Gottesdienste

Sonntag, 19. August 2018
09:30 Hl. Messe
Montag, 20. August 2018
17:00 Gebetskreis
Dienstag, 21. August 2018
09:00 Hl. Messe

Kirche St. Martinus Solingen - Burg

Kirche St. Martinus
Kirche St. Martinus

Im wahrsten Sinne der Worte, im Schatten von Schloß Burg a.d. Wupper steht die St.Martinus-Kirche, die Pfarrkirche der katholischen Pfarrgemeinde Burg. Die ältesten Teile dieser Kirche, die mit dem umgebenden Friedhof der Gemeinde etwas nordwestlich vom Schloß gelegen ist, gehen auf das frühe Mittelalter zurück. Engelbert II. Graf von Berg (1185-1225), der große Sohn des Bergischen Landes, ließ an dieser Stelle die erste Kirche bauen. Er war nicht nur der Hausherr auf Schloß Burg a.d. Wupper sondern auch Engelbert I. Erzbischof von Köln und Verweser des Deutschen Reiches unter Kaiser Friedrich II. Diese erste Kirche wurde dem Johanniterorden übergeben. Im Jahre 1228 wurde sie als "ecclesia beati Johanni" erstmalig urkundlich erwähnt. Der Orden war bereits von Graf Engelbert I.(†1189) ins Land geholt worden und die Seelsorge im Schloß und in der Gemeinde Burg anvertraut.

Der östlich Teil der heutigen Kirche mit der Apsis stammt aus dieser Zeit. Hier kann man auch den Schatz der Kirche sehen, die schwarzen spätromanischen Säulchen mit Kapitellen aus Kalkstein, verbunden mit Flachbögen. 13 Stammen aus dem frühen 13. Jahrhundert, die beiden vorderen wurden zu Beginn des 19.Jahrhunderts bei einem Umbau zerstört und später im gleichen Stil wieder errichtet (Bild). Das Haupthaus der heutigen Kirche wurde an die Reste der alten St.Johannis Kirche angebaut. Seit der Säkularisierung und der durch sie durchgeführten Enteignung des Ordens wurde die Kirche der Gemeinde übergeben und dem Hl.Martinus gewidmet und geweiht.

Innenraum St. Martinus
Innenraum St. Martinus

Gegen Ende des 30-jährigen Krieges , im Jahre 1648, wurde bei der Beschießung der Burganlage, die von dem kaiserlichen Oberst Heinrich von Plettenberg besetzt gehalten wurde, auch die Kirche schwer beschädigt. Weitere Schäden trug sie im Rahmen der Schleifung der Wehranlagen von Schloß Burg davon. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurden von den Burgern auch Steine des alten Schloßes sowie der zerstörten Kirche für den Wiederaufbau ihrer Pfarrkirche verwendet. in den 1960er Jahren wurde der Putz der Kirche abgeschlagen und man konnte dieses dort anhand der unterschiedlichen Baumaterialien sehr gut erkennen. Der heutige Turm der Kirche wurde erst im Jahre 1771 erbaut, bis dahin hatte sie nur einen kleinen Turmhelm.

Im Rahmen der aufwendigen Sanierungen in den 1960er Jahren wurden auch die Altarfenster in der Apsis erneuert. Peter Hecker (1884-1971), Maler und Glasbildner aus dem rheinischen Türnich wurde mit der Gestaltung beauftragt. Die beiden äußeren stellen die Pfarrpatrone, St.Johannes der Täufer und St.Martinus dar. Das Hauptfenster in der Mitte hat als Thema die Dreifaltigkeit. Hier hat der Künstler das Zeitgeschehen des Entstehungsjahres 1969 in der rechten unteren Ecke verewigt. Dort sieht man in der dargestellten Mondsichel stilisiert die Astronauten der ersten Mondlandung.

An der linken Wand über dem Taufbecken aus dem 12.Jahrhundert findet man zwei barocke Statuen, sie zeigen den Erzengel Gabriel und den heiligen Georg. Beide Figuren sind ca. 1750 entstanden und stammen aus einer rheinischen Werkstatt. Das Kreuz über dem Beichtstuhl stammt aus dem 16.Jahrhundert. An der gegenüberliegenden Seite, über der Tür zur Sakristei befindet sich eine Statue des heiligen Engelbert von Köln. Diese Statue wurde 2006 von der Gemeinde als einfache Bischofstatue angeschafft und mit Hilfe von Engelbert Lodorf (Tischler und Holzkünstler aus Burg) zu dem heiligen Engelbert umgestaltet. Im Rahmen seiner Visitation im März 2007 segnete der Erzbischof von Köln Joachim Kardinal Meisner die Statue.

 

Das klassizistische Gestühl und die Orgel, sowie die von dem Hennefer Bildhauer Manfred Saul(*1932) gestaltete Eingangstür(Bild) stehen unter Denkmalschutz.

 

Die Pfarrer von St. Martinus( ab 1803) / St. Johannes (bis 1803) Burg a. d. Wupper

 
200 Johann Weinseifen 1553 - 1587
Hermann Breuhoff 1587 - 1593
Wilhelm Thammerns 1598 - 1621
Jesuiten (SJ, Die Gesellschaft Jesu) 1621 - 1623
Peter von Hagen 1623 - 1629
Walter Herpertz um 1647
Bellinus Bracke (Minoriten aus Lennep) ab1656
Gratiamus Fischer (Minoriten aus Lennep) bis 1738
Damascenus Betting um 1708
Christian Kramer (Cremer) (Zisterzienser) um 1749
Johann Wolterus Küpper 1750 - 1794
Christian Petrus Kraus 1794 - 1805
Johann Heinrich Dalmatius Fischer 1805 - 1818
Johann Fahlenbrock 1818 - 1822
Gotfried Dreyner 1822 - 1837
Theodor Strerath 1837 - 1852
Carl Schmedding 1852 - 1861
Johann Peter Jansen 1861 - 1870
Heinrich Perpeet 1870 - 1888
Richard Oebels 1888 - 1891
Heinrich Görtz 1891 - 1904
Johann Mathias Jülich 1904 - 1908
Josef Bolten 1908 - 1946
Franz Brors 1946 - 1954
Wilhelm Müller 1956 - 1964
Franz Erasmi 1965 - 1982
Georg Stöber (Pfarrverweser) 1982 - 1997
Dr. Peter Seul 1997 - 2001
Reinhard Friedrichs und Dr. Thomas Vollmer 2001 - 2005
Michael Bock 2005 - 2008
Dr. Ullrich Sellier 2006 - 2016
Dr. Markus Hofmann (Pfarrverweser) 2016

Michael Mohr seit 15.08.2016