ERZBISTUM KÖLN     

© Christian Schamari / 2011

Firmung

Infobox

Die Firmung findet in unserer Pfarrei jährlich, meistens im Sommer, statt.

Da die Firmung einen wichtigen Schritt im Glauben darstellt, werden die Firmlinge über den Zeitraum von 1 bis 1½ Jahren intensiv hierauf vorbereitet.

Den Termin für die nächste Firmung und alle weiteren Informationen zur Vorbereitung finden Sie HIER.



Die Einladung zur Firmung erfolgt automatisch für die betroffenen Jahrgänge.
Wer nicht angeschrieben wird, sich aber trotzdem gerne firmen lassen möchte, meldet sich bitte im
Pfarrbüro Berkum

Wie die Taufe ist die Firmung ein Sakrament, das man im Leben nur ein einziges Mal empfängt und das dann für immer seine Gültigkeit und Bedeutung bewahrt. Es vollendet in gewisser Weise das, was in der Taufe schon grundgelegt ist, und hängt ganz eng mit ihr zusammen.
Die Taufe ist dabei in erster Linie etwas, was den Menschen zu einem Beschenkten und Begnadeten macht. Die Rede davon, dass man in der Taufe ein Kind Gottes wird, bringt das zum Ausdruck. Ein Kind ist mit seinem Leben und mit der Beziehung zu Vater und Mutter beschenkt und darf sich darüber freuen. Dieses Geschenk ist von unendlichem Wert und die Grundlage seines Lebens.

Wenn wir aber die Analogie der Gotteskindschaft zu einem menschlichen Kindsein weiterdenken, dann ergibt sich zwingend, dass nicht nur der eher passive Teil des Beschenktseins eine wichtige Rolle spielt, sondern auch der umgekehrte und aktive Teil des Antwortens. Die Eltern haben die Aufgabe, das Kind so ins Leben hinein zu begleiten und so in ihrer Erziehung zu beschenken, dass es wirklich frei ist und sich in dieser Freiheit entscheiden kann, wie es sein Leben gestaltet. Wer diese Freiheit hat und dazu seine Fähigkeiten entfalten kann, der ist in der Lage, als Erwachsener sein Leben selbstverantwortlich in die Hand zu nehmen und zu gestalten.

Diese Seite kommt in der Firmung zum Ausdruck. Wir glauben, dass in der Firmung der Heilige Geist den getauften Menschen befähigt, selbst den Glauben zu bekennen und daraus Konsequenzen für sein Leben zu ziehen. So ist der Getaufte, der auch gefirmt wird, ein erwachsenes Mitglied der Kirche und mit einer Berufung, verantwortlich mitzugestalten, versehen.

Deswegen ist die Firmung sinnvollerweise auch Voraussetzung dafür, als Taufpate jemanden in die Gemeinschaft der Kirche hinein zu begleiten. Auch sollten Menschen, wenn sie kirchlich heiraten, nicht nur weltlich betrachtet erwachsen sein, sondern deswegen auch gefirmt. Und schließlich ist eine Erwachsenentaufe auch immer mit einer Firmung im gleichen Gottesdienst verbunden, denn der, der sich als Erwachsener taufen lässt, fällt ja eine persönlich gereifte Entscheidung.

Umgekehrt ist es angemessen, wenn – wie in unseren Breiten üblich – die Firmung an Jugendliche gespendet wird, die sich vorher intensiv im Rahmen der Firmvorbereitung mit dem Glauben auseinandergesetzt haben, damit sie dann als mündige Christen ihren Glauben in der Kirche und in der Welt leben.

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