Was kann ich tun?

Es gibt für uns alle ein breites Spektrum an Möglichkeiten, ehrenamtlich tätig zu werden. Denken Sie etwa an Hilfe in den Heimen, an Hausaufgabenhilfe, Freizeitangebote, an Sprachkurse, Hilfe beim Verfassen von Briefen, vielleicht beim Ausfüllen von Formularen, Begleitung zu Ämtern etc. Nicht jeder kann alles, aber wir haben unterschiedliche Fähigkeiten, Begabungen und Ausbildungen, die wir für unsere neuen Nachbarn einsetzen können.

Bleibt noch die Frage, wie und wo man seine Hilfe sinnvoll anbieten kann, wo doch so viele Vereine, Verbände, Institutionen und Gremien bereits in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. Auch unser Erzbischof, Kardinal Woelki, hat mit der Aktion „Neue Nachbarn“ eine Aktion zur Hilfe für Flüchtlinge ins Leben gerufen.

 

Ansprechpartner für Helfer

 

Bei uns in Solingen gibt es mit dem Caritasverband Wuppertal/Solingen e. V. bereits eine Organisation, die seit Jahren im Bereich der Flüchtlingshilfe tätig ist und über große Erfahrung verfügt. Hier sind auch Ehrenamtliche engagiert, die entsprechend informiert und qualifiziert werden, so dass im Dekanat Solingen die Angebote, die auf Gemeindeebene oder von Einzelpersonen entwickelt werden, in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband durchgeführt werden können. Denn es ist nicht sinnvoll, „einfach so“ ohne vorherige Klärung des Bedarfs „loszulegen“, wie gut auch immer Ihre Idee zur konkreten Hilfe sein mag.


Es stehen Ihnen

  • Herr Wendel Orner (wendel.orner ät caritas-wsg.de; 0212-23134912) und
  • Frau Xenia Furaew (xenia.furaew ät caritas-wsg.de; 0212-23134917)  gerne zur Verfügung.

Außerdem können Sie in unserem Pastoralbüro (sc ät kathsg.de) weitere Auskünfte zu Ansprechpartnern erhalten. Überlegen Sie doch, was Sie konkret tun können, damit Menschen, die in ihrer Not bei uns Zuflucht und eine neue Heimat suchen, ein gutes Zuhause finden.

 

Unsere neuen Nachbarn sind Flüchtlinge

Die Zahl und vor allem die damit verbundene Not ist riesig: Weltweit sind mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen aus unterschiedlichen Gründen: Krieg, politische oder religiöse Verfolgung, Heimatlosigkeit, Perspektivlosigkeit. Aber wenn sie bei uns angekommen sind, ist ihre Not nicht beendet. Sie haben zuvor Schlimmes erlebt, das sie verarbeiten müssen und das ihr weiteres Leben belasten wird. Zudem ergeben sich viele neue Herausforderungen und Probleme, die sie nur schwer und nicht allein bewältigen können.

Nach dem Stand vom Beginn dieses Jahres (Pressemitteilung der Stadt Solingen vom 19.01.2015) lebten in unserer Stadt 1801 Flüchtlinge. Davon besaßen zu diesem Zeitpunkt 538 Menschen eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung. Sie leben in der Regel schon mehrere Jahre hier und bewohnen privaten Wohnraum. 689 Menschen wohnten zum Stichtag in elf städtischen Einrichtungen für Flüchtlinge, weitere 574 Personen lebten in privatem Wohnraum. Zum Vergleich: Zu Beginn des Jahres 2014 lebten 425 Menschen in städtischen Flüchtlingseinrichtungen. Für dieses Jahr ist mit einem weiteren Anstieg der Zahlen zu rechnen.

Die Stadt Solingen wird daher drei weitere Wohnheime einrichten. Es ist aber auch klar, dass der Wohnraum knapp ist. Mehrfach wurde bereits von Seiten der Stadt aufgerufen, Wohnraum oder auch Bauland zur Verfügung zu stellen. Die Kirchenvorstände von St. Engelbert und St. Michael, die in ihrem Bestand freistehenden Wohnraum verwalten, haben diesbezüglich bereits mit den Ansprechpartnern in der Verwaltung Kontakt aufgenommen.

 

Ulrike Spengler-Reffgen

in "MiNor Spektrum", Pfingsten 2015