ERZBISTUM KÖLN     

© Christian Schamari / 2011

Krankensalbung

Infobox

Das Sakrament der Krankensalbung wird jederzeit gespendet.



Die Terminabsprache erfolgt unkompliziert über unsere Pfarrbüros.

Im Notfall steht unter der Rufnummer (02225) 7040200 immer ein Seelsorger unseres Dekanats zur Verfügung. Sollten Sie hier niemanden erreichen, ist der Seelsorger gerade auf Hausbesuch. Hinterlassen Sie in diesem Fall bitte unbedingt Ihre Rufnummer auf dem Anrufbeantworter. Sie erhalten so schnell wie möglich einen Rückruf.

Ein wunderschönes, aber aus der Tradition leider oft einseitig verstandenes Sakrament ist die Krankensalbung.
In ihr wird darauf hingewiesen, dass es schon altkirchliche Praxis ist, bei einer Erkrankung die „Ältesten der Gemeinde“, also die Priester zu rufen und sie für den Kranken beten zu lassen und ihm die Hände auflegen zu lassen, damit er gesund werde und auch in seinen Ängsten, die er erleidet, nicht allein gelassen, sondern gestärkt wird.
Äußeres Zeichen ist dabei neben der Handauflegung die Salbung mit Öl, welches an die Stärkung gegen das Böse und die Erwählung zum ewigen Leben in der Taufe und in der Firmung erinnert.

Die mit der Spendung der Krankensalbung verbundene Hoffnung auf die heilende Wirkung und Gnade Gottes ist dabei so stark, dass sie auch und gerade bei Menschen, die an der Schwelle des Todes stehen und bei denen ärztliche Kunst wenig bis keine Aussicht auf erfolgreiche Heilung bietet, Trost und Sicherheit spenden soll.

Über die Jahrhunderte hinweg hat sich aus dieser Hoffnung, auch Todkranken durch die Krankensalbung Hilfe zuteil werden zu lassen, das Missverständnis entwickelt, dass es sich um ein Sakrament für ausschließlich unheilbar kranke oder gar sterbende Menschen handelt.
Daraus ist auch der Begriff der „Sterbesakramente“ bzw. der „letzten Ölung“ entstanden. So ist dieses Zeichen der Hoffnung häufig ins Gegenteil gefallen – in ein Zeichen der Hoffnungslosigkeit und des unausweichlichen Endes. Der Priester, der die Salbung spendet, wird so nicht mehr als Künder einer frohen Botschaft, sondern als Bote des nahenden Todes verstanden.

Dabei hat natürlich die Krankensalbung gerade in medizinisch scheinbar ausweglosen Lagen ihren besonderen Sinn, dass sie deutlich macht, dass Gott auch in dieser schwierigen und entscheidenden Phase des Lebens an der Seite der Menschen steht. Insofern ist es gut und richtig, wenn in solchen Situationen die Krankensalbung gefeiert wird.
Dabei sollte aber immer im Bewusstsein bleiben, dass sie auch bei anderen Erkrankungen, vor schweren Operationen u.ä. ebenso ihre Bedeutung hat, denn sie ist ein Sakrament für die Lebenden, weil Gott ein Gott der Lebenden ist.

Zum Seitenanfang Seite weiterempfehlen Druckversion Kontakt  Barrierefrei Datenschutz  Impressum 

Menü Navigation

Die folgenden Links werden für die Menüs der DHTML-Navigation benutzt.