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kfd St. Martinus Kirchherten
28.09.2017 - Informationen der Kath.Frauengemeinschaft Kirchherten
kfd St. Martinus Kirchherten
31.08.2017 - Offener Frauentreff am Mittwoch, 18.Oktober 2017 um 20.00 Uhr

Die Kapelle in der Stiftung Hambloch in Kaster

Blick in die Kapelle
Blick in die Kapelle

Hermann-Josef Hambloch war der letzte Landwirt, der das Gut Hohenholz bewirtschaftete. Er setzte die Katholische Kirchengemeinde St. Georg in Kaster in seinem Testament zum Erben des Gutes ein, das bereits an Rheinbraun veräußert war, mit der Vorgabe, dafür ein Altenheim in Kaster zu errichten.
1995 hat die Kirchengemeinde die Initiative ergriffen und den Caritasverband des Erftkreises in die Beratungen einbezogen. Die Beratungen wurden auch vom Generalvikariat und der Kunstkommission des Erzbistums Köln begleitet. Dieses Seniorenzentrum wurde von 1995 bis 1996 erbaut und die Kapelle gehörte von vornherein zum Bauvorhaben. Die feierliche Grundsteinlegung fand am 31.03.1995 im Beisein vom Pfarrer und Dechanten Dr. Manuel Pozuelo statt. Die Einweihung des Gebäudes und der Kapelle war im Juni 1996 und wurde durch den damaligen Kreisdechanten Gerhard Dane durchgeführt, der heute in Kaster als Pfarrvikar lebt. Pfarrer Günter Tepe wirkt seit Jahren unermüdlich als Hausseelsorger in dieser Stiftung.

Kapellenfenster
Kapellenfenster

Die Kapelle hat eine Größe von ca. 95 Quadratmeter und ist ebenerdig. Die Ausstattung der Kapelle wurde vom Künstler Sepp Hürten geplant, mit Einbindung der Kunstkommission des Erzbistums. Altar, Tabernakel und Kreuz stehen lose auf dem Parkettboden, der Kapelle. Der Altarraum und die Stelle des Tabernakels durch eine Einrahmung besonders hervorgehoben. Die sehr schönen Kapellenfenster, die diesem Raum eine besondere Note verleihen, sind nach den Plänen des Künstlers Simson von der Glasmalerei Derix, aus Düsseldorf-Kaiserswerth gefertigt. Erwähnenswert ist besonders die Betrachtung der Darstellung der Dornenkrone in der Decke der Kapelle.

Madonnenfigur
Madonnenfigur

In der Kapelle ist ein sehr ausdrucksstarker Bronzerelief-Kreuzweg mit 15 Stationen in der Größe von ca. 40 cm x 40 cm, dieser Kreuzweg war etwa 12 Jahre in der St. Martinuskirche in Kaster, bis dort der Kreuzweg aus der St. Martinuskirche Morken-Harff aus dem Jahre 1895 eingebracht wurde. Dieser Bronzerelief-Kreuzweg war eine Stiftung der Familie Heinz Abels, Landwirt aus Harff. Über den Künstler der diesen Kreuzweg geschaffen hat, ist leider nichts überliefert. In der Kapelle steht eine schöne 80 cm große Madonna in Holz gearbeitet und ist eine Stiftung von Therese Müller, einer Bewohnerin des Stiftes. Eine weitere kleinere Madonna steht an der Rückwand der Kapelle. Die Kapelle verfügt über 40 bequeme und gepolsterte Stühle mit Lehnen. Das Weihwasserbecken steht an einer Säule im Eingangsbereich der Kapelle.

Hier wurde ein Raum geschaffen, in dem regelmäßig katholische, aber auch evangelische und ökumenische Gottesdienste gefeiert werden. Gerne wird diese Oase der Besinnung auch zu anderen Zeiten von den Hausbewohnern, dem Personal und Gästen des Hauses aufgesucht, um ein Zwiegespräch mit Gott zu führen, oder auch nur, um zur Ruhe zu kommen. Einen Besuch dieser besonderen Gebetsstätte kann ich jedem empfehlen und hoffe, dass sie in dieser Form ständig erhalten bleibt!


Hermann-Josef Oster im Januar 2014