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DIE WEIHE UNSERER PFARRKIRCHE „SELIGER PAPST JOHANNES XXIII.“ (jetzt Hl. Johannes XXIII.)

 
Am Sonntag, 15. März 2009, wurde unsere Pfarrkirche „Johannes XXIII.“, in der sich unsere Gemeinde Sonntag für Sonntag versammelt, um in der Feier der Eucharistie dem auferstandenen Herrn in seinem Wort und in seinem Brot zu begegnen, von Kardinal Joachim Meisner geweiht. Der Kirchenraum wird in der Weihe (Konsekration) dem Alltagsgebrauch entzogen und Christus, dem Herrn seiner Kirche, geweiht. Eine solche Kirchweihe ist heute sehr selten geworden. Deshalb war es umso ergreifender, diese Feier mitzuerleben:
 
Nach dem feierlichen Einzug begrüßte Pfarrer Heribert Meurer den Erzbischof und konnte auch den Gründungspfarrer unserer Gemeinde, Peter-Paul Marré, in unserer Kirche herzlich willkommen heißen.
 
Eröffnet wurde die Weiheliturgie mit der Segnung des Wassers, das dann der Bischof über uns und die Kirche aus Steinen gesprengt wurde – zur Erinnerung daran, dass wir in der Taufe in die Kirche aus lebendigen Steinen aufgenommen worden sind.
 
Der Wortgottesdienst begann mit der Segnung des Ambo, an dem uns das Wort Gottes in den Lesungen aus der Heiligen Schrift verkündet wird.
 
Nach der Predigt des Bischofs wurde die eigentliche Weihe eingeleitet mit der Litanei, in der die Heiligen angerufen wurden. Wir, die wir in der Taufe in die Kirche aufgenommen wurden, leben in der großen Gemeinschaft der lebenden und der verstorbenen Getauften, in der Gemeinschaft der Kirche im Himmel und auf Erden.
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Eine besondere Handlung bei der Konsekration ist die Beisetzung der Reliquien eines Heiligen: In einer Aushöhlung vorne im Altar, dem Altargrab, wurde eine Reliquie des sel. Papstes Johannes’ XXIII. beigesetzt – eine Erinnerung an den Brauch der Urkirche, über dem Grab derer, die in ihrem Leben und Sterben Zeugnis für Christus abgelegt haben, die Eucharistie zu feiern: Jesus legte bis in seinen Tod am Kreuz Zeugnis ab für die unwiderrufliche Liebe Gottes zu jedem Menschen. Dieses Zeugnis Jesu am Kreuz wird in der Eucharistie auf dem Grab derer gefeiert, die dieses Zeugnis der Liebe in ihrem Lebenszeugnis weitergegeben haben. Und wir empfangen in dieser Feier die Kraft, nun unsererseits wie sie, wie Papst Johannes XXIII. Zeugnis abzulegen für die Botschaft der Liebe und des Lebens Gottes.
 
Anschließend wurde der Altar mit Weihwasser besprengt und mit Chrisam gesalbt. Chrisam ist die Salbe, mit der wir in der Taufe gesalbt wurden und so selbst zu Gesalbten, zu Christen, wurden und zu Christus (= dem Gesalbten) gehören.
 
Auch die Wände der Kirche wurden an zwölf Stellen, die durch die sog. Apostelleuchter markiert sind, mit Chrisam gesalbt: Diese zwölf Leuchter an den tragenden Wänden der Kirche erinnern an die zwölf Apostel, auf deren Fundament die Kirche aus lebendigen Steinen erbaut ist.
 
Durch einen besonders feierlichen Ritus, mit einer ergreifenden Geste, machte der Bischof deutlich, dass das Opfer Christi am Kreuz auf dem Altar in der Feier der Eucharistie gegenwärtig wird: An fünf Stellen des Altars (Symbol für die fünf Wunden des Gekreuzigten) wurde ein fünffaches Feuer entzündet, Symbol für das Feuer des Heiligen Geistes, dessen Gegenwart die Kirche am Leben erhält und nicht zu einem Verein verkommen lässt.
 
Im Weihegebet, das Kardinal Meisner dann sprach, wurde die Kirche endgültig Christus geweiht, der uns in diesem Kirchenraum immer wieder zur sonntäglichen Feier unseres Glaubens zusammenruft, damit unser Glaube im Alltag nicht verdunstet, sondern unser Leben tragen kann.
 
Anschließend wurde der Altar festlich geschmückt, und wir feierten mit dem Bischof die Eucharistie und empfingen in der hl. Kommunion den Leib Christi, sein Leben und seine Liebe, in der Gestalt seines Brotes.
Zum Abschluss wurde dann auch der Tabernakel gesegnet,, und der Bischof beendete die Feier der Konsekration mit dem Segen des dreieinen Gottes.
 
Im Anschluss an diese Feier trafen wir uns in unserem Pfarrheim mit Kardinal Meisner. Bei diesem Treffen war die Freude über diesen Tag, an dem wir die Weihe unserer Pfarrkirche „Johannes XXIII.“ feiern durften, fast mit den Händen zu greifen.
 
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