Wie viel Zeit beansprucht die Gruppenleitung?

Hildegard Bender

Der Aktionszeitraum erstreckt sich auf den Zeitraum ab Aussendungsgottesdienst bis zum Rückkehrgottesdienst. Das heißt jedoch nicht, dass man jeden Tag der Woche unterwegs sein muss.

Jede Gruppe bekommt ein Gebiet zugewiesen. Die Einteilung, wann welche Straße besucht wird, bleibt jeder Gruppe selbst überlassen. Man kann jeden Tag eine kleine Runde gehen oder einen Marathontag einlegen. In einigen Gebieten liegen Einrichtungen wie z. B. Kindergärten oder Altenheime, die bevorzugt nach Terminabsprache besucht werden sollten. Dies sollte bei der Streckenplanung berücksichtigt werden. Teilweise werden bei der Anmeldung Terminwünsche genannt. Diesen muss nicht entsprochen werden, aber es ist auch für die Sternsinger schöner, wenn sie jemanden antreffen, als bei verschlossener Tür das Haus zu segnen.

Bei der Gebietsaufteilung wird versucht, den Wohnort, das Alter der Kinder, die Gruppengröße, evtl. Handicaps sowie zeitliche Beschränkungen zu berücksichtigen. Wir bemühen uns darum, die Gebietsgröße so zu wählen, dass man für ein Gebiet nicht mehr als 5 Stunden benötigt, wenn alle Haushalte auf der Liste besucht werden (also auch welche, die sich dieses Jahr nicht extra angemeldet haben, aber für gewöhnlich auch ohne Anmeldung besucht werden). Zum Jahreswechsel 2016/17 lag die durchschnittliche Anzahl von erfassten Haushalten pro Gebiet bei 38. Davon waren im Schnitt 30 aktuell angemeldet oder haben ausdrücklich darum gebeten, jedes Jahr auch ohne Anmeldung besucht zu werden.

Auf der anderen Seite müssen wir versuchen, alle angemeldeten Haushalte abzudecken. Wir haben in der Regel so viele Besuchsanmeldungen, dass dies nur dann möglich ist, wenn Gruppen bereit sind, mehrere Gebiete zu übernehmen. Bei der letzten Aktion haben die Gruppen im Schnitt 2 Gebiete übernommen.

Im zugeteilten Gebiet sollte man zumindest die in dem Jahr angemeldeten Haushalte besuchen. Je nach Zeit, die man darüber hinaus investieren kann und möchte, sollten in der Priorität zusätzlich die Haushalte aufgesucht werden:

  1. zu denen man bei Besuch der angemeldeten Haushalte weitergeschickt wird
  2. die immer besucht werden möchten, auch, wenn die Anmeldung vergessen wurde
  3. die sonst noch auf der Liste stehen (auf Grund von Anmeldungen aus den Vorjahren)

Natürlich darf man auch an Türen klingeln, die nicht auf der Liste stehen, wenn man die Zeit dazu hat. Hier sind die Reaktionen der Bewohner jedoch ungewiss. Aus Erfahrung können wir sagen, dass es häufiger vorkommt, dass man freundlich empfangen wird, als dass einem die Tür vor der Nase zugeschlagen wird.

Letztlich hängt die benötigte Zeit auch davon ab, welche und wie viele Lieder mit wie vielen Strophen gesungen werden und welcher Segensspruch aufgesagt wird. Dort, wo die Häuser weiter auseinander liegen, kommt noch der Faktor Geh-Geschwindigkeit hinzu. Mit etwa 5 – 10 Minuten pro Haushalt zzgl. Wegezeiten sollte man rechnen.

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