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kfd St. Martinus Kirchherten
28.09.2017 - Informationen der Kath.Frauengemeinschaft Kirchherten
kfd St. Martinus Kirchherten
31.08.2017 - Offener Frauentreff am Mittwoch, 18.Oktober 2017 um 20.00 Uhr

Chronik des Kirchenchores "Cäcilia Königshoven"

Im Jahre 1874, also vor 125 Jahren wurde in Königshoven der Kirchenchor „Cäcilia" gegründet. Zu dieser Zeit war es der „Bekennerbischof" Paulus Melchers, der im Erzbistum Köln zur Bildung von Kirchenchören aufrief.

Aus älteren Quellen ist ersichtlich, dass bereits 1825 bei der Fronleichnams-prozession ein Chor mitgewirkt hat.Leider sind von der Gründung des Kirchenchores keine Statuten oder andere Satzungsunterlagen vorhanden. Auch bis zum Jahre 1921 liegen keine schriftlichen Belege bzw. Unterlagen vor.

Aus einer Eintragung aus dem Protokollbuch von 1924, also zum 50-jährigen Bestehen des Chores, wird am 21. November vom damaligen Pfarrer Heinrich Althausen auf die Gründung von 1874 hingewiesen. Er übergab dem Chor ein aus diesem Anlass vom preuß. Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung gestiftetes künstlerisches Gedenkblatt. Auch wurden bei dieser Feier die noch überlebenden Gründungsmitglieder des Chores:

Hauptlehrer a.d. Jakob Robens
Carl Fuhsangel
Hermann-Josef Gruber
Gottfried Robertz
Stephan-Josef Schmitz

geehrt durch Überreichung eines Bildes mit Widmung.

Aus den Festschriften vom 75- und 100-jährigen Bestehen des Chores geht hervor, dass der erste Dirigent Hauptlehrer Jakob Robens war. Danach übernahm Werner Rommerskirchen das Dirigat, ihm folgte dann Heinrich Kaiser.
In den Jahren 1897 bis 1901 wurde in Königshoven eine neue Kirche gebaut.
Der Chor gab mehrere Konzerte, deren Reinerlös für den Kirchenneubau bestimmt war. Außerdem stifteten die Chormitglieder ein Kirchenfenster mit der Darstellung der hl. Cäcilia. Dieses Fenster wurde leider während des 2. Weltkrieges zerstört.

 

Aus den Festschriften vom 75- und 100-jährigen Bestehen des Chores geht hervor, dass der erste Dirigent Hauptlehrer Jakob Robens war. Danach übernahm Werner Rommerskirchen das Dirigat, ihm folgte dann Heinrich Kaiser.
In den Jahren 1897 bis 1901 wurde in Königshoven eine neue Kirche gebaut.
Der Chor gab mehrere Konzerte, deren Reinerlös für den Kirchenneubau bestimmt war. Außerdem stifteten die Chormitglieder ein Kirchenfenster mit der Darstellung der hl. Cäcilia. Dieses Fenster wurde leider während des 2. Weltkrieges zerstört.

1915 übernahm Theo Ludwig den Chor und führte ihn zu einem sehr hohen Leistungsstand. Da der Chor, wie es damals üblich war, nur aus Männern bestand, gründete Theo Ludwig einen Knabenchor. Es wurden unter seiner Leitung Werke großer Musiker wie Nekes, Palestrina, Goller, Rheinberger usw. mit Erfolg aufgeführt.
Nach der Abberufung von Theo Ludwig leitete Johann Offermanns den Chor von 1927 bis 1938.
August Barleben, der nach dem Tode von Johann Offermanns die Chorleitung übernahm, bildete dann im 2. Weltkrieg einen Frauenchor (Marienchor), um den Chor durch den Ausfall der Männer, die eingezogen (Wehrmacht, Arbeitsdienst) wurden, zu verstärken.
Nach dem Krieg bekam der Chor einen großen Zulauf und hatte 1949 beim 75-jährigen Bestehen 48 Männer- und 30 Frauenstimmen. In den Jahren 1947 bis 1955 erreichte der Chor im sakralen Gesang und auch bei den weltlichen Aufführungen wie z.B. Singspiele, Quartette, Operetten usw. große Erfolge.

Nach dem Ausscheiden von Pfarrer Karl Bönner bekam Königshoven mit Rudolf Wertz einen neuen Pfarrer und der Chor einen neuen Präses.
Nach schwerer Krankheit legte August Barleben im Jahre 1971, also nach 33 Jahren, sein Amt als Chorleiter nieder.

Der Chor befand sich danach in einer sehr schwierigen Lage, da sich trotz aller Bemühungen kein neuer Dirigent fand.
Ausgeholfen hat in dieser Zeit Otto Müller, der selbst früher lange Chormitglied war und inzwischen den Chor in Buchholz Bedburg-Rath leitete.
Unser Präses, Pfarrer Wertz, hatte dann mit seiner ihm eigenen Beharrlichkeit beim Generalvikariat Erfolg und Karl-Heinz Henn aus Lipp wurde als Aushilfe vermittelt.
Die Zeit drängte, zumal 1. die Hundertjahrfeier des Chores für 1974 bei den Proben berücksichtigt werden mußte und 2. im Zuge des Braunkohlenabbaus die Umsiedlung von Königshoven bevorstand.

Unter der Regie von Karl-Heinz Henn wurden die Gesänge für das 100-jährige Jubiläum eingeprobt. Bedingt durch Studium und Examen legte er jedoch die Leitung des Chores vorab nieder. Wilfried Zehnpfennig, Organist und Chorleiter an St. Lambertus in Bedburg, übernahm die Leitung und mit ihm, allerdings erst 1975, sang der Chor zum Jubiläum am 24. Mai 1975 die Loreto-Messe von Vinzenz Goller.
In der kirchenmusikalischen Andacht führte der Chor gemeinsam mit dem Cäcilien-Chor Buchholz Bedburg-Rath Werke von Händel, Haydn und die Spatzenmesse von Mozart mit Erfolg auf.
Anlässlich des Jubiläums wurde dem Chor vom Cäcilienverband die Palestrina-Medaille verliehen. Der amtierende Bundespäsident, Richard von Weizsäcker, überreichte zu diesem Anlaß die Zelterplakette.
Die Umsiedlung stand bevor. In dieser Phase mußten die Proben z.T. im alten Ort, bzw. bei einem Chormitglied im neuen Ort stattfinden. Nach der Fertigstellung der Behelfskirche (Baracke) durch die Fa. Rheinbraun AG, wurde dann dort geprobt. Natürlich war es für den Chor schwierig hier zu singen (Platzmangel, Akustik usw.).

Dank unseres Präses und Pfarrers Rudolf Wertz und nur wegen seiner besonderen Bemühungen, bekam Königshoven am neuen Umsiedlungsort auch eine neue Pfarrkirche. Die Grundsteinlegung war am 03. September 1978 und die Weihe der neuen Pfarrkirche am 29. Juni 1980.
In dieser Zeit der Umsiedlung begann für den Chor eine sehr schwierige Phase. Die Proben wurden zwar von Wilfried Zehnpfennig geleitet, bei den Aufführungen in der Kirche war er jedoch nie dabei, da er ja in Bedburg seinen Dienst verrichten musste.
Während dieser Zeit hat dann der jetzige Ehrenvorsitzende und Vizedirigent Willi Steinecke den Chor bei mehrstimmigen Gesängen und vor allem bei den Choralämtern geleitet.

Als Nachfolger von Wilfried Zehnpfennig konnte dann Jürgen Gieck im Mai 1981 gewonnen werden. Unter seiner Leitung und Dank seines besonderen Einsatzes erholte sich der Chor langsam wieder. Zum 50-jährigen Priesterjubiläum unseres Präses Pfarrer Rudolf Wertz am 11.August 1985 sang der Chor u.a. die kleine Festmesse von Ernst Tittel mit Orchesterbegleitung.
Im November 1990 ging unser Präses Pfarrer Rudolf Wertz in den wohlverdienten Ruhestand. Nachfolger und neuer Präses wurde Dr. Manuel M.-Pozuelo.

Unter Jürgen Gieck, inzwischen zum Chordirektor FDB ernannt, wurden gemeinsam mit den auch von ihm geleiteten Kirchenchören und Männergesangvereinen viele kirchliche und weltliche Konzerte mit großem Erfolg aufgeführt.
Besonders zu erwähnen sind die regelmäßig stattfindenden Advents- und Weihnachtskonzerte in unserer Pfarrkirche, die VHS-Konzerte in der St.Georgs-Kirche in Alt-Kaster, sowie das Jübiläums-Konzert des Kirchenchores Kirchherten im Jahre 1998.

Mitte des Jahres 2001 verließ uns unser Chorleiter Jürgen Gieck durch einen beruflichen Wechsel. Er zog nach dem schönen Bayern. Wir fanden aber dann doch einen guten Ersatz mit Marcel Poetzat, der die Geschicke des Chores seit Oktober 2001 leitet.