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Caritassonntag

20. September 2015; Rasch / Garnies

Caritas und soziales Engagement sind "gelebter Gottesdienst" - so steht es auf dem kleinen Infoblatt, das an die Besucherinnen und Besucher aller drei Messfeiern am Caritassonntag verteilt wurde. Darin werden die vielfältigen Aktivitäten der vielen Frauen und Männer beschrieben, die sich im Rahmen des Pfarrgemeinderats- ausschusses "Caritas, Soziales und Senioren" engagieren.

  

Die Kollekte für Aufgaben der Caritas in der Pfarrei ergab 686,60 €.

Allen Spenderinnen und Spendern sei herzlich gedankt!

 

Ansprache in den Gottesdiensten:

Der Caritas-Sonntag wird in ganz Deutschland heute begangen und rückt die Anliegen der Caritas besonders ins Bewußtsein. Hier in Köln werden unter dem Leitwort „Miteinander in Nachbarschaft leben“ die vielfältigen Aktivitäten und Hilfen für Flüchtlinge in den Blick genommen. Dazu gleich mehr...

Wir – das ist der PGR-Ausschuss Caritas, Soziales und Senioren – möchten Ihnen auch aufzeigen, was ansonsten in Sachen Caritas so in unserer Gemeinde geschieht. Das ist möglich, weil es viele engagierte Frauen und Männer gibt, die Zeit, Kraft und Ideen einsetzen, und es ist möglich, weil es viele großzügige Menschen gibt, die Geld für die Aufgaben der Gemeinde-Caritas spenden. Dafür an dieser Stelle ein herzlicher Dank! Was mit dem Geld geschieht, das können Sie auch in dem kleinen Infoblatt nachlesen, das Sie bekommen haben.

Heute gibt es nicht die gewohnte Kollekte an der Tür, deren Erlös immer vollständig hier in der Pfarrei bleibt, sondern es gibt eine Kollekte im Gottesdienst, die ausnahmsweise nur zu 90 Prozent bei uns bleibt, 10 Prozent gehen an den Caritasverband, der damit gemeindeübergreifende Aufgaben unterstützt.

Zurück zu den Flüchtlingen, über deren Schicksale wir nahezu täglich in den Medien erfahren. Und wir erfahren auch, wie viel Engagement und Hifsbereitschaft es an vielen Orten gibt. Sie fragen sich vielleicht, ob  hier bei uns etwas geschieht und wenn ja, was...

Ja, es geschieht auch bei uns eine Menge, bislang eher wenig öffentlich, aber das ändert sich jetzt gerade.

Anders als in anderen Pfarreien, in denen Unterkünfte für Flüchtlinge gebaut oder gerade bezogen werden, gibt es in unserer Pfarrei seit vielen Jahren mehrere Einrichtungen, in denen Flüchtlinge leben, bis vor kurzem eher unbemerkt und unbeachtet. In diesen Einrichtungen gibt es auch seit vielen Jahren Aktivitäten verschiedener Organisationen – Sprachkurse, Sozialberatung, Vorlesen, Spielangebote, Hausaufgabenhilfe....

Und was tun wir?

  • Unsere Pfarrgemeinde hat einer vierköpfigen Familie eine Wohnung zur Verfügung gestellt und eine Gruppe von PGR-Mitgliedern unterstützt und begleitet diese Familie. Z.Zt wird geprüft, ob noch weiterer Raum zur Verfügung gestellt werden kann
  • Es gibt eine (bisher noch kleine) Gruppe von Menschen, die einzelne Personen betreut und unterstützt. Zum Beispiel wird eine junge Frau aus Nigeria im Deutschlernen unterstützt, ein Mitglied der Gruppe betreut eine Frau aus Eritrea und ihre siebenjährige Tochter, ein junger Mann aus Afghanistan braucht nicht nur Hilfe im Deutschlernen, sondern sucht auch Kontakt....
  • In Kooperation mit der Freiwilligenagentur und dem Flüchtlingsrat bietet St. Severin eine Schulung an für Menschen, die sich in der Betreuung von Flüchtlingen engagieren möchten. Das ist ganz neu, die Infoveranstaltung war in der vergangenen Woche.
  • Wir leisten finanzielle Unterstützung vielfältiger Art:
  • Wir haben bisher acht Kindern die Teilnahme an der Aktion Ferien zu Hause ermöglicht
  • wir finanzieren ein Spiel- und Vorleseangebot in einer Einrichtung jeden Samstag für Kinder
  • wir helfen bei besonderen Notlagen (von denen wir erfahren durch Institutionen, die die Familien oder Einzelpersonen betreuen und beraten)
  • Wir haben Geld  zur Verfügung gestellt zur Anschaffung eines Bauwagens (für schulische Angebote und Spielangebote)
  • Wir finanzieren einen Teil von vier speziellen Angeboten des Jugendzentrums Elsaßstraße (GOT) – Musik, Sport, Mobile Jugendarbeit (da fährt ein Spielbus zu den Einrichtungen) – Kinder und Jugendliche aus der Südstadt und aus den Flüchtlingseinrichtungen sind gemeinsam aktiv. Das ist nicht immer einfach, deshalb gibt es auch einen jungen Mann, der eigens als sog.  Deeskalationstrainer eingesetzt ist und hilft, die Konflikte zu lösen.
  • Wir geben auch praktische Hilfen (Fahrräder wurden zur Verfügung gestellt, Einrichtungsgegenstände, Hausrat....)

Es ist gut zu wissen, dass so viele Menschen in der Gemeinde die Caritas-Anliegen mittragen – durch ihr tätiges Engagement oder auch durch die finanzielle Unterstützung!

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