Liebe Gemeindemitglieder, liebe Interessierte, liebe Geschwister im Herrn,
die Veränderungen in unserer Kirche sind unübersehbar und viele blicken mit einer gewissen Sorge auf sinkende Mitgliederzahlen und knapper werdende Finanzen. Der im November gewählte Rat der Pastoralen Einheit steht gemeinsam mit den anderen Gremien vor der herausfordernden Aufgabe, den Weg zu einer „Pastoralen Schwerpunktsetzung“ zu gestalten: Was ist uns wirklich wichtig? Worauf können wir verzichten, damit das Wesentliche überlebt?
Die Apostelgeschichte erzählt an diesem Sonntag von einer etwas anders gelagerten Krise: Die frühe Kirche schrumpfte nicht, sie wuchs so rasant, dass die Apostel völlig überlastet waren. Ihre Lösung war kein bloßes „weiter so“: Sie wählten sieben Helfer für die Versorgung der Witwen, um sich selbst wieder auf das Gebet und die Verkündigung konzentrieren zu können.
Nicht nur für die Apostel ist das Gebet wichtig. Eine Dame hat mir am Karnevalssonntag in St. Remigius ein in entsprechenden Kreisen kursierendes "Gebet für die Priester" übergeben, das sie Ihnen allen gerne empfehlen wollte. Wenn ich es jetzt bete, denke ich zugleich auch an alle haupt- und ehrenamtlich Engagierten in unseren Gemeinden:
Allmächtiger, ewiger Gott, Du schenkst das Wollen und das Vollbringen. Schau auf Deine Priester: Gib ihnen die Kraft, ihrer Berufung treu zu bleiben, die heiligen Geheimnisse würdig zu feiern und mit Festigkeit und Güte Dein Wort zu verkünden, damit sie durch ihr Reden und Tun den Menschen den Weg zu Dir weisen, in ihrem Beruf Freude und Erfüllung finden und für die ihnen Anvertrauten ein Segen sind. Amen.