momente, in denen ich mich kraftlos fühle und dringend einen Anstoß brauche. Deshalb finde ich es spannend zu schauen, was die Apostel machen.
Sie bleiben zusammen und treffen sich regelmäßig zum Gebet. Gemeinschaft und Gebet – das ist ihr Rezept. Ich werde es mir merken.
Simone Miklis
Pastoralreferentin
