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kfd St. Martinus Kirchherten
28.09.2017 - Informationen der Kath.Frauengemeinschaft Kirchherten
kfd St. Martinus Kirchherten
31.08.2017 - Offener Frauentreff am Mittwoch, 18.Oktober 2017 um 20.00 Uhr

Hl. Lambertus 18.September

Lambertus, geboren um 635 n. Chr., entstammte einer vornehmen fränkischen Familie und wurde schon früh in allen „Tugenden" ausgebildet - nicht nur im Waffenhandwerk, sondern auch in den Wissenschaften. Sein erster Lehrer war der hl. Landoardus, der aber schon bald vom Bischof in Maastricht zum Gehilfen ernannt wurde. Lambertus lebte nun längere Zeit in der Einsamkeit - betend und studierend. Schon früh wurde unter der Bevölkerung von Wundern berichtet, die er vollführt haben soll, und so wurde bald Theodardus, Bischof von Maastricht, auf ihn aufmerksam. Er rief ihn zu sich und erzog ihn zu seinem Nachfolger.

Als Theodardus 668 auf Geheiß des gefürchteten Hausmeiers von Neustrien, Ebroin, ermordet wurde, wählte man Lambertus zum neuen Bischof, obwohl er für diese Aufgabe eigentlich noch zu jung war. Doch scheint er das Amt hervorragend ausgeübt zu haben, denn er genoss die Gunst der beiden jungen Frankenkönige, Childerich II. und Theoderich III. die seinen Rat suchten. Dadurch erregte er, den genauen Grund kennt man nicht, nun allerdings den Zorn Ebroins, dem schon Lamberts Vorgänger zum Opfer gefallen war.

Er wurde als Bischof von Maastricht abgesetzt und um 674 verbannt. So zog er sich in das Kloster Stablo zurück, wo man nach den strengen Regeln Kolumbans lebte. Sieben Jahre blieb er dort, dann wurde Ebroin gestürzt und ermordet. Pippin von Heristal, der bald darauf Hausmeier des gesamten Reiches wurde, erhörte gern die Bitten der Maastrichter um Rückkehr von Lambertus. Im Jahre 681 kehrte er zurück. Seine Hauptaufgaben sah er neben dem Seelsorgerischen vor allem im Kirchen- und Klosterbau, der Armenbetreuung und Missionierung der umliegenden Gebiete.

Nach zehn Jahren friedlichen Wirkens wurde er erneut in politische Wirren hineingezogen. Herzog Pippin hatte sich von seiner Gattin Plektrudis getrennt und war eine neue Verbindung mit Alpais eingegangen. In den Augen der Franken war das kein besonderes Vergehen, hatten doch die Merowingerkönige ähnliches immer wieder getan. Nach germanischem Recht war die so genannte „Friedelehe" zumindest für die Vornehmen zulässig. Das zeigte sich auch in diesem Falle wieder darin, dass der Sohn aus dieser Verbindung, Karl Martell, der Großvater Karls d. Großen, mühelos im Volk als Nachfolger seines Vaters anerkannt wurde. Dagegen aber wandte sich Lambertus. Er vertrat gegenüber dieser Ehemoral den Standpunkt der Kirche, die die Unauflöslichkeit einer gültig geschlossenen Ehe forderte.

Lambertus zeigte selbst gegenüber einem nicht Verantwortlichen Härte und verweigerte dem kleinen Karl den Segen, als er bei einem Besuch am Hofe Pippins darum gebeten wurde. Kein Wunder, daß er den Unwillen des späteren Königs und den Hass der Alpais und ihrer Verwandten auf sich zog. Der Mächtigste aus dieser Sippe, Drogo, entwickelte eine besondere Abneigung gegen Lambert. Es dürfte aber noch andere Gründe für seinen Hass gegeben haben. Offenbar hatte er sich mehr als einmal an Kirchengut vergriffen und war deshalb vom Bischof getadelt worden. Schließlich überfielen er und seine Anhänger Lambertus und sein Gefolge in einer einsamen Villa, in die sich der Bischof zum stillen Gebet zurückgezogenhatte. Die Mörder erschlugen zu­nächst die Diener und töteten schließlich Lambertus, als er betend vor dem Altar kniete. Das geschah am 17. September, wahrscheinlich im Jahre 705.

Sein Nachfolger, der hl. Hubertus, ließ seinen Leichnam nach Lüttich übertragen, wo er auch beigesetzt wurde. Er ist heute Patron des dortigen Bistums, der Stadt Freiburg/ Breisgau und des dortigen Münsters. Hier befindet sich auch die Schädel-Reliquie von Lambertus. Auch die Bauern, Chirurgen und Zahnärzte verehren den Heiligen, und beson­ders bei Nierenleiden wurde er über die Jahrhunderte angerufen.

 Diese Beschreibung wurde von Herrn Heinz-Gerd Schmitz verfasst

und erschien in dem 1994 herausgegebenen Buch

„Historische Wurzeln kirchlichen Lebens in Bedburg"

Lambert wurde von seinem Oheim Theodard erzogen und um 672 dessen Nachfolger als Bischof von Maastricht. Ende 675 wurde er vom Hausmeier Ebroin verbannt und lebte 7 Jahre im Kloster Stablo. Nach dem Sturz Ebroins konnte er unter Pippin dem Mittleren wieder nach Maastricht zurückkehren. Lambert widmete sich nun der Erneuerung des kirchlichen Lebens in seinem Bistum und der Ver­kündigung des Glaubens in Nordbrabant. Als Lambert gegen den Grafen Dodo die Rechte der Kirche verteidig­te, wurde er von diesem am 17. Sep­tember um 705 ermordet. Sein Nach­folger Hubert übertrug die Gebeine Lamberts um 715 von Maastricht nach Lüttich. — Im deutschen Regionalka­lender sowie in den Bistümern Aachen, Freiburg (Br.) und Luxem­burg wird das Gedächtnis Lamberts am 18. September begangen. LÜ,(RK,AC,FR,LUX)

 

Dargestellt in bischöflicher Messkleidung mit Handkreuz, Kirchenmodell, Schwert, Pfeilen, Lanze, glühenden Kohlen.

Patron des Bistums Lüttich; der Stadt Freiburg; der Bauern, Chirurgen, Bandagisten, Zahnärzte; bei Nierenleiden.

Diese Beschreibung ist der Neuausgabe von 1997

„Der große Namenstagskalender" von Jakob Torsy entnommen, erschienen im Herder Verlag

 

Der heilige Lambert, geb. um 635 n. Chr., entstammte einer vornehmen fränkischen Familie. Der Gunst des Königs Childerich II verdankt der Hl. Lambert das Bischofsamt schon im Alter von 33 Jahren in der Diözese Tongern-Maastricht. Das Bistum umfasst ganz Ostbelgien und Teile von Südholland und reicht bis an die westliche Eifel einschl. Aachen. Nach der Ermordung seines Förderers im Jahr 675 wird auch der Hl. Lambert in politische Wirren einbezogen, der Bischofswürde enthoben und nimmt für 7 Jahre Zwangsaufenthalt im Kloster Stablo. Nach 7 Jahren beruft man den Heiligen auf den Bischofsstuhl zurück. Über Einzelheiten seiner bischöflichen Tätigkeit schweigen sich die Quellen aus. Man begnügt sich mit der Feststellung, dass er die Rechte seines Sprengels erfolgreich gegen die Übergriffe der staatlichen Gewalten verteidigt habe.

Bei diesen Übergriffen tun sich vor allem Verwandte des fränkischen Großen Dodo hervor. Bei einem Handgemenge erschlagen die Neffen des Bischofs Lambert die beiden Brüder. Als Dodo davon hört, verlangt er Sühne für den Totschlag und ersinnt den Mordplan.

Lambert ist rechtzeitig vorgewarnt, ergreift das Schwert, um sich den Feinden entgegenzuwerfen. Dann gewinnt der Priester in ihm die Oberhand. Er wirft das Schwert weg, und befiehlt seinen Getreuen, das gleiche zu tun. Nachdem diese ihm jedoch nicht folgen, geht er allein in sein Gemach, um auf die Mörder zu warten. Nach der ältesten Vita geschieht der Mord im Schlafgemach, während die zwar ausführlichste, aber auch phantasievollste Darstellung des Nicolaus den Mord in der Kapelle am Fuß des Altares geschehen lässt. Das erschien ihm wohl für einen Bischof angemessener.

Der Todestag steht exakt fest:

Der 17. September. Das genaue Todesjahr lässt sich errechnen. Lambert soll 40 Jahre Bischof gewesen sein. Da er 668 sein hohes Amt antritt, käme man auf das Jahr 708.

Diese Informationen entstammen der Vita des Hl. Lambert, und wurden uns beim Besuch am 3. Oktober 2001 in Lüttich

durch den Experten, Clemens Bayer, der an der Akademie der Wissenschaften der Universität Bonn tätig ist, erläutert.