Der kfd Montagskreis

Eine Gruppe innerhalb der kfd gegenseitige Stärkung im Miteinander

kfd-Frau­en wer­den ge­mein­sam äl­ter

Einst als „Kreis jun­ger Frau­en“ ge­star­tet, sind die kfd-Frau­en im „Mon­tags­kreis“ mitt­ler­wei­le al­le zwi­schen 60 und 70 Jah­ren.

VON WOLF­GANG WEITZ­DÖR­FER Bild BM

HÜ­CKES­WA­GEN | Ins­ge­samt drei Frau­en­grup­pen tref­fen sich bei der Ka­tho­li­schen Frau­en­gemein­schaft Deutsch­lands (kfd) in Hü­ckes­wa­gen re­gel­mä­ßig. Die­se sind ein we­nig nach dem Al­ter der Frau­en ge­staf­felt: Die „Jun­gen Frau­en“ tref­fen sich am drit­ten Mon­tag des Mo­nats, der „Mon­tags­kreis“ für Frau­en zwi­schen 50 und 70 Jah­ren trifft sich am zwei­ten Mon­tag des Mo­nats, und der „Frau­en­kreis“, der sich schon seit über 50 Jah­ren trifft, macht das je­den ers­ten Mitt­woch im Mo­nat.

Im Mon­tags­kreis sind et­wa 20 Frau­en ak­tiv, ge­grün­det wur­de die Grup­pe als „Kreis jun­ger Frau­en“ im De­zem­ber 1974. „Jetzt gibt es aber eben ei­nen neu­en Kreis die­ses Na­mens – und wir sind nun auch nicht mehr wirk­lich jung“, sagt Mo­ni­ka We­de­kind la­chend. Da­her ha­be man sich in „Mon­tags­kreis“ um­be­nannt. Ein­mal im Mo­nat, im­mer am zwei­ten Mon­tag­abend, tref­fen sich die Frau­en. Meist im Ge­mein­de­haus an der Wei­er­bach­stra­ße, wäh­rend mitt­ler­wei­le ne­ben­an der Kir­chen­chor probt. Manch­mal geht es aber auch nach drau­ßen. Ei­ne lieb­ge­won­ne­ne An­ge­wohn­heit et­wa ist die tra­di­tio­nel­le Mai­wan­de­rung. 

Für Hei­de­ma­rie Heit­kamp, die seit 1980 in Hü­ckes­wa­gen lebt, ist der Mon­tag­abend ein wich­ti­ger Ter­min. „Es hat sich aus dem In­ter­es­se her­aus ent­wi­ckelt, auch mal et­was jen­seits der Fa­mi­lie zu ha­ben“, sagt sie. Ihr An­lie­gen sei es ge­we­sen, nach dem Zu­zug in die Schloss-Stadt An­schluss zu fin­den. „Ich war auch schon in Len­nep in der kfd, aber ich woll­te das Al­te los­las­sen und am neu­en Wohn­ort et­was Neu­es fin­den“, er­zählt Hei­de­ma­rie Heit­kamp. 

Für sie ist der Zu­sam­men­halt un­ter den Frau­en durch das ge­mein­sa­me In­ter­es­se an der Kir­chen­ge­mein­de und dem Glau­ben ge­ge­ben. „Da­von bin ich fel­sen­fest über­zeugt. Das merkt man auch, wenn wir drei­mal im Jahr die Frau­en­mes­se vor­be­rei­ten“, sagt Hei­de­ma­rie Heit­kamp. Mo­ni­ka We­de­kind er­gänzt: „Wir su­chen Tex­te aus, die zum Evan­ge­li­um pas­sen, wir ma­chen die Ein­füh­rung, die Le­sung, die Für­bit­ten und ei­ne Me­dia­ti­on zum Schluss. Pas­tor Klein geht in sei­ner Pre­digt auch im­mer auf un­se­re Tex­te ein.“ Auch die Lie­der für die Mes­se wür­den von den Frau­en aus­ge­sucht. „Das sind im­mer sehr schö­ne Mes­sen“, be­stä­tigt Heit­kamp. Die Ver­bin­dung zur Kir­che hal­te die Frau­en zu­sam­men.

Die Vor­be­rei­tung auf die Frau­en­mes­se sei ein Teil der mon­täg­li­chen Tref­fen, aber na­tür­lich wer­de auch viel ge­re­det. Über Wich­ti­ges oft, aber manch­mal auch Un­wich­ti­ges. „Wir ha­ben doch je­de un­ser klei­nes oder grö­ße­res Päck­chen. Je­der Mensch ist an­ders – das wird in un­se­rer Ge­mein­schaft aber ge­se­hen und re­spek­tiert. Die ei­ne trägt die an­de­re hier – sonst wä­ren wir nicht auch so lan­ge in die­ser Grup­pie­rung zu­sam­men“, be­tont Hei­de­ma­rie Heit­kamp. Das ma­che ei­nen Groß­teil der Be­deu­tung des „Mon­tags­krei­ses“ für sie aus. „Je­de von uns kann sich ein­brin­gen, sei es mit ei­ner per­sön­li­chen oder auch ei­ner wo­an­ders ge­hör­ten Ge­schich­te, ei­nem Ge­dicht oder et­was ganz an­de­rem“, sagt sie. Die Hü­ckes­wa­ge­ne­rin freut sich vor al­lem dar­über, dass sich der „Mon­tags­kreis“ seit 1974 na­he­zu aus­nahms­los ein­mal im Mo­nat ge­trof­fen hat. „Manch­mal sind die Grup­pen et­was grö­ßer, dann kom­men wie­der we­ni­ger – aber statt­ge­fun­den hat er im­mer.“

Auch für Ro­se-Ma­rie Kin­ner ist der „Mon­tags­kreis“ ein lieb­ge­won­ne­nes Ri­tu­al ge­wor­den. „Wir sind 1969 nach Hü­ckes­wa­gen ge­zo­gen, mei­ne Mut­ter und Schwie­ger­mut­ter wa­ren auch schon in der kfd. Di­rekt nach der Hoch­zeit bin auch ich dann auch Mit­glied ge­wor­den“, be­rich­tet sie. Frü­her sei man ak­ti­ver ge­we­sen, ha­be vie­le Ak­tio­nen auch ge­mein­sam mit evan­ge­li­schen Chris­ten in der Stadt ge­macht. „Und es wur­de auch viel mit den Kin­dern un­ter­nom­men. Heu­te las­sen wir es eher lang­sam und ein we­nig al­ters­ge­recht an­ge­hen“, sagt Ro­se-Ma­rie Kin­ner schmun­zelnd. Man wer­de ge­mein­sam äl­ter, und das sei sehr schön. „Ich bräuch­te heu­te auch gar nicht mehr so viel Tru­bel.“

Die Gruppe trifft sich jeden zweiten Montag im Monat, um 19:30 Uhr im Gemeindehaus Weierbachstr. 15

Kontakt unter Tel.: 02192-5308 Heitkamp

 

 

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