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KMD Gustav Biener

* 26. Juni 1926 in Dortmund
† 16. August 2003 in Arnsberg

 

Portrait

Komponist, Pädagoge und Sonderschulrektor; Kirchenmusikdirektor

Gustav Biener Gustav Biener entstammte einer Lehrerfamilie, in der Musik bereits seit Generationen eine große Rolle gespielt hat. 1932 zog die Familie nach Arnsberg.

 

Zunächst Autodidakt, komponierte Gustav Biener seine ersten Stücke für die Hausmusik mit 13 Jahren.

 

1945 begann er die Ausbildung zum Volksschullehrer, wurde 1947 Volksschullehrer in Arnsberg und schloss 1950 das Studium der Sonderpädagogik an der Pädagogischen Akademie Dortmund an. 1952 gründete und leitete Biener als erste Schule für Lernbehinderte im Hochsauerland die Fröbelschule in Arnsberg. 1963 wurde er Mitbegründer der Kreisvereinigung Lebenshilfe für geistig behinderte Menschen.

 

Von 1947 bis 2001 war Biener Organist an der Propsteikirche St. Laurentius, Arnsberg. Ab 1950 war er Chorleiter verschiedener Chöre, unter anderem von 1957 bis 1992 des Propsteikirchenchores St. Laurentius in Arnsberg.

 

Biener studierte am Städtischen Konservatorium Dortmund und erhielt Kompositionsunterricht bei Prof. Johannes Kobeck. 1951 erlangte er das Kirchenmusikexamen am Städtischen Konservatorium Dortmund mit Auszeichnung. Von 1966 bis 1991 war er als Regionalkirchenmusiker in der Region Hochsauerland/Waldeck der Erzdiözese Paderborn tätig. 1967 wurde Gustav Biener durch Lorenz Kardinal Jäger, Erzbischof von Paderborn zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

 

Von 1962 bis 1974 war er Dozent für Tonsatz und Kontrapunkt an der Staatlichen Hochschule für Musik Westfalen Lippe, Institut Dortmund.

 

1974 erfolgte die Berufung durch die Deutsche Bischofskonferenz in die internationale Kommission für die Herausgabe des Orgelbuchs zum Gotteslob.

 

Die Verbindung von musikalischen und pädagogischen Interessen und Begabungen prägte den Lebensweg von Gustav Biener.

 

Gustav Biener verstarb nach schwerer Krankheit am 16. August 2003 in Arnsberg.

 

Quelle und weiterführender Link:

 

Werke

Gustav Bieners kompositorisches Œuvre umfasst etwa 400 sowohl kirchliche als auch weltliche Werke, die teilweise im Druck erschienen sind. Die Kompositionen sind im Westfälischen Musikarchiv Hagen inventarisiert und archiviert.

 

Die Kirchenmusik bildet den Schwerpunkt im kompositorischen Schaffen Gustav Bieners. Das Spektrum seiner kirchenmusikalischen Werke reicht von Kirchenliedbearbeitungen bis zu Oratorien. Unter anderem schuf er eine Vielzahl von Orgelwerken, 20 Messen

2 Oratorien,

    • „Coesfelder Passion“ für Sopran, Tenor, gemischten Chor, Kinderchor, Sprecher, Sprechchor, Orgel und Orchester
      (Uraufführung am 27. März 1991 in der Stadthalle Coesfeld unter der Leitung von Ulrich Grosser)
    • „Advents-Oratorium“ für Sopran, Tenor, gemischten Chor, Sprecher, Sprechchor, Orgel und Orchester
      (Uraufführung am 4. Dezember 1976 in der Propsteikirche St. Laurentius zu Arnsberg unter der Leitung von Franz Selter)

35 Kantaten, u. a.

    • Kantate „Dass alle eins seien“
      (Uraufführung 1962 im Mainzer Dom, komponiert zur Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils und zur 2000-Jahr-Feier der Stadt Mainz)

85 Motetten und geistliche Gesänge, darunter:

    • Kanon „Einig in der Hoffnung“ (1996 anlässlich des Besuches von Papst Johannes Paul II. in Paderborn)
    • Jubelt Gott, ihr Lande all (Psalm 99)
    • Lobet den Herrn in seinem Heiligtum (Psalm 150) für gemischten Chor und Orgel
    • Preise, meine Seele, den Herrn!
    • Was ihr dem geringsten Menschen tut

über 200 Kirchenliedbearbeitungen, u. a.

    • Gegrüßet seist du, Maria
    • Der Engel des Herrn
    • Den Menschen, die aus dieser Zeit
    • Kommt herbei, singt dem Herrn
    • Wie mein Gott will, bin ich bereit
    • Zieh an die Macht, du Arm des Herrn
    • Zu Bethlehem geboren

10 Deutsche Proprien für Chor (SATB), Schola, Gemeinde, Orgel (Bläser), u. a.

  • Ostersonntag
  • Pfingstsonntag
  • Fronleichnam
  • Allerheiligen (Freuet euch alle)
  • Kirchweihfest
  • Christkönigsfest (Würdig ist das Lamm)
  • Weihnachtsmesse (Ein Kind ist uns geboren)

 

 

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes auf folgende URL:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/Biener.html

Stifts-Chor Bonn | Service | Komponistenverzeichnis | Komponistenportrait Gustav Biener

Autor: Judith Roßbach

Letzte Änderung am 09.07.2020

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