Das Dorf macht die Schule - die Schule macht das Dorf in Madagaskar

Nach vielen Jahren der Unterstützung des Brunnenbauprojektes mit der großen Summe von ca. 35.000 Euro hat sich der Kreis entschlossen, ein neues Projekt zu unterstützen. In enger Kooperation mit Misereor sollte es diesmal ein Bildungsprogramm sein. Die Wahl fiel auf das Projekt: Das Dorf macht Schule – die Schule macht das Dorf in Madagaskar
Madagaskar hat sich vor vielen Jahrtausenden vom afrikanischen Festland getrennt, sodass sich dort eine einzigartige Natur entwickeln konnte.
Viele Tiere und Pflanzen kommen nur hier vor. Madagaskar ist ein sehr vielseitiges Land. In der Tourismusbranche wird es gern als Paradies bezeichnet.

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Doch Madagaskar ist auch geprägt von krassen Widersprüchen: Regenwald und Trockensavanne, Tradition und Moderne, Stadt und Land, einzigartiger Natur und Umweltzerstörung, Reichtum von wenigen und Armut von vielen.
Politisch ist Madagaskar in den vergangenen Jahren nie richtig zur Ruhe gekommen. Endlose und lähmende Querelen, mehrere Regierungswechsel und fehlendes Geld führten das Land und die Menschen immer tiefer in die Armut.
Die staatliche Misswirtschaft offenbart sich besonders im Bildungssektor. Über 50 Prozent der Grundschulen sind geschlossen, die meisten davon im ländlichen Raum. Die Zahl der Analphabeten steigt. Derzeit wird die Einschulungsquote
auf 54 Prozent der schulfähigen Kinder geschätzt - eine Katastrophe für die nachwachsende Generation und damit auch für die Zukunft eines Landes. 1995 begann der Jesuitenpater André Boltz damit, in einigen Dörfern des südlichen Zentralmadagaskar ein Alphabetisierungsprogramm für Kinder aus armen Familienverhältnissen einzurichten, die nicht eingeschult wurden. Er gab dem Programm den Namen “VOZAMA“, was so viel heißt wie: “Retten wir die madagassischen Kinder“. Das Alphabetisierungsprogramm setzt mit seinen Lehrinhalten bei der realen Lebenssituation der Kinder an und bezieht auch die Eltern in hohem Maß in die Programmgestaltung mit ein. Mittlerweile stellt man fest:
Schule verändert das Dorf und seine Struktur, die Menschen, ihre Möglichkeiten und Chancen.

Helfen Sie uns mit durch den Einkauf von fairen Produkten, dass wir dieses Projekt unterstützen können. Der Weltladen im Pfarrheim St. Barbara ist sonntags nach der Messe in St. Barbara ab ca. 12.00 Uhr geöffnet.
Birgit Bartmann