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Warum soll ich spenden?

Über Engagement und Spendermotive

 

Wenn hier die von Einzelnen, von Gruppen oder auch von der ganzen Gemeinde geförderten Projekten vorstellt werden, sollte auch einmal der Frage nachgegangen werden, was eigentlich „Engagement“, „Spenden“, „Fördern“ ist, und welche Motive dafür maßgeblich sind. Wo hat dieses Tun seine Grundlage- auch in religiöser, biblicher Hinsicht-, und wie weit geht dieses Tun in der Geschichte zurück. Diese Spurensuche ist nicht Selbstzweck, sondern sie soll den einzelnen Leser dieses Heftes ansprechen, motivieren und aktivieren zu eigenem Tun.
Es hat zu allen Zeiten und in allen Regionen dieser Erde Hilfsbedürftige gegeben, die sich nicht selbst helfen konnten, und denen andere Menschen Unterstützung gewährten. Schon Plato und Aristoteles erwähnten den wohlhabenden Menschenfreund (Philanthrop), der aus reiner Menschenfreundlichkeit anderen Mitmenschen Unterstützung gewährt.
Die meisten Kulturen sahen „das Geben für einen guten Zweck“ als eine sittlich gebotene Handlung für einen von der Gesellschaft geschätzten Menschen an.
Früher hieß dies Almosen geben, Mildtätigkeit üben, Barmherzigkeit gewähren. Spenden, Almosen gaben früher Wohlhabende wie z. B. der Adel, für den es eine historische Selbstverständlichkeit war, sich für Hilfsbedürftige einzusetzen. Demgegenüber sind heute alle Bevölkerungsschichten beim Spenden vertreten.
Adressaten der Spenden waren früher Bettelmönche, Kranke, Kinder, Behinderte und auch alte Menschen, die noch keine Rente erhielten.


Während früher die Geldspenden meist direkt dem Lebensunterhalt (Nahrung, Kleidung) von Bedürftigen dienten, geht es heute mehr darum, den Hilfsbedürftigen durch die Förderung von Projekten (wie z.B. Bau von Brunnen, Bildungsmaßnahmen für eine Berufsausbildung, Unterweisung in landwirtschaftlichen Produktionsweisen) selbst in die Lage zu versetzen, für seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie sorgen zu können. Dies geschieht
nach dem Motto: „Wenn ich Hunger habe, gib mir keinen Fisch, gib mir die Angel.“
Das Almosengeben hat eine bibliche Grundlage sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament (AT/NT). So heißt es im Buch Tobit (4,7-11): „Allen, die gerecht handeln, hilf aus Barmherzigkeit mit dem, was du hast ...“ Im Buch Ester werden die Juden aufgefordert, anlässlich des Purimfestes, den Armen Geschenke zu machen. Weitere Fundstellen im AT sind in Spr.22,9 – Sir. 7,33-18,15 - Dan.4,24. Im NT finden sich zahlreiche Schriftstellen, in denen die Christen zu Gaben an Notleidende aufgefordert werden. So heißt es bei Matthäus (5,42): „Wer dich bittet, dem gib“; außer dem Mt. 6,2-4). Bei Lukas (12,33) heißt es: „verkauft eure Habe und gebt den Erlös den Armen“; außerdem Lukas 11,41 - Apg. 3,2-9,36- 10,2 – 10,31- Hebr. 13,16.
Auch in den anderen großen Weltreligionen spielt das Almosengeben eine besondere Rolle. Im Islam gehört das „Almosengeben“ als dritte zu den sogn. fünf Säulen, in denen die religiösen Glaubenssätze und Pflichten der Muslime festgelegt sind. Im Buddhismus erhalten die Mönche ihren Lebens unterhalt nur durch Almosen. Der Hindhu gibt Almosen an die Brahmanen, die Priester oder Tempelhüter. 

 

Auch unser Grundgesetz enthält in Artikel 14 eine deutliche Festlegung, dass Eigentum verpflichtet und dem Wohl der Allgemeinheit dienen soll.
Die Motive für das Spenden oder Engagement für bestimmte Hilfsprojekte sind sehr vielfältig. Häufig gibt es auch eine Kombination verschiedener Motive. Es gibt Beweggründe mehr materieller Art, bei denen der Spender auch eine Art Gegenleistung für sich erwartet. Da neben spielen auch altruistische Motive,
ideelle oder auch religiöse Gründe eine Rolle. Einen Anreiz zum Spenden bietet z.B. die in § 10 EStG vorgesehene Steuerersparnis, die allerdings auch häufig
zusammen mit anderen mehr ideellen Gründen verbunden wird. Kombinationen zwischen Spenden und Gewinnchancen bieten z. B. Lotterien. Auch bei dem Besuch von Benefizveranstaltungen möchte der Spender gleichzeitig etwas für sich als Gegenleistung erhalten. Ein Rückbezug zum Spender besteht auch dann, wenn mit der Spende oder dem Engagement Sozialprestige gewonnen oder das Selbstwertgefühl befriedigt werden soll. Teilweise wird auch unter einer Art von sozialem Druck gespendet nach dem Motto: spenden gehört zu einem verantwortungsvollen Menschen dazu. Auch findet sich das Motiv, die Welt verändern oder verbessern zu wollen. Viele fühlen sich auch für das Wohlergehen ihrer Mitmenschen – sei es aus religiösen Gründen (Mitgeschöpf Gottes) oder auch allgemein menschlichen Gründen – verantwortlich und wollen sich „engagieren“ und dies nicht nur, weil dies in der Gesellschaft positiv bewertet wird.


Manche Spende erfolgt auch aus einem Gefühl der Gerechtigkeit heraus. Wenn es einem selbst gut geht, sollen auch andere an dem Wohlstand teilhaben, die im Leben nicht so viel Glück haben. Das Motiv „Buße tun“, das in frühen Zeiten unter Christen weit verbreitet war, dürfte heute keine mehr so große Bedeutung haben. An seine Stelle ist das Motiv „Nächsten- und Menschenliebe“ getreten. Verantwortung übernehmen für das Wohl meines Mitmenschen, der wie ich Geschöpf Gottes ist, dürfte zu dem Erfolg der großen Hilfswerke der Deutschen Katholiken (u.a. Misereor, Adveniat, Renovabis) beigetragen haben.
Bei Katastrophenfällen dürfte die spontane Hilfe im Vordergrund stehen, so z.B. beim Erdbeben in Haiti oder bei der Tsunami-Katastrophe. Bei letzterem Ereignis kamen allein in Deutschland innerhalb von vier Wochen 100 Millionen EURO an Spendengeldern zusammen. Darin kommt zum Ausdruck, dass die Hilfeleistung keine räumlichen Grenzen mehr kennt. Auch insoweit leben wir im Zeitalter der Globalisierung.

 

Dabei sollten wir einen Spruch aus dem Baskenland bedenken, der lautet:

 

Dem Bedürftigen zu geben, heißt nicht schenken, sondern säen.


Hanni Breuer

Spendenprojekte

Andheri-Hilfe

Die Andheri-Hilfe kann auf mehr als 45 Jahre seit ihrer Gründung zurückschauen. Und fast ebenso alt ist die Verbindung zwischen der Andheri-Hilfe und den Gemeinden Röttgen, Lengsdorf und Ückesdorf. Ob katholisch oder evangelisch, ob alt eingesessen oder neu zugezogen, ob Kindergarten, Jugend- oder Seniorengruppe, ob Kirchengemeinde, Festausschuss oder Schule: das „Engagement für mehr Menschlichkeit“ hat die Menschen in den Gemeinden wie ein Band miteinander verbunden, hat sie vereint.

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Centre de Santé de Gikonko - Ruanda

Unsere Pfarrei unterstützt seit einigen Jahren Frau Dr. Uta Elisabeth Düll, deren Elternhaus in Endenich steht, die hier ihre Jugend verbrachte und für die Endenich ein Stück Heimat ist. Dr. Uta Elisabeth Düll arbeitet seit 17 Jahren als Angehörige des benediktinischen Säkularinstituts St. Bonifatius, das seinen Sitz in Detmold hat, als Ärztin in Ruanda.
Dort leitet sie ein kleines Krankenhaus („Centre de Santé“) in Gikonko im Süden dieses kleinen, aber sehr bevölkerungsreichen Staates (ca. 11 Millionen Einwoh
ner). Ruanda ist etwa so groß wie Rheinland-Pfalz, hat aber bald dreimal so viele Einwohner! Damit ist es das Land Afrikas mit der größten Bevölkerungsdichte. Es liegt mitten im Hochland Afrikas, ein wenig südlich des Äquators zwischen dem Kongo im Westen, Uganda im Norden, Tansania im Osten und Süden sowie Burundi im Süden. 

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NOTEL

Notel Notschlafstelle Logo

Letzte Anlaufstelle in der Not

 

In der Kölner Innenstadt zwischen Maternushaus und St.Ursula liegt das Notel in einem unscheinbaren Haus auf der Victoriastraße.

Im Februar 1990 eröffneten die Spiritaner in ihrem damaligen Provinzialat eine Notschlafstelle für Drogenabhängige.
Aufmerksam geworden auf die Not dieser meist jungen Menschen, die oft total verelenden und nicht wissen, wo sie nachts schlafen können, reagierten sie mit dieser Einrichtung.

Im NOTEL haben Drogenabhängige die Möglichkeit zu übernachten, zu essen, ihre Wäsche zu waschen, zu duschen und auch einmal zur Ruhe zu kommen. Wenn sie dies wünschen, finden sie in den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen Gesprächspartner, die sie ernst nehmen und auf ihre Sorgen und Nöte eingehen.

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