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Winterliches Nachtcafé in St. MaternusStefanie Manderscheid ist eine von 25 ehrenamtlich Engagierten beim Nachtcafé im Pfarrheim an St. Maternus. Sie berichtet von ihren eigenen Erfahrungen und hat mit anderen ehrenamtlich Engagierten gesprochen. Seit mehr als 10 Jahren gibt es in Köln das sog. Nachtcafé in den Wintermonaten. Es beinhaltet, dass von November bis März an jedem Wochentag obdachlosen Menschen in Köln ein sicherer und warmer Schlafplatz angeboten wird, jede Nacht in einer anderen Pfarrgemeinde oder in Gubbio, der Obdachlosenseelsorge. Als der Pfarrgemeinderat im vergangenen Herbst entschieden hatte, dass wir uns als Gemeinde daran beteiligen wollen, meldeten sich sofort 25 Frauen und Männer, um helfend zu unterstützen. Stefan Burtscher von der Obdachlosenseelsorge organisiert den Einsatz und begleitet mit seiner Erfahrung die ehrenamtlich Engagierten.
Ich selbst habe in den vergangenen Wochen zwei Frühstücksdienste übernommen, bin um 6.30 Uhr zum Bäcker geradelt, um frische Brötchen zu kaufen. Im Pfarrsaal waren die Helfer schon wach als ich ankam, und zusammen haben wir das Frühstück vorbereitet. In der Zeit haben wir zunächst zaghaft, dann ein bisschen energischer, versucht, die Gäste zu wecken. Berührend war für mich vor allem die Freundlichkeit und Offenheit der Gäste und auch ihre Verschiedenheit. Verschieden sind auch die Ehrenamtler: es ist schön zu erleben, wie sich sehr unterschiedliche Menschen in relativ kurzer Zeit mit einem gemeinsamen Ziel zusammengefunden haben – Menschen zu unterstützen, denen es besonders im Winter schlecht geht. Ein gutes Projekt, bei dem sich auch jeder die für sie oder ihn passende Aufgabe aussuchen konnte.
Dieser Text ist erschienen im März 2022 (Pfarrbrief 2022.1). |

