Woche 25.01.2026 - 01.02.2025

25.01.26, 08:00
  • Wort zur Woche
Andrea Oldenburg, Engagementförderin

Das heutige Evangelium erzählt vom Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu in Galiläa oder wie zu hören ist, das heidnische Galiläa, das Volk, das im Dunkel saß. Gerade in dieser Region soll sich nach den Worten Jesu die Prophezeiung Jesajas erfüllen: „Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein helles Licht gesehen.“ Die ersten Worte Jesu mitten im Alltag der Menschen war. „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist Nahe!“ Keine Anklage, kein Vorwurf, keine Vorhaltungen, keine Bedingungen. Nein, er sagt ihnen einfach: Gott ist euch nahegekommen. Eurer Leben kann heil werden. Umkehr bedeutet dabei nicht nur moralische Besserung, sondern eine neue Blickrichtung: hin zu Gott und hin zum Nächsten. Es ist eine Einladung, das Leben anders zu sehen und sich neu auszurichten. Dann beruft Jesus Menschen aus ihrem Alltag heraus: Fischer, keine Gelehrten. Er nimmt sie ernst in dem, was sie können, und traut ihnen mehr zu, als sie selbst vielleicht erwarten. „Kommt her, folgt mir nach.“ Sein Wort wirkt. Es macht Hoffnung. Wie sonst wären Simon und Andreas, Jakobus und Johannes auf die Idee gekommen, ihre Arbeit einfach niederzulegen und Jesus zu folgen. Seine Worte hatten die Kraft, Menschen in Bewegung zu setzen ihre Herzen zu berühren, ihnen neue Perspektiven und Möglichkeiten zu eröffnen. Und diese Worte oder dieser Ruf waren nicht nur an die Jünger von damals gerichtet. Sie sind auch an uns heute gerichtet. Er fragt uns: Wo bist du gefragt? Wo kannst Du mit dem, was du bist und kannst, zum Leben anderer beitragen? In einer Stadt wie Wuppertal, mit ihren Brüchen, sozialen Herausforderungen, aber auch mit viel Engagement und Solidarität, wird diese Botschaft konkret. Jesus heilt, richtet auf, verkündet Hoffnung – nicht abstrakt, sondern dort, wo Menschen krank, müde oder orientierungslos sind. Das Evangelium erinnert uns daran: Kirche beginnt nicht erst hinter Kirchentüren, sondern dort, wo Menschen füreinander da sind, zuhören, begleiten und Hoffnung teilen. Das Licht, von dem das Evangelium spricht, will auch heute aufleuchten – durch unser Tun, unser Miteinander und unseren Glauben im Alltag.