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William Southcombe Lloyd Webber CBE

* 11. März 1914 in London
† 29. Oktober 1982 in London

Repertoire

 

Portrait

Britischer Kirchenmusiker und Komponist

 

William Lloyd WebberBereits als 14-Jähriger konzertierte William Lloyd Webber als Organist in verschiedenen Kirchen in London und Großbritannien. Ein Orgelstipendium führte ihn an die Mercer's School, ein weiteres an das Royal College of Music, wo er Komposition bei Ralph Vaughan Williams studierte und sein FRCO-Diplom mit neunzehn Jahren erwarb. Da es am College bereits einen Studenten mit Namen William Webber gab, benutzte William seinen weiteren Vornamen Lloyd fortan als Teil seines Namens.

 

1938 war er Organist und Chorleiter an der Londoner All Saints, später an Central Hall, Westminster, einer bedeutenden Methodistenkirche.

 

Parallel zu seiner Tätigkeit als Organist begann er zu komponieren; einige interessante Werke stammen aus dieser frühen Periode, darunter das Fantasy Trio (1936). Obwohl der Zweite Weltkrieg seine Komposition unterbrach, markierte dessen Ende den Beginn von Lloyd Webbers produktivsten Jahren als Komponist.

 

Von 1945 bis Mitte der 1950er Jahre komponierte Lloyd Webber Vokal- und Instrumentalmusik, Chor- und Orgelwerke, Kammermusik und Orchesterwerke, unter anderem das Oratorium St. Francis of Assisi, das Orchester-Gedicht Aurora sowie die Sonatinen für Flöte und Klavier (1941) und Viola und Klavier (1951).

Lloyd Webbers Wurzeln waren jedoch fest in der Romantik von Komponisten wie Rachmaninov, Sibelius und César Franck verankert. Er war zunehmend davon überzeugt, dass seine eigene Musik mit dem damaligen Klima nicht im Einklang stand. Anstatt seinen Stil zu gefährden, wandte er sich der akademischen Seite des britischen Musiklebens zu und unterrichtete Musiktheorie und Komposition am Royal College of Music in London. 1964 übernahm er die Leitung des London College of Music. Er war von der Komposition desillusioniert und schrieb die nächsten 20 Jahre so gut wie nichts - bis kurz vor seinem Tod, als eine plötzliche Blüte der Kreativität in einer Reihe von Werken die Messe Missa Sanctae Mariae Magdalenae (1979) hervorbrachte.

 

William Lloyd Webber war von Natur aus ein schüchterner und zurückgezogener Charakter. Er hatte eine bekennende Abneigung gegen Eigenwerbung und fand zu Recht oder zu Unrecht, dass der Ansatz des „Cut and Thrust“, der zur Förderung der Karriere eines Komponisten notwendig war, für ihn ein völliges Gräuel war. Er hatte keine Zeit für die Fallen der Ausführlichkeit. Er war ein Mann, der wenig Worte und in seiner Musik auch wenig Töne verschwendete. »Warum«, fragte er seine Schüler, »schreiben Sie sechs Seiten, wenn sechs Takte reichen?« (»Why write six pages when six bars will do?«)

 

William Lloyd Webbers Musik hat in den letzten Jahren eine größere Beachtung gefunden, vielleicht aufgrund der Berühmtheit seiner Söhne Andrew und Julian. Andrew Lloyd Webber schrieb sein Requiem 1985 im Andenken an seinen Vater.

 

Werke

  • Aurora, Tone Poem for orchestra (1948)
  • Oratorium St. Francis of Assisi für Sopran, Tenor, Bariton, Chor, Orchester und Harfe (1948)
  • Missa Sanctae Mariae Magdalenae für Chor und Orgel (1979)

 

Quellen und weiterführende Links:

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Webber.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait William Lloyd Webber

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 06.02.2020

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