Renovabis-Solidaritätswochen: Ost-Europa nicht vergessen

Bundesweit – Renovabis-Pfingstaktion – „Selig, die Frieden stiften“

Freising/ Berlin/ Freiburg. Die gemeinsame Verantwortung für Frieden in Europa ist in diesem Jahr das Schwerpunktthema der Renovabis-Solidaritätswochen der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Die Pfingstaktion steht unter dem Leitwort „Selig, die Frieden stiften - Ost und West in gemeinsamer Verantwortung“. Erzbischof Heiner Koch hat sie am Sonntag, 17. Mai, in Berlin mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Joseph (Wedding) eröffnet. 

An Pfingsten findet in allen katholischen Kirchen in Deutschland die Renovabis-Kollekte statt. Sie ist eine wichtige Säule zur Unterstützung der Partner in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, deren Arbeit unter erheblich erschwerten Bedingungen weitergeht. Jetzt setzt das Osteuropa-Hilfswerk stark auf online-Spenden über: 
www.renovabis.de/pfingstspende oder per Banküberweisung an die Bank für Kirche und Caritas eG, Stichwort: „Pfingstspende“, IBAN: DE94 4726 0307 0000 0094 00, BIC: GENODEM1BKC

Renovabis kann aufgrund der Corona-Pandemie seine gesamte diesjährige Spendenaktion bis zur Kirchenkollekte am Pfingstsonntag nicht in gewohnter Weise durchführen: Was zur Pfingstaktion in Gottesdiensten, Begegnungen in Gesellschaft und Kirche, mit Politikern und Repräsentanten des Öffentlichen Lebens in Berlin, München, Heidelberg und Freiburg vorgesehen war, kann nicht stattfinden. Dafür sind viele Berichte und Informationen im Internet und in Beilagen in allen deutschen Kirchenzeitungen aufbereitet worden. „Es ist für uns wichtig, die Solidarität mit unseren Partnern im Osten Europas nicht zu vergessen“, so Geschäftsführer Markus Ingenlath.

Beispielland für die diesjährige Spendenaktion ist die Ukraine. Zuletzt hat Renovabis die dortigen Projektpartner in der Corona-Krise mit Soforthilfen unterstützt. Seit dem Ausbruch der Pandemie verzeichnet Renovabis aus vielen seiner 29 Partnerländern im Osten Europas immer mehr Hilferufe. Bis zum 11. Mai sind bereits mehr als 400.000 Euro zur Verfügung gestellt worden.

 

Superbilk 2020 abgesagt

Verantwortliche planen bereits Alterntiven - und Superbilk 2021

Die Entscheidung fiel schweren Herzens und alle Betroffenen sind sehr traurig. Inzwischen aber ist offiziell geworden, dass die Kinderzeltstadt Superbilk im Sommer 2020 nicht stattfinden kann.

Auf der Grundlage des jüngst veröffentlichten Leitfadens des Erzbistums Köln für Ferienfreizeiten haben Pfarrer Stephan Pörtner, Verwaltungsleiter Heinrich Ackermann und Pastoralassistent Tim Schlotmann als Vertreter der Hauptleitung intensiv beraten, wie unter den gegebenen Umständen der Corona-Pandemie eine Durchführung möglich sein könnte. Die Grenzen und Schwierigkeiten haben alle Argumente zugunsten einer Durchführung abgewogen. Die Hygienevorschriften und Abstandsregeln lassen sich in der Kinderzeltstadt nicht umsetzen. Es gilt, Ehrenamtliche und Kinder gleichermaßen zu schützen.

Die ersten Beratungen von Hauptleitung und Gruppenleitern haben gezeigt, dass der Geist von Superbilk dennoch stark genug ist. Es mischen sich derzeit die umso größere Vorfreude auf ein umso größeres Wiedersehen im Sommer 2021 und die ersten Überlegungen, wie den Superbilk-Kindern im Sommer Grüße gesendet werden können. Hier finden in den kommenden Tagen weitere Beratungen statt. Schauen Sie gerne immer mal wieder auf die Webseite www.superbilk.de oder auf Facebook, vielleicht ergeben sich schon bald weitere Neuigkeiten.

Für Rückfragen steht Tim Schlotmann als Vertreter des Pastoralteams und der Hauptleitung unter Tim.Schlotmann@erzbistum-koeln.de zur Verfügung.

Caritasverband Düsseldorf sucht Fachkräfte für Altenpflege

Auch für Rückkehrer in den Beruf attraktiv

Der Caritasverband Düsseldorf sucht kurzfristig Altenpfleger_innen, um dem sich abzeichnenden Pfegenotstand, der durch die Corona-Pandemie verstärkt wird, zu begegnen. Eine kurzgefasste Stellenausschreibung finden Sie hier. Weitere Informaitionen erhalten Sie unter der Telefonnummer 02 11 . 16 02 - 0.

Impuls zum fünften Fastensonntag

Als Christinnen und Christen über den Tellerrand blicken

Liebe Schwestern und Brüder unserer Pfarreiengemeinschaft,

liebe Leserinnen und Leser auf unserer Webseite,

 

es gibt wohl kaum jemanden, der in diesen Tagen nicht häufiger als gewöhnlich die Nachrichten und zahlreiche Sondersendungen verfolgt, die fast auschließlich von Meldungen zum Corona-Virus bestimmt werden: die täglich aktualisierte Zahl von Neuinfektionen, von Todesfällen und - zum Glück - auch von Genesenen. Und das aus Deutschland, Italien, Spanien und zuletzt auch aus den USA. Das sind die Länder, die uns aktuell nahe sind, in denen die Lage im Augenblick besonders dramatisch ist oder sich von Tag zu Tag mehr verschärft.

Aber das sind auch Länder, die im Verhältnis zu vielen Regionen der Erde immer noch über ein sehr gutes Gesundheitssystem verfügen, die in bestehende politische Bündnisse eingebettet sind und damit auch von ihren Nachbarn und Verbündeten unterstützt werden. So ist es ein wertvolles Signal, dass deutsche Kliniken trotz der angespannten Lage etwa Patienten aus Frankreich oder Italien behandeln, dass "man" sich gegenseitig mit medizinischen Gütern hilft, soweit es die eigenen Bestände zulassen.

Deutschland, Italien, Spanien und die USA sind aber gerade nicht die Länder, in denen traditionell die großen bischöflichen Hilfswerke aktiv sind. Diese Länder liegen weiter im Süden, in Afrika, Asien, Latein- und Südamerika. Und auch dort breitet sich die Corona-Pandemie aus - vermutlich schneller und aggressiver als bei uns. Die absoluten Zahlen sind schon allein deshalb niedriger, weil in einem nur wenig entwickelten Gesundheitssystem die Ressourcen für den Test auf die Corona-Infektion fehlen.

An diesem Wochenende wird normalerweise in allen Gottesdiensten die Kollekte für das bischöfliche Hilfswerk "Misereor" gehalten - und in diesen Wochen finden sonst zahlreiche Veranstaltungen zugunsten des Werkes statt: Fastenessen und "Coffee-Stop", Charity-Walks und andere Solidaritätsaktionen. Diese Einnahmen weniger Tage bzw. Wochen finanzieren einen Großteil der möglichen Projekthilfe eines ganzen Jahres. Und diese Einnahmen brechen in diesem Jahr vollständig weg.

Dabei ist zu befürchten, dass Misereor in und nach der Corona-Krise mehr denn je auf unsere Unterstützung angewiesen sein wird. Darum bitten wir Sie sehr herzlich. Als Christinnen und Christen sind wir nicht nur verbunden mit den Menschen, die in unserer Nachbarschaft, in unserer Gemeinden und Pfarreien, in unserem Erzbistum miteinander leben, sondern wir sind verbunden mit allen Christen weltweit, die unsere Hilfe brauchen. Gottesdienste und Gebete funktionieren auch online, das lernen wir in diesen Tagen. Und Kollekten funktionieren auch online, wie der Link zu Misereor auf der Startseite zeigt.

Ihnen allen schon jetzt herzlichen Dank für Ihre Großzügigkeit und "Vergelt's Gott".

Mit einem herzlichen Gruß und einem "Bleiben Sie gesund"

Ihr Georg Wiesemann, Pastoralreferent

Kardinal Woelki begründet Verschiebung der Pressekonferenz zur Aufarbeitung des Missbrauchs

Proklamandum nennt vor allem ungeklärte rechtliche Fragen als Grund

Proklamandum für den 15. März 2020     

 

Liebe Schwestern und Brüder, 

viele von Ihnen haben in dieser Woche die Nachricht gelesen: Die Veröffentlichung der unabhängigen Untersuchung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt im Erzbistum Köln musste leider verschoben werden. 

Ich verstehe, dass diese Nachricht viele enttäuscht hat, die schon seit langem darauf warten, dass diese schmerzhafte, aber notwendige Aufarbeitung zum Abschluss kommt und die Ergebnisse allen zugänglich gemacht werden. Deshalb will ich heute noch einmal klarstellen, dass es sich hier nur um eine Verschiebung der geplanten Veröffentlichung handelt: Der Zeitplan ändert sich, aber nicht das Ziel! Wir halten weiterhin daran fest, dass wir uns unserer Verantwortung stellen müssen. Dazu gehört, die Fehler, die gemacht wurden, klar zu benennen und dabei sowohl die verantwortlichen Personen wie auch unsere Strukturen ohne falsche Rücksicht in den Blick zu nehmen. 

Ich bin zuversichtlich, dass die mit der Untersuchung beauftragte Kanzlei schon bald ihre Arbeit abschließen kann. Einen neuen Termin kann und will ich heute nicht nennen, auch weil ich überzeugt bin davon, dass hier Sorgfalt und Gründlichkeit wichtiger sind als die Geschwindigkeit. 

Ich bitte Sie also noch einmal um Geduld, und ich bitte Sie zugleich um Ihr Vertrauen. Wir meinen es ernst mit der Aufklärung, die wir angekündigt haben und werden unser Versprechen einlösen. Nicht zuletzt bitte ich Sie um Ihr Gebet – für uns alle im Erzbistum Köln, in besonderer Weise aber für diejenigen, die durch Priester und kirchliche Mitarbeiter Leid erfahren haben. 

Ihr  
Rainer Maria Kardinal Woelki 
Erzbischof von Köln  

Köln, den 13. März 2020