ERZBISTUM KÖLN     

Priesterweihe

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Wer sich zu einem geistlichen Beruf hingezogen fühlt, weil er den Ruf Gottes verspürt, ist jederzeit herzlich eingeladen, das Gespräch mit den Geistlichen unseres Pastoralteams zu suchen. Auch für denjenigen, den (starke) Unsicherheit beschäftigt, steht die Tür jederzeit offen.

Gott bindet sich aus Liebe zu uns an uns Menschen. Deswegen ist er in Jesus Christus einer von uns geworden, deswegen hat er in der Auferstehung uns ewiges Leben erschlossen, deswegen ist er in der Kirche mitten unter uns, und deswegen beschenkt er uns in den Sakramenten mit seiner Gnade.
An dieser Erfahrung Gottes in der Gemeinschaft der Kirche haben wir alle Anteil.
Wir sind von ihm geschaffen und mit dem irdischen Leben beschenkt sowie in der Taufe und in der Firmung dazu berufen, ewig in seinem Reich zu leben, den Glauben an ihn zu bekennen und die Gemeinschaft der Kirche erfahrbar zu machen. Diese Ermächtigung zum Leben in der Welt, verbunden mit der Berufung in der Taufe und der Firmung bedeutet also einen Dienst an Gott, der allen getauften und gefirmten Menschen aufgetragen ist.
Ein solcher Dienst ist ein wirklich priesterlicher Dienst, weswegen man auch vom allgemeinen Priestertum aller Gläubigen spricht, an dem alle Getauften und Gefirmten Anteil haben.

Darüber hinaus kennt die katholische Kirche aber noch das besondere Priestertum. Es ist mit dem kirchlichen Amt verbunden, das es in dreifacher Ausprägung gibt (Bischof, Priester, Diakon).
Zu diesem Amt beruft Gott Menschen, die auch die Ermächtigung zum irdischen Leben und die Berufung zum Ewigen Leben in der Taufe erfahren haben. Auf diesen Voraussetzungen basiert dann die Erwählung zum Dienst am Reich Gottes in der Form des besonderen priesterlichen Amtes, das insbesondere zum Dienst der Sakramentenspendung, aber auch zum Leiten und Begleiten der Kirche beauftragt und befähigt.

Die Priesterweihe ist also nach katholischer Auffassung nicht ein Zertifikat über eine durch eine bestimmte Ausbildung erworbene oder durch bestimmte Begabungen vorhandene menschliche Fähigkeit, sondern Ausweis der Gnade Gottes, der aus seinem Volk heraus Menschen erwählt, die ihn und seine Nähe im Kirchendienst und in der Sakramentenspendung erlebbar machen und an die er sich deswegen durch die Berufung zum geistlichen Amt in besonderer Weise bindet.
Dass daraus eine besondere Verpflichtung für den Berufenen erwächst, seinen Glauben konsequent zu leben, sollte unstrittig sein. Er ist aber nicht aus sich heraus befähigt, ein „besserer“ Christ zu sein als andere.

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