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kfd St. Martinus Kirchherten
28.09.2017 - Informationen der Kath.Frauengemeinschaft Kirchherten
kfd St. Martinus Kirchherten
31.08.2017 - Offener Frauentreff am Mittwoch, 18.Oktober 2017 um 20.00 Uhr

Die neue St. Willibrord Kirche in Bedburg-Kirdorf

Kirche St. Willibrord Kirdorf
Kirche St. Willibrord Kirdorf

Der Neubau dieser Kirche wurde wegen der wachsenden Gemeinde notwendig und von 1960 – 1962 als moderne Saalkirche mit Turm aus Bruchsteinen errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte am 26. März 1961 und wurde am 9. Dezember 1962 ihrer Bestimmung übergeben. Vom 7. bis 21. Mai 1988 fand zur Vorbereitung der Kirchenkonsekration eine Gemeindemission statt. Am 21. Mai 1988 wurde diese Kirche durch Weihbischof Dr. Hubert Luthe geweiht. In den Jahren 1990/91 wurde das Willibrordhaus gebaut und an die Kirche angeschlossen. Durch die verbindende Schiebetür stehen zusätzlich ca. 100 Sitzplätze bei den Hauptgottesdiensten zur Verfügung.

Das Kirchendach wird durch zehn Stahlsäulen im Innenraum der Kirche getragen. Diese zehn Säulen stellen die zehn Gebote Gottes als die fundamentalen Stützen der Weltordnung dar.

Tabernakel in St. Willibrord
Tabernakel in St. Willibrord

Der Altarraum wurde im Jahr 2000 umgestaltet. Der Altar stammt aus dem Jahr 1962. Im Altar befinden sich die Reliquien der Heiligen Willibrord, Cassius und Florentius. Der Tabernakel, an der Stirnseite der Kirche, steht auf einer Stele aus Wölferlinger Trachyt. Die Tabernakelverkleidung stammt von Jakob Riffeler. Im Jahre 2000 wurde die Stirnwand der Kirche durch ein modernes Bild von Frau Anja Quaschinski, aus Bonn gemalt. Sie schreibt zu diesem Bild: Ich halte es für sehr wichtig, dem Kirchenraum einen lichteren Charakter zu geben. Die lichten Tonwerte finden sich ebenso in der formal gestalteten Wandmalerei wieder, die die liturgischen Orte einbindet und dem Geschehen im Altarbereich eine Festigkeit geben. In der Gliederung der zu gestaltenden Fläche, die Betonung auf vertikal. Tabernakel und Kreuz bestimmen das Zentrum, eingebunden in eine bergende Mitte aus freien Formen in lichten Rottönen. Der Tabernakel und das Altarkreuz sind aus dem Jahre 1962 von Jakob Riffeler aus Köttingen geschaffen. Dieses Holzkreuz trägt einen Kupfervergoldeten Christuskorpus und hat an den Kreuzenden vier vergoldete Kupferplatten mit den Symbolen der vier Evangelisten: den Engel (für Matthäus), den Löwen (für Markus), den Stier (für Lukas) und den Adler (für Johannes).

Der Ambo stammt aus dem Jahre 2000

 Statue des hl. Willibrord
Statue des hl. Willibrord

Die  seit dem Jahre 1999 im Altarraum stehende Pfeifenorgel wurde von der Orgelbaufirma Romanus Seifert aus Kevelaer gebaut und erweitert; sie stammt aus dem ehemaligen erzbischöflichen Konvikt in Bad Münstereifel und hat 18 klingende Register mit ca. 1300 Pfeifen. Die Orgel wird von einem vom Orgelgehäuse abgerückten Spieltisch, durch elektrische Verbindung, auf 2 Manualen und Pedal gespielt.

Auf der rechten Seite des Altar-raumes steht auf einer Truhe, die aus dem ehemaligen Kloster Welchenberg bei Grevenbroich stammende 196 cm große Statue des hl. Willibrord (ohne Hände) aus dem 18. Jahrhundert. Über der Eingangstüre zur Sakristei ist eine 92 cm große Statue des hl. Willibrord mit Bischofsstab und Brunnen angebracht; eine Arbeit um das Jahr 1500. Beide Statuen des hl. Willibrord wurden 1988 von Helmut Stock neu bemalt.

Das Taufbecken ist aus Blaustein gefertigt und steht auf einem Balusterschaft mit viereckigem Sockel, ist 119 cm hoch und stammt aus dem 17. Jahrhundert; es hat als oberen Abschluss einen 41 cm hohen Messingdeckel aus dem 19. Jahrhundert.

Neben dem Taufbecken steht ein mannshoher Kerzenständer mit der Osterkerze. Dieser Kerzenleuchter stammt, wie die Orgel aus dem ehemaligen erzbischöflichen Konvikt, aus Bad Münstereifel.

Das an der rechten Seite im Altarraum stehende Wall-fahrts- und Vortragekreuz mit der 1989 an Helmut Stock verliehenen Plakette zur 1250 Jahrfeier des hl. Willibrord wurde um das Jahr 1990 von der Firma Peter Wirtz aus Bedburg gefertigt und von Helmut Stock der Kirche gestiftet.

Neben der Eingangstüre zur Sakristei ist ein Missionskreuz angebracht, eine Stiftung der Firma Bastgen, die auch die Kirchenbänke angefertigt hat.

 

St. Willibrord Innenansicht
St. Willibrord Innenansicht

An der linken Seitenwand befindet sich die Darstellung der Kreuzigung, mit dem 155 x 88 cm großen Wall-fahrtskreuz aus dem 19. Jahrhundert und den 69 cm großen Statuen der Gottesmutter und des hl. Johannes, die ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert stammen und früher am Hochaltar der alten Kirche waren. Darunter sind vier 48 cm große Eichenholz- Statuen der Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes aus dem 18. Jahrhundert angebracht, die aus der Barockkanzel der alten Kirche stammen.

Über dem Marienaltar befindet sich die Darstellung der Gottesmutter mit dem Jesusknaben aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts; diese ist aus Lindenholz hergestellt und 93 cm hoch (ohne Krone) und der Jesusknabe 9 cm hoch (ohne Krone). Die Kronen und das Zepter sind aus Silber und in den Kronen befinden sich Handwerkszeichen: Kölner Beschauzeichen.

Der Kreuzweg in der Kirche ist eine Arbeit des Künstlers Albert Sous aus dem Jahre 1964 und zeigt mit Kupferdrähten in Buchgröße gefasste Emailflächen auf Holzhinterlegten Kupferplatten.

Die Fenster der Kirche, die  die Lebensstationen des hl. Willibrord beinhalten, wurden von dem 1929 geborenen Hermann Gottfried, entworfen und von der Firma Dr. H. Oidtmann aus Linnich gefertigt und 1964 eingebaut.

An den Mauersäulen der Rückwand befinden sich 5 Konsolen, auf denen sich Naturbelassene Holzstatuen befinden, es sind dies von links nach rechts die 64 cm große Darstellung der hl. Barbara, die von Frau Kethe Steinmetz-Harken, 1996 gefertigt und von der Firma Rheinbraun gestiftet wurde, daneben die 48 cm große Darstellung des hl. Hubertus, die um 1978 im Grödnertal geschnitzt wurde und eine private Stiftung ist, daneben ist die 78 cm große Darstellung des hl. Antonius und daneben ist die 84 cm große Darstellung der hl. Katharina, die ebenfalls von Frau Kethe Steinmetz-Harken, 1997 gefertigt wurde, von ihr stammt auch die in der Größe angepasste Darstellung des hl. Franziskus die im Jahr 2002 gefertigt wurde, diese Statue ist eine private Stiftung.

Im Eingangsbereich der Kirche befindet sich die Kerzenkapelle mit Bildnis der „Immerwährenden Hilfe“ aus dem Jahre 1896. Auf der Rückseite des Bildes befindet sich eine päpstliche Urkunde über die Erstellung dieses Bildes.

Zur Kirche gehören vier Bronze-Glocken, wovon drei im Jahre 1957 und eine im Jahre 1962 von der Firma Mabilon und Co. in Saarburg gegossen wurden:

Die erste Glocke hat einen Durchmesser von 1025 mm, wiegt ca. 630 kg, hat den Schlagton g‘, hat ein Relief  der Himmelfahrt Mariens und trägt die Inschrift: „SEI GEGRÜSST, KÖNIGIN UND MUTTER! IM KRIEGE VERLOREN, DURCH WOHLTAT GEBOREN.“

Die zweite Glocke hat einen Durchmesser von 851 mm, wiegt ca. 370 kg, hat den Schlagton b‘ und trägt die Inschrift: „HEILIGER ERZENGEL MICHAEL, SCHIRME UNS IM STREITE! FÜR EIN GEEINTES VOLK, GEGEN DIE ABKEHR VON GOTT, FÜR GLAUBE UND TREUE, GEGEN AUSSCHWEIFUNG UND MÜSSIGGANG, FÜR SITTE UND CHARAKTERFESTIGKEIT, GEGEN LÜGE UND UNZUFRIEDENHEIT, IN EINER ZEIT VOLLER BEDRÄNGNIS! GEGOSSEN IM JAHR DES HERRN 1962, IM JAHRE DES 2. VATIKANISCHEN KONZILS, UNTER DEM PFARRER VON KIRDORF–BLERICHEN WILHELM BODDEN.“

Die dritte Glocke hat einen Durchmesser von 774 mm, wiegt ca. 270 kg, hat den Schlagton b‘, hat ein Relief der hl. Maria Magdalena und trägt die Inschrift: „MARIA MAGDALENA, HL. BÜSSERIN, ERFLEHE UNS EINEN LEBENDIGEN GLAUBEN, ERKENNTNIS UND BUSSE! IN PIAM MEMORIAM MAGDALENAE ENGELS.“

Die vierte Glocke hat einen Durchmesser von 683 mm, wiegt ca. 190 kg, hat den Schlagton d‘‘, hat ein Relief des hl Willibrord und trägt die Inschrift: „DU ERSTER KÜNDER DES KÖNIGTUMS CHRISTI IN UNSEREM LAND, BITTE FÜR UNS UND STÄRKE UNS DURCH DEINEN BEISTAND WIDER ALLE ANFECHTUNGEN DES BÖSEN IM LEBEN UND IM TODE! RUFE UNS ST. WILLIBRORD! IN PIAM MEMORIAM PAROCHI ENGELB. MÜLLEJANS +1955.“

 

Der Eingangsbereich der Kirche ist täglich geöffnet.

Adresse: Theodor-Heuss-Straße 8, 50181 Bedburg-Kirdorf

 

Die Quellen zu dieser Beschreibung, die im März 2010 ergänzt wurde, sind die Chronik der Pfarrkirche und das Buch  „Die Denkmäler des Rheinlandes“

 Kreis Bergheim Band 1.

Hermann-Josef Oster (ergänzt im Juni 2015)