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Die Feier der Taufe

Taufkapelle in St. Engelbert

Im alten und neuen Testament lesen wir von der Heilsgeschichte Gottes mit seinem Volk bis hin zu Jesus, in dem sie sich erfüllt.

Fasst man die biblischen Reichtümer zusammen, die auf die Taufe hindeuten, so kann man sagen, dass die Taufe ein Sakrament des Glaubens ist, eine lebendige Gemeinschaft mit Christus, der gestorben und auferstanden ist. In ihm erhalten wir das Geschenk der Kindschaft, des Geistes, des Erbes am Reich Gottes. In der Taufe wird man Jünger Jesu, glaubt an ihn, versucht mit ihm zu leben, so wie er es uns vorgelebt hat. Auch wer nicht um ihn weiß, aber von Herzen auf der Suche ist, erhält damit die so genannte Begierdetaufe.

 

 

Auf die Taufe wird man in den so genannten Scrutinien vorbereitet. In ihnen wird der Täufling stufenweise an das Sakrament herangeführt. Bei Erwachsenentaufen finden sie noch heute an verschiedenen Tagen statt; bei Säuglingstaufen lassen sie sich noch an einzelnen Elementen ablesen, wie etwa an der Begrüßung der Eltern im Eingangsbereich der Kirche, an den verschiedenen Salbungen und den ausdeutenden Riten nach der Taufe.

Die Salbung mit dem Katechumenenöl ist zur Stärkung des Täuflings gedacht auf seinem Glaubensweg. Die eigentliche Taufe erfolgt durch das dreimalige Übergießen mit dem Taufwasser, wobei der Taufende die Worte spricht:

 

N., ich taufe dich im Namen des Vaters

und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

In Notfällen kann jeder diese Worte sprechen und gültig mit Wasser taufen.

Bild: Sarah Frank

Die Verbundenheit mit Christus wird uns in diesem Sakrament geschenkt. Wir sind auf den Tod und die Auferstehung Christi hin getauft. Die anschließende Salbung mit dem Chrisamöl ist Zeichen dieser Verbundenheit. Als Adoptivkinder Gottes wird uns Anteil an seiner Königswürde geschenkt; wir gehören ihm nun für immer an. In der Erinnerung an unsere eigene Taufe ermahnen wir uns in dieser Würde und in dieser Freude zu leben, denn wir sind geliebte und geschätzte Kinder Gottes.

 

Das weiße Kleid der Taufe zeigt uns an, dass uns neues Leben geschenkt worden ist. Wir haben Christus angezogen. Stellvertretend für uns trägt der Priester darum die weiße Albe unter dem Messgewand: Erinnerung an unsere Taufe.

 

Die Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet, dem Symbol der Auferstehung Jesu. Bei Erstkommunion, Firmung und Eheschließung kann sie brennen und so die Verbindung mit diesem Sakrament ausdrücken.

 

Gemeinsam beten wir das Vaterunser, stellvertretend für das Kind. Wir dürfen Gott Vater nennen.


Die Feier endet mit dem Segen über die Mutter, den Vater, die Paten und alle weiteren Anwesenden. Machen wir uns bewusst: Kinder sind Geschenke Gottes, den Eltern anvertraut worden von Gott.

 

T. Kuhl