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Die Orgel von St. Michael, Weststadt

Orgelgeschichte

Aus den Unterlagen der Firma Klais geht hervor, dass bereits knapp zwei Jahre nach der Weihe der Kirche im Juli 1955 die 1937 von der Firma für die Aula der ehemaligen Pädagogischen Akademie erbaute Orgel, Opus 871, hier aufgestellt und im Kirchenraum intoniert wurde [Archiv des Hauses Johannes Klais Orgelbau, Bonn: Opusmappe 937].

Das mit Kegelladen und elektrischen Trakturen ausgestattete Werk hatte einen freistehenden Spieltisch, 2 Manuale (Umfang: C - g3), Pedal (Umfang: C – f1) und 30 Register (davon 1 Transmission und 4 kombinierte).

1960 wurde die Orgel abgebaut, gereinigt, überholt und erneut in der Aula der Pädagogischen Akademie aufgestellt.

 

Das heutige Orgelwerk

Orgel der Kirche St. Michael
Orgel der Kirche St. Michael

Das heute vorhandene Instrument in Endenich, Opus 937 von Johannes Klais Orgelbau, Bonn, besteht im Wesentlichen aus den Resten des Pfeifenmaterials der 1940 neuerbauten und im Zweiten Weltkrieg zerstörten Orgel des Bonner Münsters, wo sie als Zwischenlösung bis zum Bau der heutigen Münsterorgel verblieb.

1961 gelangte sie nach Umbau und Erweiterung nach Endenich, wo sie ihren Platz auf der linken Seite der Orgelempore erhielt.

Das gehäuselose Instrument hat zwei Ansichten: zum einen der aus Kupferpfeifen bestehende Frontprospekt, zum anderen der Seitenprospekt aus Holzpfeifen. Die Kupferpfeifen sind in zwei harfenförmige Gruppen unterteilt, eine Form, die sich auch in der Seitenansicht wiederfindet.

Das Werk hat 2164 Pfeifen, der Spieltisch (weiße Unter-, schwarze Obertasten) befindet sich freistehend an der Emporenbrüstung. Die Orgel hat 2 Manuale (Umfang: C - g3), Pedal (Umfang: C – f1) und 30 klingende Register.

 

1. Man. (Hauptwerk) 2. Man. (Positiv) Pedal Spielhilfen

Quintadena 16'

Principal 8'

Rohrflöte 8'

Gemshorn 8'

Octave 4'

Flöte 4'

Quinte 2 2/3'

Superoctave 2'

Sifflöte 1 1/3'

Mixtur 4-5f.

Cymbel 4f.

Trompete 8'

Kopftrompete 4'

Gedacktpommer 8'

Quintadena 8'

Salicional 8'

Principal 4'

Blockflöte 4'

Spitzflöte 2'

Octävlein 1'

Sesquialter 2f.

Scharff 6f.

Krummhorn 8'

Principalbaß 16'

Subbaß 16'

Offenbaß 8'

Gedacktbaß 8'

Choralflöte 4'

Rauschpfeife 2f.

Posaune 16'

Normalkoppeln II-I, I-P, II-P

1 Tremulant (2. Manual)

Handregister

2 Freie Kombinationen

Zungenabsteller

Tutti - Festkombination

Schwelltritt

Auslöser

 

Quelle: Jurgilewitsch, Peter & Wolfgang Pütz-Liebenow: „Die Geschichte der Orgel in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis“, Bonn, 1990, S. 83-84.