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Weltgebetstag 2026 - "Kommt! Bringt eure Last!"
Am heutigen Weltgebetstag haben wir im Gemeindezentrum Unterfeldhaus gemeinsam einen bewegenden ökumenischen Gottesdienst gefeiert. In diesem Jahr wurde die Liturgie von Frauen aus Nigeria vorbereitet. Unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last!“ erzählten sie von ihrem Leben, von ihren Sorgen – aber auch von ihrer tiefen Hoffnung und ihrem Vertrauen auf Gott.
Schon zur Begrüßung erhielt jede Besucherin und jeder Besucher ein grünes Band mit der Aufschrift „Weltgebetstag 2026 – Nigeria. Kommt! Bringt eure Last.“ Viele der regelmäßigen Teilnehmerinnen haben im Laufe der Jahre eine ganze Sammlung solcher Bänder. Jedes Jahr hat es eine andere Farbe und erinnert an das jeweilige Land und das Motto des Weltgebetstags.
Viele Frauen in Nigeria tragen schwere Lasten. Armut, Gewalt gegen Frauen, bewaffnete Konflikte und terroristische Überfälle prägen in manchen Regionen den Alltag. Hinzu kommen mangelnde Gleichberechtigung und große Sorgen um die Zukunft der Kinder. Trotz all dieser Herausforderungen gehen viele Frauen ihren Weg im festen Glauben weiter. Sie beginnen jeden Tag neu – with the grace of God, in der Gnade und unter dem Schutz Gottes.
Zu Beginn des Gottesdienstes sahen wir ein eindrucksvolles Video über Nigeria. Es zeigte die Vielfalt des Landes, seine Menschen, seine Kultur und zugleich die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Das Video machte deutlich, unter welchen schwierigen Bedingungen viele Menschen dort leben und wie sehr der Glaube ihnen Halt gibt.
Ein besonderer Moment war die Predigt von Pfarrerin Gisela Kuhn. Sie verstand es – wie so oft – sehr anschaulich, das Bild der Titelpostkarte aufzugreifen und mit unserer eigenen Lebenswirklichkeit zu verknüpfen. Dadurch wurde deutlich, dass auch wir unsere Lasten kennen und sie vor Gott bringen dürfen – und dass Gottes Zusage von Trost und neuer Kraft für Menschen überall auf der Welt gilt.
Im Gottesdienst hörten wir anschließend die Geschichten von drei Frauen aus Nigeria. Menschen aus unserer ökumenischen Gemeinde lasen ihre Lebensgeschichten vor – persönliche Zeugnisse von schweren Lasten, die sie tragen müssen.
Da war die Geschichte von Beatrice, die von der Last gesellschaftlicher Unterdrückung erzählte. Sie wurde schon in jungen Jahren Witwe, als ihr Mann bei einem lokalen Konflikt getötet wurde. Plötzlich stand sie allein mit ihren drei Kindern da. Mit dem Tod ihres Mannes verlor sie nicht nur ihren Partner, sondern auch ihren Platz und ihre Sicherheit in der Gesellschaft. Kraft und Trost fand sie in ihrem Glauben an Jesus Christus und in der Gemeinschaft mit anderen Witwen.
Dann hörten wir die Geschichte von Yato, die von der Last religiöser Verfolgung berichtete. In manchen Regionen Nigerias ist der christliche Glaube mit großen Gefahren verbunden. Angst, Unsicherheit und Gewalt gehören dort für viele Menschen zum Alltag. Auch Yato schöpft Kraft aus ihrem Glauben und aus der Unterstützung der Gemeinschaft, in der sie lebt.
Schließlich wurde die Geschichte von Blessing vorgelesen. Sie erzählte von der Last von Armut und Verzweiflung, von einem Leben voller Sorgen um das tägliche Überleben und um die Zukunft der eigenen Kinder. Auch sie findet Halt im Gebet und im Miteinander mit anderen Frauen in ähnlichen Situationen.
Beim Zuhören wurde deutlich, wie schwer die Lasten sind, die diese Frauen tragen müssen. Man kann sich kaum vorstellen, wie sie all das aushalten und durchstehen. Und doch wurde ebenso spürbar, welche Kraft im Glauben liegt: der Glaube an Gott, das Gebet, das gemeinsame Singen, das Halten von Fürbitten und das Vertrauen darauf, dass Gott Menschen nicht allein lässt.
In den Fürbitten haben wir gemeinsam gebetet:
„Jesus, der du unsere Last mitträgst, hilf uns.“
Damit brachten wir nicht nur unsere eigenen Sorgen vor Gott, sondern auch die der Frauen und Familien in Nigeria.
Sehr beeindruckend waren auch wieder die Lieder des Weltgebetstags, die wir miteinander gesungen haben. Sie machten etwas von der Hoffnung und der Spiritualität der nigerianischen Frauen spürbar.
Ein besonderer Dank gilt auch in diesem Jahr REWE Stockhausen, der– wie schon in den vergangenen Jahren – einen Korb mit Lebensmitteln zur Verfügung stellte, die zu Nigeria passen. Diese konnten im Anschluss an den Gottesdienst gegen eine Spende mitgenommen werden. Die Spenden fließen zusammen mit der Kollekte an : Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V. zur Unterstützung der Projekte für Frauen weltweit.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es im Gemeindezentrum noch Gelegenheit, bei selbstgebackenem Kuchen und liebevoll gedeckten Tischen zusammenzusitzen. In angenehmer Atmosphäre wurde miteinander gesprochen, gelacht und sich ausgetauscht. Manche kannten sich bereits, andere kamen neu ins Gespräch, lernten sich besser kennen und knüpften Kontakte.
Gerade nach einem so eindrucksvollen Gottesdienst ist dieses Beisammensein wichtig. Die gehörten Geschichten wirken nach, bewegen und regen zum Nachdenken an. Im Gespräch konnten viele ihre Eindrücke teilen und miteinander darüber sprechen, was sie besonders berührt hat.
In langer Tradition feiern wir diesen Weltgebetstag in Unterfeldhaus ökumenisch. Ein engagiertes ökumenisches Team von Frauen aus beiden Gemeinden bereitet jedes Jahr auf der Grundlage der Weltgebetstagsordnung diesen besonderen Nachmittag vor.
Ihnen allen gilt ein herzliches Dankeschön. Mit viel Engagement, Kreativität und Herzblut bringen sie sich ein und machen diesen Gottesdienst jedes Jahr zu einem besonderen Erlebnis der Gemeinschaft und des Glaubens.
So war auch der Weltgebetstag 2026 ein stimmungsvoller und eindrucksvoller Nachmittag, der sicherlich noch lange nachklingen wird – und der uns zugleich ein Stück mehr Demut lehrt, wenn wir uns bewusst machen, welche schweren Lasten viele Frauen in Nigeria tragen und mit welcher Kraft ihres Glaubens sie dennoch ihren Weg gehen.

















