Liebe: Gott im Straßengraben

Fastenreden 2026

11.03.26, 19:00

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Herz Jesu

Ludwigstraße 56
42105 Wuppertal

Am 11.03.2026 spricht bei der dritten Fastenrede 2026 um 19.00 Uhr in Herz Jesu Dr. Andreas G. Weiß unter der Überschrift "Liebe: Gott im Straßengraben".

Dr. Andreas G. Weiß, Jahrgang 1986, ist Direktor des Katholischen Bildungswerkes Salzburg. Er studierte Theologie, Religionspädagogik und Philosophie in Salzburg. In mehrjährigen Studien-, Forschungs- und Lehraufenthalten in den USA beschäftigte sich Andrea G. Weiß mit dem Verhältnis von Religion, Politik und Gesellschaft, kommentierte die US-Wahlen 2016 und 2020 für deutschsprachige Medien und schreibt regelmäßig in der österreichischen Wochenzeitung "Die Furche".

Fastenreden 2026

Werdet wie die Kinder
Glaube – Hoffnung – Liebe.
Die drei göttlichen Tugenden


Wir leben in unruhigen Zeiten, die uns vor große Herausforderungen stellen – sowohl weltweit als auch in Deutschland, in Wuppertal, in unserer Stadt und in unseren Gemeinden: In Europa herrscht seit Februar 2022 mit dem Angriff Russlands gegen die Ukraine Krieg – 81 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs. Die Erderwärmung steigt, Extremwetterlagen nehmen zu, die insbesondere im globalen Süden Lebensgrundlagen zerstören. Die Demokratie als politische Ordnung und moderne Lebensform verliert an Wirkkraft; autoritäre Regime nehmen zu. Die Spaltung der Gesellschaft wächst und der Zusammenhalt der Menschen scheint zunehmend auseinanderzubrechen. Das Christentum prägt seit über 2000 Jahren unser Zusammenleben und steht für ein Menschenbild, das in der Gottesebenbildlichkeit gründet. Die menschliche Freiheit und die Liebe und Verantwortung dem Nächsten gegenüber erwächst aus der Liebe Gottes zum Menschen. Wie stehen dieses Menschenbild und die christliche Botschaft zu den uns umgebenen Herausforderungen?

In den vier Fastenreden Herz Jesu 2026 möchten wir uns auf die göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe besinnen. »Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, doch am größten unter ihnen ist die Liebe«, schreibt der Apostel Paulus in seinem Brief an die Korinther (1. Korinther 13,13). Auf ihn geht die Liste der göttlichen Tugenden zurück. Diese sind Geschenk und Auftrag Gottes zugleich und Grundlage unseres sittlichen Handelns. Doch was sagen uns diese Tugenden heute noch und inwieweit geben sie uns Orientierung und Halt? Wie können wir auf der Grundlage dieser Tugenden eine lebendige Kirche gestalten, die in unserer Gesellschaft wirkt und von Gerechtigkeit, Klugheit, Maß und sozialer Verantwortung getragen ist? Wie können wir in Rückbesinnung auf die göttlichen Tugenden unsere Gegenwart
zukunftsfähig gestalten?

Der Kirchenmusiker Rudolf Matthias Haenel begleitet die Fastenreden auf der Orgel. Der Eintritt ist frei.