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Ohne Ort kein Glück

Auferstehung ist unser Glaube, Wiedersehen ist unsere Hoffnung, Gedenken unsere Liebe. Bruder Markus, Obdachlosenseelsorger zeigt auf, warum die Obdachlosengrabstätte auf dem Südfriedhof wichtig ist.

"Ohne Ort kein Glück", meint der Schriftsteller Peter Handke. Jeder Mensch braucht einen Ort, wo er sich zuhause fühlen kann. Manche Menschen haben kein festes Zuhause, aber sie haben zumindest einen Menschen an ihrer Seite, bei dem sie sich zuhause fühlen.

 

Es gibt aber auch Menschen, die haben weder ein festes Zuhause, noch haben sie einen verlässlichen Partner oder Freund als Weggefährten. Obdachlose Menschen etwa sind oftmals im doppelten Sinne unbehaust: kein Dach über dem Kopf und auch kein Obdach für ihre Seele. Was ist, wenn Menschen mit einem solchen Schicksal sterben? Wie soll man sie beerdigen und wie sich an sie erinnern?

 

Um die Menschen von der Straße nicht anonym zu verscharren und zu vergessen gibt es auf dem Südfriedhof in Köln-Zollstock das Obdachlosen-Gräberfeld.

 1997 wurde das Gräberfeld von der 1997 wurde das Gräberfeld von der "Interessengemeinschaft Bestattung obdachloser Menschen" erworben. ©SilviaBins

Auf einer Steinstele am Eingang des Gräberfeldes steht geschrieben: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen" (Johannes 14, 2).
Dieser Satz steht für die Überzeugung, dass Gott niemanden vergisst – weder im Leben, noch im Tod. Bei IHM sind wir geborgen.

 

Nicht immer erfahren dies die Wohnungslosen zu ihren Lebzeiten so; dennoch gilt gerade ihnen diese tröstende Zusage, dieses Versprechen Gottes. Und darum ist es wichtig, dass es die Obdachlosengräber gibt. Denn hier finden wohnungslos Verstorbene eine persönliche letzte Ruhestätte, wo mit ihrem Namen an sie erinnert wird und auch die Trauer von Angehörigen ihren Ort hat. 

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