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Wolfram Buchenberg

* 1962 in Engelbolz/Oberallgäu

 

Portrait


Wolfram BuchenbergWolfram Buchenberg wuchs auf einem Allgäuer Bauernhof auf und besuchte ab 1974 das musische Gymnasium in Marktoberdorf, wo er als Mitglied des Jugendchores Ostallgäu unter der Leitung von Arthur Groß prägende Chorerfahrung sammelte. Ab 1982 studierte er Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater München. 1987 absolvierte er sein Examen mit Auszeichnung. 1988 bis 1992 studierte er Komposition bei Prof. Dieter Acker. Auch diesen Abschluss erhielt er mit Auszeichnung, außerdem wurde er in die Meisterklasse aufgenommen. 1992/1993 erhielt er ein Graduiertenstipendium.

 

Seit 1988 unterrichtet Wolfram Buchenberg Ensembleleitung und Schulpraktisches Klavierspiel an der Hochschule für Musik und Theater München. Er war für fast ein Jahrzehnt als Dozent bei Chorleiterfortbildungsseminaren des Südtiroler Sängerbundes engagiert und wirkte als Referent bei verschiedenen Chor-, Stimmbildungs- und Musikwochen im süddeutschen Raum.

 

Sein besonderes Interesse, auch auf kompositorischem Gebiet, gilt der Chormusik. So war er mehr als zehn Jahre lang Mitglied des Madrigalchores der Hochschule für Musik und Theater München. Mit den Stücken Beschwörung und Störung, die eigens für diesen Chor konzipiert wurden, gewann der Chor 1993 beim internationalen Chorwettbewerb der BBC London „Let the people sing“ unter der Leitung von Prof. Max Frey den 1. Preis in der Kategorie Zeitgenössische Chormusik. 1996 arbeitete Buchenberg an Kompositionsaufträgen für den Weltharfenkongress in Seattle, USA und für das Münchner Rundfunkorchester. 1997 entstand als Auftragskomposition der Erzdiözese München-Freising eine Propriumsvertonung zum „Aschermittwoch der Künstler“.  Ebenfalls 1997 erhielt Buchenberg vom Arbeitskreis Musik in der Jugend einen Kompositionsauftrag im Rahmen des Projekts „Komponisten schreiben für Kinder- und Jugendchöre“. Dabei entstanden 7 Zaubersprüche für den Mädchenchor der Schola Cantorum Leipzig, die im Frühling 1998 in Halle uraufgeführt und im September 1998 vom MDR aufgenommen wurden. Im Sommer 1999 kam das Kindermusical König Laurin und sein Rosengarten, eine Auftragskomposition des Südtiroler Sängerbundes, in Südtirol zur Aufführung.

 

Zur Einweihung der neuerbauten Münchner Herz-Jesu-Kirche durch Kardinal Wetter komponierte Buchenberg im Auftrag der Münchner Gemeinde Herz-Jesu 1999/2000 eine Messe, die vom Deutschen Sängerbund im Rahmen des Projekts „Neue Chormusik“ als „herausragend“ benannt und inzwischen vom Bayerischen Rundfunk produziert wurde. Im Frühjahr 2001 entstand Plenitudo temporis – Fülle der Zeit, eine Auftragskomposition für 4 Chöre und 11 Blechbläser, die im Herbst 2001 im Limburger Dom uraufgeführt wurde. Im Sommer 2001 erfolgte die Einladung, als erster Komponist im „Komponierhäusle“ der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf zu arbeiten. Dabei entstand neben einem Auftragswerk für Musica Sacra International 2002 auch die Vertonung des Sonnengesanges des Franz von Assisi für Chor und Orchester. Dieses Werk war vom Münchner Singkreis anlässlich seines 50-jährigen Bestehens in Auftrag gegeben worden. Weitere Auftragskompositionen sind die Missa pro puellis für den Mädchenchor des Mainzer Domes (2004 dort uraufgeführt) sowie das Orchesterstück 1756-1791 das zum Mozartjahr 2006 vom Philharmonischen Orchester Augsburg bestellt wurde.

 

Die jüngsten Auftragsarbeiten waren eine Vesper für den Bamberger Dom anlässlich der Feier des 1000-jährigen Bestehens des Bistums Bamberg, das Chorstück O nata lux für den Chor des Bayerischen Rundfunks, das in dessen Adventskonzert 2006 uraufgeführt wurde sowie Da pacem sabbati! für den Schwäbischen Kunstsommer in Irsee. Im August 2006 folgte Buchenberg der Einladung, dem Festival EUROPA CANTAT als erster in der Funktion eines „Composers in residence“ beizuwohnen. Im November desselben Jahres wurde er zum Projekt „Dialog der Kulturen“ in die Ukraine eingeladen. 

 

Quellen und weiterführende Links:

 

Werke

  • Adeste fideles (Herbei, o ihr Gläub'gen)
  • Drei Schiffe sah ich segeln nach Bethlehem
  • Ich bin das Brot des Lebens für neunstimmigen Chor
  • In stiller Nacht
  • Kein schöner Land in dieser Zeit für Chor (SSSAATTBB)
  • Messe für vierstimmigen Chor, Schola, Blechbläserquartett und Orgel
    (Meßordinarium sowie Halleluia-Ruf, Akklamation zum Hochgebet, Kommuniongesang)
  • Magnificat für achtstimmigen Chor (1995)
  • Maria durch ein Dornwald ging
  • O nata lux für achtstimmigen Chor und Vibraphon (2006)
  • Vesper zum 1000-jährigen Bestehen des Bistums Bamberg, 1007 - 2007 „Unterm Sternenmantel“ (2007) für vierstimmigen Chor, Schola, Blechbläserquartett und Orgel
  • Vidi calumnias et lacrymas! für sechsstimmigen Chor
  • Vier geistliche Gesänge für achtstimmigen Chor (SSAATTBB) (2003)
  • „Von 55 Engeln behütet“ für sechsstimmigen Chor (2008)
  • Weingartner Reisesegen für fünfstimmigen Chor (althochdeutscher Text)

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Buchenberg.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Wolfram Buchenberg

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 08.11.2015


 
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