Wort der Woche  

 

 
 

 

 

 

Liebe Schwestern und Brüder!
 
Als der Pfingsttag gekommen war, waren alle versammelt am selben Ort - so beginnt in der Apostelgeschichte der Bericht über die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jünger. „Pfingsten“, vom griechischen pentēkostē (hēméra), bezeichnet den 50. Tag: Es ist im jüdischen Festkalender der 50. Tag nach dem Pessachfest: 7 Wochen + 1 Tag. Wir Christen feiern unser Pfingsten am 50. Tag nach Ostern, dem Tag der Auferstehung unseres Herrn. Und den Beistand, den Christus den Jüngern verheißen hat, ihn erfahren die Jünger nicht nur im Geschehen von Pfingsten, ihn erfahren sie in ihrem weiteren Wirken, und er wird deutlich auch für die, denen sie begegnen.
Wir, die wir in der Nachfolge der ersten Jünger getauft sind, sind alle getauft mit dem Wasser und dem Heiligen Geist: Wir haben den Hl. Geist in der Taufe schon erhalten, und er wird noch einmal auf uns herabgerufen in dem Sakrament der Firmung. Geben wir ihm Raum in unserem Herzen, dass er seine Schwingen entfalten kann: Der Geist der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Stärke, der Wissenschaft, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Wir bedürfen ihn nicht nur in den Zeiten der Not und Krise - wir bedürfen ihn zu jeder Zeit, denn nur mit ihm können wir unseren Weg der Nachfolge gehen und wahrhaft als Kinder Gottes leben. Geben wir ihm den Raum in unseren Herzen, dass er seine Schwingen entfalten kann!
 
Ein gesegnetes Pfingstfest wünscht Ihnen
 
Ihr Kaplan Heribert Lennartz