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Prof. Dr. Charles Wood

* 15. Juni 1866 in Armagh
† 12. Juli 1926 in Cambridge

Repertoire

 

Portrait

Irischer Komponist, Organist und Musikpädagoge

Charles Wood Charles Wood war das fünfte Kind und dritter Sohn von Charles Wood, Laienvikar und Diözesan-Kanzler an St Patrick’s Cathedral in Ar­magh, und Jemima Wood. Er erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Chorsänger in der Kathedrale gegenüber seinem Haus.

 

Wood studierte von 1880 bis 1881 Orgel bei Robert Turle und dessen Nachfolger Dr. Thomas Marks an der St Patrick’s Cathedral in Ar­magh und ab 1883 am Royal College of Music (RCM) bei Sir Charles Villiers Stanford, Komposition sowie bei Sir Hubert Parry an der University of Cambridge. Nach vier Jahren setzte er seine Studien am Selwyn College, Cambridge fort, wo er ab 1889 Harmonielehre und Kontrapunkt lehrte. 1889 erhielt er einen Lehrauftrag als Orgellehrer am Gonville and Caius College, Cambridge und wurde 1894 erster Director of Musik und Organist. Im selben Jahr wurde er an der University of Cambridge promoviert. Danach wurde er Assistent von Stanford am Royal College of Music, dem er nach dessen Tod 1924 als Professor für Harmonielehre und Kontrapunkt nachfolgte.

 

1904 gehörte Wood zu den Mitbegründern der Irish Folk Song Society in London.

 

Zu seinen Schülern zählen bekannte Musiker wie Herbert Howells (am Royal College of Music), Sir Arthur Bliss, Sir Thomas Beecham und Ralph Vaughan Williams (in Cambridge) und der Musikwissenschaftler Edward Dent.

 

Werke

Charles Wood hinterließ ein Vermächtnis von über 250 geistlichen Werken sowie eine große Anzahl von Hymnenmelodien. Seine weiteren Kompositionen sind Lieder, die auf irischem Volksmusikgut beruhten, Musik für griechische Theaterstücke und Kammermusik, darunter acht Streichquartette (1885-1916). Im Wesentlichen ist er heute durch seine Kirchenmusik wie die Sechzehn Präludien für Orgel (Sixteen preludes on melodies from the English and Scottish Psalters) (1911/12) oder die Saint Mark Passion (1920) bekannt.

 

  • Magnificat and Nunc Dimittis in D für gem. Chor und Orgel
  • Magnificat and Nunc Dimittis in G für gem. Chor und Orgel
  • Magnificat and Nunc Dimittis in Es für gem. Chor und Orgel
  • This Joyful Eastertide
  • Tis the day of Resurrection für gem. Doppelchor
  • Glory and Honour für gem. Doppelchor
  • Hail, gladdening Light für gem. Doppelchor (1919)
  • Saint Mark Passion (1920)

 

Quellen und weiterführende Links:

 

 

Messe in F

 

Mit der Messe in F wird eines der ganz wenigen vollständig vertonten lateinischen Messordinarien der englischen Romantik wieder entdeckt. Die harmonisch als konservativ einzustufende, klangvolle Messe zeichnet sich aus durch Expressivität, vornehme Melodik und elegante Stimmführung. Homophone und polyphone Abschnitte wechseln sich in geschmackvoller Ausgeglichenheit ab. Im Schwierigkeitsgrad ist sie der Choral- bzw. Johannesmesse von Gounod vergleichbar.

 

Quelle:
Vorwort zur Partitur, Musikverlag Dr. J. Butz, Bonn

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Wood.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Charles Wood

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 08.05.2018


 
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