Woche 22.02.2025

22.02.26, 08:00
  • Wort zur Woche
Helena Höttges (Praktikantin) und Thomas Otten (Pastoralreferent)

Zwischen Versuchung und Vertrauen

Die Fastenzeit ist heute die Gelegenheit, moderne Versuchungen in den Blick zu rücken: Trägheit, Bequemlichkeit, Faulheit, Schlecht-über-andere-reden oder der "selbstverständliche" Konsum alltäglicher Dinge. Es ist nicht leicht, darauf bewusst zu verzichten. Es ist eine Herausforderung, zu vertrauen, ohne das Gefühl zu haben, uns oder anderen etwas beweisen zu müssen, sondern es aus ganzem Herzen zu tun. Dazu gehört auch, vorlauten Worten kein Vertrauen zu schenken, sondern innezuhalten und achtsam zu prüfen, was wirklich trägt. Jede und jeder von uns hat sich schon einmal in einer solchen Situation wiedergefunden. Gerade in Zeiten von Einsamkeit oder schwierigen Lebenssituationen stellt sich die Frage, was uns Halt gibt und worauf wir unser Vertrauen setzen können.

Versuchung und Vertrauen begegnen uns täglich und das nicht nur im eigenen Leben, sondern auch in der Bibel. Dort heißt es, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern von Gottes Wort (Matthäus 4, 4). Damit wird deutlich, dass der Mensch mehr braucht als materielle Dinge: Beziehungen, Anerkennung und das Gefühl, gesehen zu werden. All dies lässt alltägliches Vertrauen wachsen, stärkt das Vertrauen in Gott und bestärkt den Glauben sowie die Zuversicht auf Halt und Hoffnung im Leben.