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Die Orgeln von St. Venantius, Röttgen

Sonreck-Orgel

Sonreck-Orgel von St. Venantius
Sonreck-Orgel von St. Venantius

Die Orgel der Venantiuskapelle darf als ein Kleinod des rheinischen Orgelbaus angesehen werden. Das lange Zeit in Vergessenheit geratene Instrument wurde 1875 von dem damals vielbeschäftigten Orgelbauer Franz Wilhelm Sonreck mit Schleifladen, mechanischer Traktur, 1 Manual (Umfang: C - f3, weiße Unter-, schwarze Obertasten), angehängtem Pedal (Umfang: C – g0 = 20 Tasten) und 7 klingenden Registern erstellt [Fotokopie des Schreibens des Orgelsachverständigen Hans Hulverscheidt an die katholische Kirchengemeinde Christi Auferstehung vom 15.11.1984 aus dem Besitz von Hubert Hofer, Röttgen]. Der Prospekt der auf der Südseite der Empore in einer Nische aufgestellten Orgel zeigt eine gerade Fläche mit drei Feldern aus Zinkpfeifen, die wahrscheinlich nach dem Ersten Weltkrieg eingesetzt wurden. Der Spieltisch ist auf der linken Seite angebracht, seine Registerzüge befinden sich oberhalb des Notenpultes. Die alten Registerschilder aus Porzellan fehlen zum Teil und sind durch Zettel ersetzt. Die Pedalklaviatur ist ungenau zum Manual positioniert und nach keiner bekannten Norm erbaut. Bis heute wurden Instandsetzungsarbeiten an dem unbekannten Sonreck-Werk nicht durchgeführt, so dass man es als nahezu unangetastet bezeichnen kann.

 

Manual Pedal

Principal 8' Holz/Zink Prosp.

Bourdon16' Metall

Gamba 8' Metall

Fernflaut 8' Metall ab C0

Gedackt 8' Baß C-H Holz

Gedackt 8' Disk. Metall

Oktav 4' Metall

Cornett 3 f. Metall ab C1 (2 2/3', 2', 1 3/5')
 

angehängt

Klais-Orgel

1988 wurde neben der in der Seitennische stehenden Sonreck-Orgel die ehemalige Orgel der Christ-König-Kirche in Beuel-Holzlar aufgestellt. Diese Orgel dient heute zur Begleitung des Gemeindegesangs.

Diese Orgel aus der Werkstatt der Firma Johannes Klais [Schriftliche Mitteilung des Organisten K. J. Bahmann. Holzlar 1989], Bonn, wurde im September 1955 in der Pfarrkirche Christ-König und genügte den damaligen Vorstellungen und technischen Möglichkeiten. Dabei handelte es sich nicht um ein für den Kirchenraum speziell angefertigtes Instrument, sondern um eine sogenannte Typenorgel, die man für verschiedene Kirchen in den 50er Jahren erstellte. Die Holzlarer Orgel wurde 1983 einer Überholung unterzogen, bei der sich erhebliche Mängel zeigten, die wiederum mehrere Reparaturen erfordert hätten. So entschloss man sich, einen Orgelneubau durchzuführen. Die Klais-Orgel, Opus 1102, hat einen offenen, aus Holz- und Metallpfeifen bestehenden Prospekt, elektrische Trakturen, einen freistehenden Spieltisch mit 2 Manualen (Umfang: C - g3, weiße Unter-, schwarze Obertasten), Pedal (Umfang: C - f1) und 8 klingende Register (davon 2 Transmissionen).

 

1. Man. (Hauptwerk) 2. Man. (Schwellwerk) Pedal Spielhilfen

Gedackt 8'

Principal 4' Prosp.

Gemshorn 2'

Weidenpfeife 8'

Quintadena 4'

Principal 2'

Mixtur 2-3f. 1 1/3'

Subbaß 16'

Gedacktbaß 8' Transm.

Baßflöte 4' Transm.

Koppeln II-I, I-P, II-P, Sub II-I

Handregister

2 Freie Kombinationen

Tutti - Festkombination

Auslöser

 

Quelle: Jurgilewitsch, Peter & Wolfgang Pütz-Liebenow: „Die Geschichte der Orgel in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis“, Bonn, 1990, S. 117-118.
Bildquelle: Jurgilewitsch, Peter & Wolfgang Pütz-Liebenow: „Die Geschichte der Orgel in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis", Bonn, 1990, Bildteil, Abb. 21.