Woche 01.03.2026 - 08.03.2026

01.03.26, 08:00
  • Wort zur Woche
Ludger Ganschinietz, Pfarrer

Es gibt Momente im Leben, von denen man sich wünscht sie würden nie vorbei gehen. Wenn die Harmonie und Schönheit vollkommen scheinen, wenn die Gefühle und Glückshormone uns überwältigen, wenn wir vor Glück sprachlos sind. Sie kennen hoffentlich viele dieser Augenblicke in und aus Ihrem Leben. Und vielleicht setzt sich gerade Ihr Kopfkino in Bewegung, Sie erinnern sich an einen solchen unvergesslichen Moment und ein unscheinbares, sanftes Lächeln kommt Ihnen über die Lippen.

Von einem solchen Moment der Jünger erzählt uns heute das Matthäusevangelium. Überwältigt dort auf dem Berg Tabor von der Verklärung Jesu, wollen sie ihrer Freude durch den Bau von Hütten dauerhaft Ausdruck verleihen. Petrus, Jakobus und Johannes haben eine wahrhaft göttliche Erscheinung, Jesu Gesicht „leuchtet“ wie die Sonne. Das Erscheinen von Mose und Elija ordnet Jesus in die Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen ein. Es erinnert an Mose und den Empfang der Gesetzestafeln auf dem Berg Sinai. Jesus wird als der vom Himmel herabgekommene Gottessohn bezeugt.

In dem Moment, wo die Jünger die Erfahrung des Göttlichen festhalten wollen, kommt eine Wolke. Der religiöse Mensch unterliegt der Versuchung, spirituelle Erfahrungen als Flucht vor der Welt zu nutzen. Petrus möchte das Licht der Erscheinung für sich festhalten. Dabei wird die Wolke in der Mystik gerne als Zeichen des Nicht – Wissens gedeutet. Unser Glaube kommt vom Hören, auf Jesu Wort sollen wir hören, bei allen Aufs und Abs des Lebens, IHM vertrauen.