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Gemeinsame Klänge tragenStefanie Manderscheid von der Pfarrbriefredaktion sprach mit Gerd Schmidt über seinen musikalischen Einsatz in der Pfarrei.
Einer der Höhepunkte im Kirchenjahr ist ein Gesang, nämlich das sogenannte „Exsultet“, ein
Lied der Freude über die Auferstehung Jesu. Sie selbst, Herr Schmidt, singen dieses Lied in der
Osternacht in Sankt Severin. Was empfinden Sie dabei?
Welchen Mehrwert hat denn der Gesang gegenüber dem gesprochenen Wort?
Besteht nicht die Gefahr, dass der Gesang von Text und Gebet ablenkt?
Es gibt einige Kirchenlieder, die ich gerne schmettere, obwohl mir die Texte weniger
gefallen. Geht Ihnen das auch so?
Wenn ein Chor eine Messe singt, dann singt die Gemeinde weniger, besteht nicht die Gefahr,
dass die Gemeindemitglieder etwas ausgeschlossen werden und die Messe ein wenig zu einem Konzert
wird?
Ich habe den Eindruck, dass die Gottesdienstbesucher in unserer Pfarrgemeinde gerne und kräftig mitsingen. Außerdem bereichern unsere verschiedenen Chöre immer wieder die Liturgie. Gibt es dennoch aus Ihrer Sicht hinsichtlich des Gesangs Entwicklungsmöglichkeiten? Ich würde gerne beim Gemeindegesang mit kleinen mehrstimmigen Gesängen experimentieren. Kleine
Taizégesänge mehrstimmig auszuprobieren, das fände ich spannend. Wir könnten auch für bestimmte
Ereignisse Projektchöre gründen. Ich denke da an Ostern. Wenn sich Sängerinnen und Sänger sozusagen
als Fastenimpuls in der Fastenzeit einmal in der Woche treffen würden und einen Gottesdienst für
einen der Osterfesttage vorbereiten würden, das fände ich sehr schön.
Welche Teile in der Messe singen Sie selbst am liebsten?
Und was ist Ihr Lieblingslied?
Gesungen wird im Gottesdienst und natürlich auch in den Chorproben immer gemeinsam. Wie
schätzen sie den sozialen Aspekt des Singens ein?
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Gerd Schmidt – seit 2001 in St. Severin – mit Leib und Seele Kirchenmusiker; ©SilviaBins