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Dr. h.c. Félix Alexandre Guilmant

* 12. März 1837 in Boulogne-sur-Mer
† 29. März 1911 in Meudon bei Paris

Repertoire

  • Ave Verum op. 1 (2013 unter Markus Karas einstudiert)

 

Portrait

Französischer Organist und Komponist

Félix Alexandre GuilmantAlexandre Guilmant war zunächst Schüler seines Vaters, Jean-Baptiste Guilmant (1793-1890), Organist an St-Nicolas in Boulogne-sur-Mer, und dort Harmonielehreschüler von Gustave Carulli (1801–1876). Als 16-Jähriger wirkte an St-Nicolas als Organist und seit 1857 als Kapellmeister. 1860 vervollkommnete er sich im Orgelspiel bei Jacques-Nicolas Lemmens in Brüssel.

 

Bei der Einweihung der Orgeln von Saint-Sulpice und der Orgel der Kathedrale Notre-Dame de Paris erregte sein Spiel solches Aufsehen, dass er 1871 als Titularorganist an Sainte-Trinité als Nachfolger von Charles-Alexis Chauvet berufen wurde.

 

Konzertreisen, auf denen er auch eigene Kompositionen spielte, führten ihn mit großem Erfolg durch Europa, in die USA, nach Kanada und Russland. Seine Konzerte auf der Cavaillé-Coll-Orgel im Palais du Trocadéro 1878-97 und 1901-06 machten dieses Instrument populär.

 

1884 gründete er mit Charles Bordes und Vincent d'Indy die Schola Cantorum in Paris und übernahm 1896 als Nachfolger von Charles M. Widor auch eine Orgelklasse am Conservatoire. Nachfolger Guilmants am Pariser Conservatoire war sein Schüler Marcel Dupré der später ebenfalls in Meudon lebte und der Guilmants Hausorgel nach dessen Tod übernahm und erweiterte.

 

Auf Betreiben von Louis Vierne nach seinem Ausscheiden aus dem Organistenamt an Sainte-Trinité wurde Guilmant 1902 Organiste honoraire an Notre-Dame de Paris.

 

Hochgeehrt - die Universität Manchester ernannte ihn 1910 zum Dr. h.c. - verstarb Guilmant 1911 in seinem Haus in Meudon. Die Trauerfeiern in Meudon und in Ste-Trinité und anschließende Beisetzung auf dem Friedhof Montparnasse in Paris fanden am 1. April statt.

 

Durch seine Kompositionen wie der Symphonie für Orgel und Orchester und der acht Orgelsonaten trug Guilmant wesentlich zur Ausbildung eines eigenständigen französisch-romantisch-sinfonischen Orgelstils bei. Guilmants Archives des maîtres de l'orgue gehört bis heute zu den klassischen Ausgabenreihen der älteren französischen Orgelmusik.

 

Werke

  • Messe en Fa majeur pour Choeur et Orgue, op. 4
  • Première Messe à 4 Voix, Choeur et Orgue op. 6
  • Messe Brève pour Choeur et Orgue, op. 9
  •  
  • Ave Verum pour Choeur et Orgue op. 1
  • O Salutaris Hostia pour Choeur et Orgue op. 2
  • Quam Dilecta (Psaume 83) pour Choeur et Orgue op. 8
  • Cinq Litanies en l’honneur de la bienheureuse Vierge Marie à une, deux, trois ou quatre voix op. 12
  • 12 Motets pour Choeur et Orgue, op. 14
  • Christus Vincit pour Choeur et Orgue op. 64
  • Ecce Panis pour Choeur et Orgue op. 66
  • Pie Jesu pour Baryton et Choeur op. 73

 

Quellen und weiterführende Links:

Marc Honegger/Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik, Band 3, Verlag Herder Freiburg, 1992

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Guilmant.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Alexandre Guilmant

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 12.07.2017

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