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Franz Peter Schubert

* 31. Januar 1797 in Himmelpfortgrund (seit 1850 Stadtteil von Wien)
† 19. November 1828 in Wieden (seit 1850 Stadtteil von Wien)

Repertoire

 

Portrait

Österreichischer Komponist

 

Franz SchubertFranz Schubert wurde als zwölftes Kind des Schullehrers Franz Theodor Schubert (1763-1830) und dessen Frau Maria Elisabeth Vietz (1756-1812) im Wiener Vorort Lichtental geboren und am 1. Februar 1797 in der Kirche zu den heiligen 14 Nothelfern (heute auch Schubertkirche genannt) katholisch getauft. Im Alter von fünf Jahren erhielt Schubert von seinem Vater den ersten regelmäßigen musikalischen Unterricht. Mit sechs Jahren ging er in Lichtental zur Schule. Sein Vater lehrte ihn, Violine zu spielen. Ab dem 8. Lebensjahr erhielt er Musikunterricht vom Chorregenten der Lichtentaler Pfarrkirche, Michael Holzer (einem Schüler Johann Georg Albrechtsbergers). Nach spielend bestandener Aufnahmeprüfung erhielt er 1808 eine Freistelle in der Hofkapelle, wo er als kaiserlicher Sängerknabe eine kostenlose Gymnasialerziehung im sogenannten Stadtkonvikt genoss. Dort regte sich der kompositorische Schaffensdrang so gebieterisch, dass er den Zwang des von Geistlichen geführten Anstaltslebens immer schwerer ertrug. Bald kam es zu den ersten Konflikten mit dem Vater, der ihm vergeblich das Komponieren verbot. Den einzigen Lichtblick in dem düsteren Internat bot die reiche musikalische Aktivität. 1813 durfte er zweimal wöchentlich das freudlose Gebäude am Universitätsplatz verlassen, um höhere Kompositionslehre bei Antonio Salieri zu erhalten. Als zuständigem Hofkapellmeister war diesem das ungewöhnliche Talent nicht verborgen geblieben. Nun versuchte er es in die Bahnen eines Opernkomponisten nach bewährtem italienischen Vorbild zu lenken. Trotz zahlreicher Anläufe hat Schubert indes auf keinem Gebiet so gründlichen Schiffbruch erlitten wie auf dem der Oper; auf keinem Gebiet hat er größeren Einfluss gewonnen wie auf dem des von Salieri verachteten deutschen Klavierliedes. So hat sich Schubert bei aller Achtung und Verehrung, die er für seinen Mentor bis zu dessen Lebensende (1825) bewahrte, nicht in Anlehnung, sondern im Widerstand gegen seinen Lehrer entwickelt.

 

1817 zog er zu einem neuerworbenen Lebensfreund, Franz von Schober, bei dem er die Ungebundenheit des freien Künsterlebens zum ersten Mal kennenlernte. Vor die Alternative gestellt, ins Vaterhaus zurückzukehren oder seinen Broterwerb als privater Musiklehrer zu suchen, nahm er 1818 eine Hausmusiklehrerstelle bei dem ungarischen Grafen Johann Esterházy an, dessen beide Töchter er normalerweise in Wien unterrichtete und zweimal auf deren ungarischen Landsitz in Zseli­z begleitete. Im gleichen Jahr entstand die Sinfonie Nr. 6 C-Dur. Nach seiner Rückkehr lebte er zwei Jahre im Haus seines Freundes Mayrhofer. 1822 beendete Franz Schubert die Messe Nr. 5 As-Dur und begann die unvollendete Sinfonie Nr. 7 h-Moll. Im Jahr 1825 arbeitete er an der großen Sinfonie Nr. 8 C-Dur und schrieb die Klaviersonate a-Moll. 1826 bis 1828 hielt er sich in Wien auf.

 

Mit seinen Kompositionen konnte er sich sein ganzes Leben lang nicht über Wasser halten. So musste er, um seine wirtschaftliche Unabhängigkeit zu behaupten, Schutz im Freundeskreis suchen, der ihn vor dem Schlimmsten bewahrte.

 

Am 19. November 1828 verstarb Franz Schubert im Alter von 31 Jahren in der Wohnung seines Bruders Ferdinand Schubert an einer Typhusinfektion. Schubert wurde auf dem Währinger Friedhof in der Nähe von Ludwig van Beethovens Grab bestattet. Am 27. September 1888 wurden seine Gebeine auf den Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 A, Nummer 28) überführt und dort in einem Ehrengrab beigesetzt.

 

Werke

Schubert komponierte u. a. 12 Sinfonien (davon fünf unvollendet), 9 (nach anderen Quellen 17) Ouvertüren, 15 Streichquartette, Kammer- und Klaviermusik (22 kleine Sonaten),

6 lateinische Messen:

 

 

ca. 600 Lieder, u.v.m.

  • Graduale in C-Dur: Benedictus es domine D 184 (1815)
  • Offertorium in C-Dur: Totus in corde langueo D 136 (1815)
  • Offertorium in a-Moll: Tres sunt D 181 (1815)
  • Offertorium: Intende voci orationis meae D 963 (1822)
  • Deutsches Requiem g-Moll D 621
  • Deutsches Salve Regina in F D 379 für gemischten Chor und Orgel
  • Salve Regina in F-Dur D 223 (1815)
  • Salve Regina in B D 386 für gemischten Chor (1816)
  • Salve Regina in A-Dur D 676 (1819)
  • Salve Regina in C-Dur D 811 (1824)
  • Zwei Tantum ergo in C-Dur D 460, 461 (1815)
  • Tantum ergo in B D 730 für Soli, gemischten Chor und Orchester (1821)
  • Tantum ergo in C-Dur D 739 (1822)
  • Tantum ergo in D-Dur D 750 (1822)
  • Tantum ergo in Es D 962 (1828)

 

Quellen und weiterführende Links:

Marc Honegger/Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik, Band 7, Verlag Herder Freiburg, 1992

Siegmar Hohl (Hrsg.): Musikführer. Oper, Operette, Musical, Ballett, Konzert, Orbis Verlag München, 1995

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Schubert.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Franz Schubert

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 21.12.2017

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