Taufe - nur ein Anfang

Bild: Martha Gahbauer

Ein Kind kommt zur Welt! Für die meisten Eltern ist das ein entscheidender  Punkt im Leben – erst recht, wenn es das erste Kind ist. Da soll alles vorbereitet sein, und das Kleine soll einen optimalen Start ins Leben haben. Einiges wird bereitgestellt.

Und wenn man nichts auslassen will, dann soll das Kind irgendwann auch getauft werden. Ein Grund zum Feiern und ein Anlass, um das Kind in der Familie und im Bekanntenkreis offiziell willkommen zu heißen.

Bei manchen Eltern hört man: „Das Kind soll später selber entscheiden, und es wird deshalb nicht getauft." Öfter hört man aber: „Es kann nicht schaden, und wenn z.B. Großeltern darum bitten, tun wir es."Oder: „Irgendwie soll das Kind doch dazu gehören, und im Grunde sind Werte, die im Christentum stecken, ja ganz sinnvoll."

 

So wird dem neuen Erdenbürger neben manch anderen Geschenken auch die Mitgliedschaft in der Kirche in die Wiege gelegt. Doch wie bei manchem, was man dem Kind mit auf den Weg gibt, kommt es nicht so sehr darauf an, dass man es hat, sondern darauf, dass man es auch nutzt.

Bei einer Zahnbürste wird das allen schnell klar. Auch eine Kauzahnbürste für noch zahnlose Babys hat nur Sinn, wenn sie auch benutzt wird. Und eine regelmäßige Zahnpflege lernen die Kleinen kaum ohne das Vorbild der Eltern.

Mit der Taufe verhält es sich ähnlich wie mit der Zahnbürste. Die Werte, aber auch die Gemeinschaft und die Möglichkeit neue Freundschaften zu schließen, werden sich nur einstellen, wenn man das, was die Kirche bieten kann, auch nutzt.

Doch es ist mit der Taufe und dem Christsein so wie mit der geschenkten Zahnbürste.Man muss das Geschenk auch nutzen – und nicht erst irgendwann später auspacken.

Aber anders als beim Zähneputzen stehen hier Eltern wie Großeltern oft vor Fragen und Herausforderungen, mit denen sie selber nicht so recht klar kommen. Aber keine Angst: Guter Rat ist hier nicht teuer.

Nehmen Sie uns in Anspruch!!

Klaus Große-Rhode, Pastoralreferent