Bild: Friedbert Simon

Fest der Auferstehung

Ostern ist das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten. Bereits die ersten Christen müssen eine Jahresfeier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi gekannt haben.
Die Auferstehung Jesu wird als Sieg über den Tod gefeiert und ist das Fundament des christlichen Glaubens. Mit dem Auferstehungsglauben verbindet sich für die Christinnen und Christen die Hoffnung, dass nicht der Tod das letzte Wort über das Leben des Menschen hat: „Uns Christen droht nicht der Tod. Was uns ‚droht’, ist die Auferstehung.“ (J. Calderón)
Die Osternacht ist darum auch eine Feier des Lebens.
 
Mit der Osternacht beginnt die Osterzeit, die fünfzig Tage bis zum Pfingstfest dauert. Auch jede Sonntagsmesse gilt als Osterfeier, als Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi.
 
Peter Weidemann
Quelle: Online-Lexikon Kirche und Religion: www.bistum-erfurt.de/lexikon
 

"Auferstehung des Fleisches"

 

... dieser Glaubensartikel ist seit allen Zeiten in der Diskussion.

 

Puristen haben das Wort „Fleisch“ aus dem Credo als `nicht sittsam genug´ entfernt, mit dem Erfolg, dass nun in diesem Lebensbekenntnis viermal von den Toten die Rede ist und ein fünftes Mal von „gestorben“.

 

Dieser Tod war die höchste Tat des Lebens und der Liebe und damit der Sieg über alle Feinde des Lebens. Eine fleischlose Seele ist kein Mensch und Reinkarnation würde uns nie aus der Schleife der Verfallenheit an den Tod erlösen können. Die berechtigte Hoffnung hängt an der Auferstehung Christi, ohne die aller christlicher Glaube nichtig ist.

 

       „Seht meine Hände, seht meine Füße“.    

        Ich  bin  es.

„Tastet mich an und erkennt: ein Geist hat nicht Fleisch noch Bein, wie ihr an mir seht“ (Lk 24,24,39 ).

 

Wann sich dieses Wunder an uns vollziehen wird, darüber zu spekulieren ist müßig. Wie die Ereignisse sich jenseits von irdischer Zeit nach dem Tod abspielen, weiß nur Gott allein. Die Ostergeschichten bezeugen die leibliche Erscheinung, aber nicht mehr gebunden an Raum und Zeit, nicht mehr seinem materiellen Aussehen preisgegeben, sondern frei, sich nach Belieben erkennen zu geben. Unser Bekenntnis an die Auferstehung des Fleisches hängt an diesem seidenen Faden.

 

Wesentlich ist, das Jesus seine Wundmale zeigt: Hände, Füße, bei Johannes, für den ungläubigen Thomas, auch seine Seite. Sind wir nicht alle auch ein kleiner Thomas? Es dient nicht nur zur Identifikation (die Emmausjünger erkennen ihn anders: am Brotbrechen), sondern zum Beweis, dass alles irdische Leiden  verklärt wird in leuchtendes ewiges Leben. Kein Leiden war so tief und keines hat so endgültigen Sinn gehabt, wie das Kreuz des Herrn. Keinesfalls kann es nur als etwas Vergangenes angesehen werden, jeder tägliche Schmerz, alles menschliche Leiden, alle menschliche Not findet hier seinen letzten Sinn. Welch wunderbares Glaubenswissen schenkt uns der Herr am Kreuz. Alles Grauen der Weltgeschichte holt niemals ein, was auf Golgotha  die Verlassenheit Gottes durch Gott war, aber alles wird in es hinein geborgen. Am Ende werden alle Tränen abgewischt und Gott wird alles in allem sein und siehe ich mache alles neu!

 

In dieser Freude wünsche ich Ihnen   „ GESEGNETE  OSTERN „

Ihr Diakon Jürgen Wies