Gottesdienste

Orgel St. Margareta Hoven

Die Orgel in der Pfarrkirche St. Margareta, Hoven, war zuerst für die Pfarrei St. Anna in Köln-Ehrenfeld von der Orgelbaufirma Johannes Klais (Bonn) 1912 als Interimsorgel gebaut worden. Über die ursprüngliche Disposition der Orgel ist nichts bekannt. Die pneumatisch gesteuerte Kegelladenorgel musste 1930 einer Multiplexorgel von der Firma Romanus Seifert weichen und wurde an die Nachbarpfarrei St. Barbara verkauft.

Die vermutlich schon veränderte Disposition lautete im Jahr 1957:

I. Manual (C – a''')

Bordun                                   8'

Praestant                                4'

II. Manual (C-a''') Schwellwerk

Salicional                                8'

Flöte Octaviante                    4'

Larigot                                         1 1/3'

Pedal (?)

Subbaß                                 16'

Violoncello Tr.  II                  8'

Flöte Tr. II                             4'

Koppeln:

Norm-Kop, Sub II-I,

Sup I, Sup II/I, Bass-Accent

Larigot 1 1/3'war ehemals ein schwebendes 8'- Register  (Vox coelestis?) ab c°.

Im Jahre 1965 wurde die Orgel durch eine neue Klais-Orgel mit 29 Registern ersetzt. Herrn Architekt Karl Josef Ernst ist es zu verdanken, dass durch seine Vermittlung die Pfarrei St. Margareta in Hoven die Orgel aus St. Barbara kaufte. Der Orgelbauer Josef Weimbs setzte die Orgel instand und baute das Werk in das bereits vorhandene Orgelgehäuse von 1932 ein. Im zweiten Manual tauschte er Larigot 1 1/3' gegen eine Quinte 2 2/3' aus. Das Gehäuse wurde bei dem Neubau des Turmes von dem Zülpicher Orgelbauer Josef Breuer entworfen. Die frühere Orgel in St. Margareta ging beim Einsturz des Turmes 1919 verloren. Bis zum Einbau der Orgel aus St. Barbara nutzte man ersatzweise ein Harmonium. Die Orgelbaufirma Peter Berretz aus Eschweiler führte 1995 eine Generalüberholung der Orgel durch und ersetzte die Quinte 2 2/3' durch einen Schwiegel 2'. Die Instandsetzung der Orgel befürwortete der Orgelsachverständige Prof. Hans-Dieter Möller, weil in der Diözese Köln nur noch wenige Orgeln mit einem pneumatisch gesteuerten Kegelladensystem vorzufinden sind. Der „Bass-Accent" ist eine seltene Einrichtung. Mit dieser Basskoppel P/I können die Register des Pedals im Manual gespielt werden.

 

Die Disposition der heutigen Orgel lautet:

I. Manual (C-a''')

Bordun                       8'

Praestant                     4'

II. Manual (C-a''')

Salicional                    8'

Flöte                           4'

Schwiegel                   2'

Pedal (C-d')

Subbass                     16'

Violoncello                 8'

Koppeln:

II/I, Suboktav II/I, Superoktav II/I, Superokatv I

I/P, II/P, Bass-Accent P/I

Quelle: Johannes Klais, Ein rheinischer Orgelbauer und sein Schaffen, von Horst Hodick

Pfarrarchiv