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Giovanni Gabrieli

* zwischen 1554 und 1557 in Venedig
† 12. August 1612 in Venedig

 

Repertoire

 

Portrait

Italienischer Komponist

 

Giovanni GabrieliGiovanni Gabrieli war ein Schüler seines Onkels, Andrea Gabrieli. 1575 kam er nach Münschen, wo er unter Orlando di Lasso bis 1579 der Hofkapelle angehörte. Anschließend kehrte er nach Venedig zurück und wurde dort 1585 Erster Organist an San Marco, übte aber zu Lebzeiten seines Onkels das Amt des Zweiten Organisten aus. 1585-1606 war er auch Organist an der Schule San Rocco.

 

Seine letzte Ruhe fand er in der Kirche Santo Stefano in Venedig. Die Inschrift der Grabplatte lautet: „Hic situs est Joannes Gabrielius vir ad laudem natus ciendi modus arte clarissimus... mens vestra et vita periit mense augusti die XII. anno aetatis suae 58 anno hum sal MDCXII“ [Hier liegt Giovanni Gabrieli, ein zu lobender Mann, in vielen Künsten zum Erfolg geboren, ... dessen Geist und Leben im Monat August vollendet wurde, am 12. des Monats im Alter von 58 Jahren, im Jahre 1612]“.

 

In Gabrielis Schaffen überwiegen zahlenmäßig die geistlichen Kompositionen, die denn auch seinen musikgeschichtlichen Rang und seine charakteristische Stellung in der Venezianischen Schule des 16./17. Jahrhunderts in erster Linie ausmachen. Wegweisend in ihrer neuartigen satztechnischen Gestaltung waren die Concerti von 1587 und die Sacrae symphoniae von 1597. Sie sind - zusammen mit den Concerti des Andrea Gabrieli - die Schlüsselwerke für die Ausprügung des vielstimmigen konzertierenden Stils.

 

Giovanni Gabriele hatte viele Schüler, die er mit seinen Werken und mit seiner Persönlichkeit beeindruckte, darunter auch Heinrich Schütz. Dieser war es vor allem, der den konzertierenden Stil seines Lehrers in der Anpassung an den deutschen Sprachduktus zu einem wesentlichen Bestandteil seiner eigenen Kunst werden ließ und damit entscheidend zur Blüte der protestantischen Kirchenmusik im 17. Jahrhundert beitrug.

 

Werke

  • Concerti di Andrea, et di Giovanni Gabrieli für 6-16 Stimmen (1587)
    (mit 5 Motetten von Giovanni Gabrieli)
  • 2 Bücher Sacrae symphoniae (I. für 6-16 Stimmen (1597), II. für 6-19 Stimmen (1615)

 

Quellen und weiterführende Links:

Marc Honegger/Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik, Band 3, Verlag Herder Freiburg, 1992

Friedrich Wilhelm Bautz: Giovanni Gabrieli In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Band II, BBKL Hamm 1990, ISBN 978-3-88309-032-0, Spalten 163-164

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/GabrieliGiovanni.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Giovanni Gabrieli

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 12.07.2017


 
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