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Eberhard Bonitz

* 19. Januar 1921 in Dresden
† 16. September 1980 in Lingen/Ems

Repertoire

  • Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein (1977)

 

Portrait

Diözesanmusikdirektor, Komponist und Orgelsachverständiger

 

Eberhard BonitzEberhard Bonitz begann seine Studien 1939 am Kirchenmusikalischen Institut der Evangelisch-Luterhischen Landeskirche in Leipzig und war bereits im selben Jahr Vertreter von Prof. Günther Ramin an der Orgel der Thomaskirche zu Leipzig, wo er auch bei großen Aufführungen mit dem Thomanerchor auftrat. Zu seinen Lehrern gehörten u. a. auch Johann Nepomuk David und Kurt Thomas.

 

Nach dem Abschlussexamen in Leipzig lebte Bonitz in Dresden und konvertierte dort zum katholischen Glauben. Ab 1941 war er Stadtkantor in Naila/Oberfranken und ab 1943 Musiklehrer an der Annenschule in Dresden.

 

Nach der Bombardierung Dresdens 1945 flüchtete Eberhard Bonitz mit seiner Familie nach Naila und siedelte nach Bamberg über. Er war kurze Zeit als Organist an der Universitätskirche in Erlangen tätig und ansonsten frei schaffender Komponist, Organist und Orgelsachverständiger. In letzterer Eigenschaft arbeitete er mit der Orgelbaufirma Keller in Selb/Oberfranken zusammen. Er betreute 1947 die Instandsetzung der großen Orgel der Benediktinerabtei Münsterschwarzach. Im folgenden Jahr wurde er Kirchenmusikdirektor, Organist und Chorleiter an der Stiftskirche zu Ellwangen/Jagst.

 

Im Jahr 1954 zogen er und seine Familie nach Lingen um, wo er im Dezember 1954 zum Diözesanmusikdirektor, Organist und Chorleiter an der St. Bonifatiuskirche ernannt wurde. Diese Aufgaben nahm er bis zu seinem Tod wahr. Er war für die Diözese Osnabrück als führender Orgelsachverständiger für alle Orgelrenovierungen zuständig.

 

Neben seiner umfangreichen Konzerttätigkeit als Organist profilierte sich Eberhard Bonitz zunehmend auch als Komponist, insbesondere nach dem II. Vatikanischen Konzil für die Neubearbeitung des Kirchenliedes und der Choralsätze.

 

Seit 1939 veröffentlichte Eberhard Bonitz zahlreiche wissenschaftliche Schriften über den Orgelbau und über verschiedene Orgeln, die er nach dem Krieg zusammen mit namhaften Orgelbaufirmen restaurierte. Sein Name findet sich auf vielen Kompositionen für Orgel, Kammermusik, Lieder, Kanones, Messen und Chorsätze, die zum Teil veröffentlicht sind. Bonitz führte in Ellwangen große Chor- und Orchesterkonzerte auf, für seine Improvisationen war er vor allem in Lingen bekannt.

 

Eberhard Bonitz starb nach kurzer, schwerer Erkrankung im September 1980 in Lingen/Ems.

 

Quellen und weiterführende Links:

 

Werke

Eberhard Bonitz schrieb für vierstimmigen gemischten Chor u. a.

  • Messe zu Ehren der heiligsten Namen Jesus, Maria und Joseph
  • St. Bonifatius Messe (Deutsche Chormesse über das `Alt-Dresdener Amen`)

 

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Bonitz.html

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 06.10.2014

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