|
|
Für Sie gelesen ...
Peter Webeling
Todesraum Auschwitz
Als Komiker versucht Ernst Hoffmann bei seinen Mitgefangenen jeden Abend durch einen Witz ein Lachen hervorzurufen, das sie über das Grauen und ihr Leid kurz hinauswachsen lässt, das ihnen Hoffnung und Mut gibt für den nächsten Tag. Bald wird er gezwungen, auch für die SS-Schergen aufzutreten. Und die verschiedenen Räume verändern nicht nur sein Auftreten vor dem Publikum, sondern ihn auch selbst. Der Kampf ums eigene Überleben und um das Überleben der Frau, die er im Raum des Viehwaggons kennen und lieben gelernt hatte, erzwingt Anpassungen, die ihm Angst machen, so dass er nicht selten vor sich selbst erschrickt. Unbeantwortet bleiben am Schluss seine Fragen: "Habe ich mit meinen Auftritten in den Baracken
und vor der SS Menschenleben gerettet? ... Hätte ich die Verzweifelten davon abhalten können, sich
in den Stacheldraht zu werfen, wenn auch nur vorübergehend?" Auch sein Überleben ist nicht frei von
Schuld, wie er sich selber eingestehen muss.
Dieser Roman wird jeden Leser erschüttern. Er gehört zu den besten, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Dank an meinen Sohn, der mir dieses Buch zu Weihnachten geschenkt hat. Barthel Schröder |