St. Agnes Lövenich

Adresse: Prälat-Franken-Str. 48

Öffnungszeiten: täglich 9.00 - 17.00 Uhr

Der Zugang zur Kirche ist barrierefrei.

hl. Messen: alle 14 Tage samstags um 17.00 Uhr und alle 14 Tage freitags um 9.00 Uhr

freitags um 17.00 Uhr (Winter) oder 18.00 Uhr (Sommer) Rosenkranzgebet in der Marien- u. Bruder-Klaus-Kapelle in Linzenich

Zuständiges Pfarrbüro: Kath. Pfarramt St. Dionysius, Zum Kiesel 11, 53909 Zülpich-Schwerfen, Tel.: 02252 6016, Fax: 02252 81470, E-Mail: pfarramt.schwerfen(at)st-peter-zuelpich.de, Pfarramtssekretärinnen:  Gudrun Mundt, Marlene Böser

Küsterin: Tatjana Gazzo, Telefon 02252 5516

Kirchenvorstand: geschäftsführender Vorsitzender: Hubert-Josef Wolf Tel.: 02252 6292

PGR-Ortsausschuss: Angelika Schwier Tel.: 02252 81385

Messdiener/Jugend: Angelika Schwier, Tel.: 02252 81385

Kirchenchor: Chorproben montags von 19.30 - 21.00 Uhr, Ansprechpartner Chorleiter Lothar Zeller Tel.: 02251 5128

kirchliche Vereine:

kfd Lövenich, Zusammenschluss mit der kfd Sinzenich, Walburga Boos, Tel. 807933

Seniorenfrühstück jeden 3. Freitag im Monat, Angelika Schwier, Tel.: 02252  81385

Besondere Feste (z. B. Patrozinium) und Prozessionen:           

Patrozinium sonntags nach dem 21. Januar St. Agnes, Kirmes 3. Wochenende im September, Palmsonntagsbrunch u. Erntedankfest (organisiert vom PGR-Ortsausschuss)
Ferienfreizeit in der letzten Woche der Sommerferien (organisiert von der Kath. Jugend St. Agnes, Ansprechpartnerin Angelika Schwier)
Beiern zu besonderen Gelegenheiten vor und nach der hl. Messe 

Aus der Geschichte der Gemeinde

St. Agnes Lövenich
Aus Richtung Sinzenich liegt etwas vor dem Lövenicher Ortskern die Pfarrkirche St. Agnes, ein Bau mit ungewöhnlichem, auffälligem Aussehen. Den Kern des Gotteshauses bildet ein vorromanischer Saalbau aus Bruchstein, der in das 10. /11. Jahrhundert zurückdatiert wird. Er ist wohl identisch mit einer
1124 urkundlich erwähnten Kapelle in Lövenich. Der Bau wurde im 12. Jahrhundert zu einer romanischen Basilika erweitert, bei der die Kirche einen Turm und parallel zu dem bereits bestehenden nördlichen auch ein südliches Seitenschiff erhielt. Charakteristischerweise war der mittelalterliche Kirchbau mit
einem nach Osten weisenden Chor und einem Westturm ausgestattet.
Die Legenden-Überlieferung verbindet die bauliche Erweiterung der Kapelle zur Kirche mit dem Seligen Joseph von Lövenich, der mit dem „Eifelheiligen“ Hermann-Joseph von Steinfeld befreundet gewesen sein soll. Der aus dem Ort stammende Priester war nach der Überlieferung rastlos um den Bau bemüht, den er aus einer neben der Baustelle selbst errichteten Zelle beaufsichtigt haben soll.
Die Ostwand des südlichen Seitenschiffs und die Südwand des alten Chores zeigen noch vermauerte steinerne Fenster- und Türeinfassungen aus romanischer Zeit. Im späten Mittelalter erfolgten weitere bauliche Eingriffe. Unter anderem erhielt die Südwand des Chores ein großes, zweitteiliges Maßwerkfenster in gotischem Stil sowie einen Außenputz. Der viergeschossige Turm bekam in der Zeit des Barock einen neuen, von älteren Scharten- und jüngeren Schallfenstern abgesehen, nahezu fensterlosen Oberbau mit achteckiger Helmpyramide. Er trägt drei Glocken des 15. Jahrhunderts, von denen eine der Jungfrau und Märtyrerin Agnes gewidmet ist. Ab dem 16. Jahrhundert fungierte St. Agnes als Filiale von St. Peter in Zülpich. 1803 stieg sie zum Mittelpunkt einer selbständigen Sukkursalpfarre (Hilfspfarre) Lövenich auf.
Heute springt vor allem die 1922/23 durchgeführte, für eine Dorfkirche ungewöhnliche Erweiterung der vormaligen Seitenschiffe zu einem großen, in Nordsüd-Richtung sich neu erstreckenden Hauptbau ins Auge. Dazu wurde das nördliche Seitenschiff abgebrochen. In der Außenwand des neuen Chores
findet sich ein „Lapis primaris“ (Grundstein), datiert „A. D. 1922“. Den Erweiterungsbau führte der Bauunternehmer Philipp Schlösser aus Niederelvenich aus. Er verwandte dabei Bruchsteine aus den nahen Steinbrüchen bei Bürvenich, Floisdorf und Eicks. Mit der Verlegung des Chors nach Norden wurden die Ausrichtung des alten Baus und seine ursprünglichen Proportionen völlig verändert: Die äußere Gestalt der Kirche bestimmt seither der mächtige Erweiterungsbau, ein Bruchsteinsaalbau mit kurzen Querflügeln und seinem ins Auge fallenden, asymmetrischen Giebel. Die verschiedenen Dachflächen sind ebenso wie der Turmhelm modern verschiefert.
Im Inneren ist der moderne, tonnengewölbte Bau verputzt. Der neue Chor hat eine korbbogige Apsis. Sein Hochaltar wurde 1925 wie sein historischer Vorgänger in barockem Stil gestaltet. Er ist der heiligen Agnes als Kirchenpatronin gewidmet. Auch der bei einer großangelegten Sanierung des Innenraums der Kirche 1963/64 restaurierte Predigtstuhl von 1925 zeigt eine Abbildung der Heiligen. Der Altar erhielt bei dieser Gelegenheit einen neuen Tabernakel, der durch den Metallbildhauer Jakob Riffeler aus Köttingen geschaffen wurde. Das umgestaltete Südschiff, das vor allem in der Höhe erweitert wurde, trägt im Inneren die Orgelempore. An der Rückwand zum alten Chor unter der Empore verbaut ist eine Grabplatte Rudolfs von Keverberg (+1675),
einst Eigentümer der Burg Linzenich. Ein spitzbogiger Triumphbogen markiert den alten Chor, jetzt Seitenaltarbereich. Der dortige Barockaltar wurde 1756 durch den Mechernicher Schreinermeister Leopold Cörner und dessen Söhne fertiggestellt. Heute schmückt ihn eine Skulptur des Seligen Joseph von Lövenich, geschaffen durch den Schwerfener Bildhauer Franz Kött. Im Chorgeviert zeigt das Kreuzgratgewölbe die wieder freigelegte, figürliche Fassung
der Entstehungszeit. Der Hauptraum ist tonnengewölbt. Ein 1830 hinter dem alten Chor angesetzter Sakristeibau wurdedurch einen 1923 seitlich des neuen Chors errichteten Neubau funktionslos. Seit 1968 dient die „alte Sakristei“ zur Präsentation archäologischer, kunst- und heimatgeschichtlicher
Objekte aus Kirche und Ort.
Eine Besonderheit stellen die mit abstrakten, aber beziehungsreichen Darstellungen von Tieren und Menschen geschmückten Türklinken der Eingangstür, der Sakristei- und der Chortüren dar. Die Griffe an der Eingangstür im Turm sollen etwa die Kölner Originale Tünnes und Schäl darstellen.

Text: Hans-Gerd Dick


Die Marien- und Bruder Klaus-Kapelle in Linzenich

Die Marien- und Bruder-Klaus-Kapelle ist seit Oktober 1997 Ruhe- und Besinnungspunkt für die Gläubigen aus Linzenich und Lövenich. Die Initiative zum Bau der Kapelle ging vom ehemaligen Pfarrer Cornelissen aus. Dank der tatkräftigen Mithilfe der Dorfbewohner konnte die Kapelle nun im Oktober 1997 eingeweiht werden.
Seitdem ist die Kapelle aufgrund ihrer schönen Lage Anlaufpunkt für viele Leute, die Ruhe suchen und ein stilles Gebet sprechen wollen. Der Standort ist sehr gut gewählt. Rechts wird sie von einer uralten Eiche und links von einer im Hang liegenden Pferdekoppel flankiert.

 

Wegekreuze

In Linzenich und Lövenich finden wir auch einige Wegekreuze, die von der Dorfbevölkerung mit erheblichem finanziellen Aufwand in eigener Regie restauriert wurden. Sie werden bei den Prozessionen von den Gläubigen farbenprächtig geschmückt. In Linzenich finden wir ein Kreuz gegenüber der Burg und eines am Kindergarten. In Lövenich steht ein Kreuz in der Nähe der Stelle, wo früher die alte Schule stand.