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Die Nothelferbruderschaft 
 
Seit 1646 gab es in der Kirchengemeinde St. Pantaleon in Unkel eine „Christenlehr-Bruderschaft“, die Jesus und Maria (seit 1676: Jesus, Maria und Joseph) gewidmet war.
Im 17. Jh. wandelte der damalige Pfarrer Gottfried Eschenbrender diese Bruderschaft um in eine Nothelfer-Bruderschaft, da der Pfarrpatron St. Pantaleon einer der Vierzehn Nothelfer – Heiligen ist. 1699 wurde diese „Bruderschaft von Jesus, Maria, Joseph und den heiligen 14 Nothelfern“ durch Generalvikar Johann Werner von Veyder bestätigt. Die Urkunde befindet sich im Bruderschaftsbuch im Pfarrarchiv.

 
Titelblatt des Bruderschaftsbuches (lat.)

Titelblatt des Bruderschaftsbuches (dt.)
 
 
Neben einem Bruderschaftsgebet, einer Litanei zu den 14 Nothelfern und einem Bittschreiben an den Kaiser, sich einschreiben zu lassen, finden sich im Bruderschaftsbuch illuminierte Seiten mit den Unterschriften der Kaiserlichen Familie:
 
Joseph, Amalie, Eleonore, Magdalene Theresia (1707)

Erzherzogin Maria Elisabeth, Erzherzogin Maria Anna und Erzherzogin Maria Magdalena (1707)

Karl, Elisabeth (1712/13)


Es folgen nach dem schmuckvollen Eintrag des kurfürstlichen Erzbischofes von Köln
 
Kurfürst und Erzbischof von Köln Joseph Clemens (1718)
 
die Mitgliederlisten derer, die im Laufe der Jahrhunderte der Bruderschaft beigetreten sind und sich damit verpflichteten, für die Notleidenden zu beten.
Die Bruderschaft existiert bis heute. An den Gedenktagen der Heiligen Nothelfer wird in der Abendmesse oder in einer Andacht das Nothelfergebet gesprochen.
Etliche Kunstwerke in der Pfarrkirche, wie die großen Nothelferfiguren in der Taufkapelle (1728 – 1733), die Nothelfer-Tafel (Relief, 1714) und das Ölbild (1714) weisen auf die Nothelfer-Bruderschaft hin.

 
 
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