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Roman des Monats: Mai 2026

Doris Knecht: Ja, nein, vielleicht. Roman.

 

 

 

Eine Frau denkt nach über das Älterwerden und erlebt vielleicht eine Liebesgeschichte, vielleicht auch nicht. 

 

Die Ich-Erzählerin hat vieles schon hinter sich, das Jungsein und die Phase des Ausprobierens, Beziehungen, Familiengründung, eine schmerz-hafte Trennung, das Großziehen der Kinder als Alleinerziehende.

 

Jetzt lebt sie in hart erarbeiteter Selbstbestimmtheit, hat einen stabilen Freundeskreis, pendelt zwischen ihrer kleinen Wohnung in der Stadt und dem Haus auf dem Land hin und her, schreibt ein Buch. Es geht ihr gut, sie fühlt sich wohl mit sich und ihrem Hund. Ihr Leben ist geordnet und genauso will sie es haben.

Eine umfangreiche Zahnbehandlung lässt sie über das Älterwerden nachdenken und das unverhoffte Wiedersehen mit Friedrich wirft sie aus der Bahn. Früher war da mal was zwischen ihnen, dann eine lange Funkstille, und nun? Das Auf und Ab der Hoffnung, der Erwartung und der Enttäuschung, all das wollte die Ich-Erzählerin nie wieder mitmachen. Dennoch taucht sofort die alte Frage wieder auf: Wäre das Leben nicht doch schöner zu zweit?

 

In einer scharfsinnigen Selbstbefragung seziert sie die Beziehungsmuster zwischen Männern und Frauen, die illusorische Überlegenheit romantischer Liebe und den Preis weiblicher Autonomie.

 

Doris Knecht schreibt lebensklug und raffiniert über eine Frau, die sich damit auseinandersetzt, wie ihr Leben aussehen soll und wie sie altern will, und erzählt damit die lesenswerte autofiktionale Fortsetzung ihres vorangegangenen Romans „Eine unvollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe“.

 

Ein intelligenter und unterhaltsamer Roman, der uns zum Nachdenken verführt. 

 

BKE

 

Doris Knecht. Ja, nein, vielleicht. Roman. Hanser Berlin. 240 Seiten.