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Aus den Gemeinden 

Zu den Heiligen Engeln

Rechtzeitig vor dem Fest der Menschwerdung Gottes konnte die bereits restaurierte Marienstatue in der Kirche Zu d. Hl. Engeln aufgestellt werden. Auf Initiative von Werner Wohkittel fertigte Gero Schneider einen ansprechenden Sockel aus den Säulen der ehemaligen Altarschranken. Beides ergänzt nun die erste Seitenkapelle und macht sie zu einem würdigen Anbetungsraum.

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Als die Servatiuskirche im Jahre 2002 restauriert wurde, landete die Madonnenfigur, welche in der rechten Nische der Kirche auf dem Marienaltar stand, auf dem Schutt.
Das Gemeindemitglied Hr. Wester hat diese Figur gegen eine Gebühr an den damaligen Pfarrer, vor der Vernichtung gerettet. Lange Zeit stand die Madonna nun im Haus der Fam. Wester. Ende des Jahres 2007 gab Hr. Wester die Madonna an die Kirchengemeinde zurück, mit der Bitte, dieser doch wieder einen geeigneten Platz zu geben. Da in der Servatiuskirche keine Möglichkeit gesehen wurde die Madonna aufzustellen, kam einem Vorstandsmitglied der Engelkirche der Gedanke, diese Madonnenfigur gegen das verrußte Marienbild in der Kirche „Zu den heiligen Engeln" auszutauschen, zumal die Figur des Servatius in der Krypta der Engelkirche stand. Beide Figuren wurden restauriert und im Jahr 2009 gegen­einander ausgetauscht. Der Servatius kam wieder in die Servatius-Kirche und die Madonna bekam einen würdigen Platz hier in der Engelkirche, an dem sie nun steht. (WW)


Servatius-total

 

St. Servatius


Am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel wurde in St. Servatius die restaurierte Servatiusstatue in einem festlichen Gottesdienst enthüllt und gesegnet.

Der Hl. Servatius war Bischof von Tongern (im heutigen Belgien) und starb 387 in Maastricht. Die heute noch erhaltene Servatiuskirche ist eine der bedeutenden romanischen Kirchen in den Niederlanden. Er trat auf den Synoden von Serdica (343) und Rimini (359) entschieden gegen die Arianer auf. Verehrt wird der Hl. Servatius in Deutschland seit dem 6. Jh. Die Servatiuspatrozinien in Quedlinburg und Goslar haben ihren Ursprung in der Servatiusverehrung durch die Sachsenkönige beginnend mit Kaiser Otto I. , der mehrere Reichstage in Quedlinburg abhielt. Durch Erzbischof Bruno, einem Bruder von Otto und der besonderen politischen und wirtschaftlichen Verbindungen Kölns mit den Maaslanden entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum der Servatiusverehrung im Rheinland. So existierte bis in die Dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein eine Servatiusbruderschaft an St. Pantaleon- einer Gründung Brunos.

In Ostheim wird der Heilige seit Anfang des 18. Jh. verehrt. In den Jahren 1707/08 entstand als erster Sakralbau eine Servatiuskapelle, die sich in den folgenden Jahren zu einem recht bekannten rechtsrheinischen Wallfahrtsort entwickelte. Sein Patronatsfest wurde am 13. Mai, dem Todestag des Heiligen, mit einer Sakramentsprozession (in der Regel am folgenden Sonntag) begangen. Auch der Folgebau der neuen Ostheimer Kirche 1906 behielt das Patronat des Hl. Servatius. Zwanzig Jahre später wurde die Servatiusprozession auf das Fronleichnamsfest gelegt.

Bereits die ältesten Darstellungen zeigen den Heiligen in Pontifikalkleidung mit Stab und Buch. Als weitere Attribute sind Engel zu seinen Füßen, ein Drache als Symbol für die arianischen Häretiker und ein Schlüssel, den er einer Legende folgend auf einer Romreise vom Hl. Petrus erhielt, damit er allen, die darum bitten das ewige Leben aufschließen möge, dargestellt. Der Adler zu seinen Füßen gilt als Symbol für den aufgefahrenen Christus und ist als besonderes Zeichen seiner Herrenverbundenheit nur selten- wie hier in Ostheim- anzutreffen.




                                                                            
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