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Gib meiner Seele weiten Raum...
Welche Wortverbindungen fallen uns spontan zum Begriff Raum ein? Welt-raum, Lebens-raum,
Wohn-raum, Ruhe-raum, Gebets-raum; und sicher noch viele andere mehr.
All den oben aufgeführten Bedeutungen ist gemeinsam: Wir Menschen müssen uns in den so
beschriebenen Räumen einrichten.
Der von uns Menschen am meisten gefüllte Lebensraum ist unser Wohnraum. Es gibt viele Arten zu
wohnen, aber es gibt nur ein Zuhause. Das Zuhause ist mehr als nur der Wohnraum. Es ist der Raum,
der Schutz, Geborgenheit und Identität bietet. Man kann aus ihm ausbrechen, und man kann zu ihm
zurückkehren. Solcher Raum schützt unser Alleinsein, aber er bietet auch die Möglichkeit zum
Miteinander.
Aus unserem Blickfeld dürfen wir diejenigen nicht ausblenden, die weder einen festen Wohnraum noch ein Zuhause haben und die ganz wenig Geborgenheit im Leben erfahren, frei nach Wolfgangs Borcherts Theaterstück "Draußen vor der Tür". Darin geht es um einen Menschen, der kein Dach über seinem Kopf und auch nicht über seiner Seele hat. Im Gotteslob (Nr. 20,1) finden wir ein Gebet, das unsere Betrachtungen über Raum und Räume gut
zusammenfasst:
Josef Embgenbroich (Pfarrer im Ruhestand) |
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