Wort der Woche  

 

 

 
 
 
  
 
In den letzten Tagen haben wir uns so manchen Gedanken gemacht: „Auf was verzichte ich denn in der Fastenzeit?“ Alkohol, Süßigkeiten, Fleisch... Alles so pauschale Dinge. Medien? Angefangen beim Radio, über Fernseher und Handy.

 

Heute morgen bei Whatsapp: Gleiches Thema. Schnell war klar, dem Handy soll einmal weniger Beachtung geschenkt werden. Doch dann traf es mich. Völlig unvorbereitet.
Lasst ihr die Kinder auch fasten? Mein erster Gedanke: „Ja also öhm... nein! Die verstehen das noch gar nicht. Oder doch? Können kleine Kinder Fasten begreifen, wenn doch die Erwachsenen sich schon so schwer tun?“
 
Was bedeutet mir denn Fasten? Ist es der Verzicht, oder eben doch die Vorbereitungszeit auf Ostern? Erst wenn mir das klar ist, kann ich überlegen, wie Fasten einen Stellenwert in meiner Familie bekommen kann.
 
Kinder haben ihre Schwierigkeiten mit „Nein“. Verzichten kommt oft einer Strafe gleich. „Du darfst heute nichts Süßes weil.“ „Du darfst heute nicht fernsehen.“ Warum also Fasten nicht positiv denken? Sich Zeit nehmen, auf Stress verzichten. Und einfach morgens oder auch einmal abends gemeinsam essen, ohne Handy, ohne Fernseher oder Hörspiel.
 
Denn Fasten will geübt sein. Und dann kommt es auch authentisch an, nicht aufgesetzt.

 

Gemeindereferentin Kathrin Fago

Pfr. Mohr