Gottesdienste

Samstag, 23. September 2017
09:00 Hl. Messe
17:00 Sonntagvorabendmesse

JG Pfr. Joseph Weijnen (?11.09.2006) Tellersammlung an der Kirchentür ist für den Josefspfennig bestimmt

17:00 Sonntagvorabendmesse

unter Mitwirkung der Jugendchöre Rösrath, Heidkamp und Zülpich

Orgel St. Nikolaus Füssenich

Über den Erbauer der Orgel existieren keine gesicherten Aufzeichnungen. Es wird vermutet das Balthasar König aus Münstereifel ein einmanualiges Werk (Manualumfang C, D-c''') mit angehängtem Pedal in der St. Nikolaus Kirche errichtet hat.

Am 15. August 1871 reichte der Kirchenvorstand einen Kostenvoranschlag mit einer Summe von 800 Talern, die eine bloße Orgelreparatur bei weitem übersteigt, beim Generalvikariat Köln ein. Die Genehmigung erfolgte bereits am 23. August 1871. Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten wurden von den Gebrüdern Kalscheuer aus Nörvenich ausgeführt. Dabei sind wahrscheinlich 11 Register von der bereits vorhandenen Orgel wieder verwendet worden. Die Windladen für die zwei Manuale und das Pedal wurden neu hergestellt.Der Einbau des Oberwerkes erfolgte an der gleichen Stelle. In der vorherigen Balgkammer hinter dem Prospektsockel fand das neue Unterwerk seinen Platz. Zur klanglichen Verbesserung wurde das Untergehäuse an vier Stellen durchbrochen. Das selbstständige Pedal errichteten die Orgelbauer hinter dem Oberwerk und darunter erhielt der Magazinbalg seinen Platz. Durch die Erweiterungsarbeiten verlängerte sich das Gehäuse um ca. 1,60 m nach hinten.

Die Disposition der Orgel von 1871 hatte folgende Aufstellung:

Oberwerk, I. Manual (C-f ''')

1. Principal               8'         C-F Holz innen, Fis-gis° Prospekt, ab a° auf der Lade

2. Bordun               16'        C-h° Holz, Fortsetzung Metall

3. Gamba                  8'         C, Cis Zink, ab D Metall

4. Gedackt                8'         C-H Holz, ab c° Metall

5. Oktave                  4'         C, Cis Zink, ab D Metall

6. Quinte             2 2/3'        C, Cis Zink, ab D Metall

7. Oktave                  2'         C, Cis Zink, ab D Metall

8. Cornett 4fach                   ab g°, hinter dem Prospekt hochgebänkt

9. Mixtur  3fach       2'         C: 2',c°: 2 2/3', C': 4', C'': 5 1/3'

10. Trompete              8'         Metall

Unterwerk, II Manual (C-f ''')

11. Principal               4'         C, Cis Zink, ab D Metall

12. Fernflöte               8'         C-H zusammen mit Gedeckt 8' (Nr. 13) Metall

13. Gedeckt                8'         B/D, C-H Holz, ab c° Metall

14. Flauto traverso     8'         ab g°, ab gis' überblasend, Metall

15. Salicional              8'         Metall

16. Quinte             2 2/3'        ab c° Metall

17. Flauto                   4'         C- dis' gedeckt, e'-h'' Rohrflöte, ab c''' zylindrisch offen

18. Oktave                  2'         Metall

19. Clarinette              8'         D, ab c' Metall, aufschlagende Zungen

Pedal (C-c')

20. Subass                 16'        Holz

21. Oktavbass            8'         Holz

22. Violon                   8'         Zink

23. Posaune              16'        Zink

Pedalkoppel I/P, keine Manualkoppel

 

Die Restaurierung der Orgel erfolgte 1972 durch die Orgelbaufirma Josef Weimbs in Hellenthal. Die jetzige Disposition der Orgel lautet:

Oberwerk, I. Manual (C-f ''')

1. Principal                            8'

2. Bordun                            16'

3. Gamba                               8'

4. Gedeckt                             8'

5. Oktave                               4'

6. Quinte                                2 2/3'

7. Oktave                               2'

8. Cornett 4fach

9. Mixtur  3-4fach                1 1/3'  teilweise neu

10. Trompete                           8'        neu

Unterwerk, II Manual (C-f ''')

11. Salicional                          8'

12. Flauto traverso                 8'        ab g°

13. Gedeckt                            8'        D/B

14. Flauto                               4'

15. Principal                           4'

16. Oktave                             2'

17. Rauschpfeife        1 1/3'+ 1'        neu

18. Terz                             1 3/5'       neu

19. Rohrschalmey                  8'        neu

Pedal (C-c')

20. Subass                              16'

21. Oktavbass                          8'

22. Oktavbass 2fach         4'+ 2'        neu

23. Posaune                          16'        neu

Koppeln

II/I, I/P, II/P

Quelle: Historische Orgeln im Stadtgebiet von Zülpich, Dr. Franz-Josef Vogt